Auf ihn ist immer Verlass: Emre Yalcin ist der einzige Spieler, der in dieser Saison bei allen bisherigen Spielen für den TSV Gräfelfing am Ball war.
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Auf ihn ist immer Verlass: Emre Yalcin ist der einzige Spieler, der in dieser Saison bei allen bisherigen Spielen für den TSV Gräfelfing am Ball war.

Polecki steht großes Personal zu Verfügung

Rotations-Chaos beim TSV Gräfelfing - Bereits 34 Spieler kamen zum Einsatz

  • VonChristian Heinrich
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Am Samstag erwartet der TSV Gräfeling zum ersten Heimspiel in der aktuellen Spielzeit den SV Lochhausen. Die Elf hat dazu ein neues Ritual eingeführt.

Gräfelfing – Um den Teamgeist zu fördern, haben die Fußballer des TSV Gräfelfing seit einer Woche einen Mannschaftsabend eingeführt. Schließlich sollen die Spieler des Kreisliga-Vorletzten nicht nur zum Üben in den Wolfsbau kommen, sie sollen hier auch einen sozialen Treffpunkt finden. „Du verstehst dich besser mit deinen Spezeln, wenn du nicht nur zum Training oder zum Spiel zum Fußballplatz kommst, sondern auch darüber hinaus Spaß miteinander hast“, erklärt Sascha Polecki die Maßnahme. Feine pädagogische Kniffe sollen dem Trainer helfen, so etwas wie ein Mannschaftsgefühl zu kreieren.

Beim TSV Gräfeling waren 34 Spieler zwischen August und September im Einsatz

Bei der Fülle des Kaders, der locker die drei Dutzend Spieler übersteigt, ist es gar nicht so einfach, eine Einheit und vor allem eine Elf zu formen, die bedingungslos zueinander steht. Die Wölfe haben in dieser Beziehung seit dem Saisonbeginn sicherlich Fortschritte gemacht, aber nach wie vor fehlt dem Team der spezielle Charakter, der eine echte Mannschaft auszeichnet. „Du hast wenig Typen, die dem Fußball andere Sachen unterordnen“, behauptet Polecki. Als Indiz für diese These dient dem Coach die Statistik der ersten sechs Saisonspiele. Insgesamt 34 Kicker hat er im August und September bisher eingesetzt, was schon allein eine astronomisch hohe Zahl darstellt. Das sind von der Personalstärke betrachtet drei Mannschaften. Allerdings kommen von ihnen 15 Akteure, und damit fast die Hälfte, nur auf einen einzigen Einsatz. Sechs Spieler wirkten bei zwei Begegnungen mit, während drei die Hälfte der bisher bestrittenen Partien absolvierten. In der Konsequenz bedeutet dies, dass nur zehn Spieler dem Trainer bei vier oder mehr Begegnungen zur Verfügung standen.

„Wenn du jede Woche mit fünf, sechs Neuen spielst, kannst du keinen Krieg gewinnen, vielleicht nur eine Schlacht.“

Sascha Polecki

Immer Verlass war einzig auf Emre Yalcin. Jeremy Stubhan und Mateo Pranjic verpassten dagegen nur einen einzigen Auftritt. Sieben weitere Akteure liefen immerhin viermal bei einem Punktspiel für die Wölfe auf. Das heißt, dass der TSV nicht einmal elf Kicker zusammenbringt, die in punkto Leidenschaft für ihren Verein über Durchschnittswerte hinauskommen. „Wenn du jede Woche mit fünf, sechs Neuen spielst, kannst du keinen Krieg gewinnen, vielleicht nur eine Schlacht“, stellt Polecki fest.

Am Samstag (14 Uhr) trifft seine Mannschaft beim ersten Heimspiel in dieser Saison auf den SV Lochhausen, der genauso ums Überleben kämpft wie der TSV. Auch dieses Mal muss Polecki sein Team im Vergleich zum Spiel gegen Neuhadern wieder umbauen. (hch)

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