Symbolische Trikotübergabe durch den Sportlichen Leiter Martin Woytalla (r.) an Neu-Trainer Manuel Eisgruber.
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Symbolische Trikotübergabe durch den Sportlichen Leiter Martin Woytalla (r.) an Neu-Trainer Manuel Eisgruber.

Neuer Trainer

Liebe auf den zweiten Blick: Manuel Eisgruber war schon vor wenigen Jahren Kandidat beim SV Planegg-Krailling

  • Michael Grözinger
    VonMichael Grözinger
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Der SV Planegg-Krailling hat seinen neuen Trainer Manuel Eisgruber offiziell vorgestellt. Im Merkur-Gespräch erzählt „Eisy“ von seinen Intentionen und Plänen.

Planegg – Für Außenstehende ist die Verpflichtung etwas aus dem Nichts gekommen, an der Hofmarkstraße war der Name Manuel Eisgruber hingegen bereits bekannt. Die Funktionäre des SV Planegg-Krailling hatten bereits vor wenigen Jahren auf eine Unterschrift des Regionalliga-erfahrenen Stürmers als Spielertrainer gehofft, der sich jedoch gegen ein Engagement im Würmtal entschieden hatte.

„Wir haben uns auch da schon gut verstanden“, erzählt Eisgruber. Jetzt, beim zweiten Anlauf, klappte es dann doch noch: Trotz weiterer Angebote wird er den Kreisligisten in der kommenden Saison als Chefcoach betreuen.

Anders als damals vorgesehen, soll der heute 32-Jährige allerdings nicht zusätzlich auf dem Rasen zum Einsatz kommen, wie er im Merkur-Gespräch unterstreicht: „Es war mir wichtig, von vornherein klarzustellen, dass ich nur als Trainer anfange.“ Auch wenn Not am Mann sei, werde er nicht einspringen, sondern eher Spielern aus der Reserve eine Chance geben, verkündet Eisgruber.

Trainer in Planegg: Eisgruber macht vorerst Schluss mit der aktiven Karriere

Der Kader sei – Stand heute – allemal groß genug. Seine aktive Karriere will er zumindest mal auf Eis legen, also auch nicht parallel zu seinem Engagement in Planegg für einen anderen Verein auflaufen: „Aktuell habe ich da keine Ambitionen.“ Auch ein Karriereende sei denkbar, aber definitiv nicht beschlossene Sache, betont Eisgruber. In der neuen Saison will er sich zunächst einmal voll auf seinen Trainerjob beim SVP konzentrieren.

Um mit seiner Mannschaft bestmöglich vorbereitet in die Kreisliga-Spielzeit zu gehen, nahm sich der Coach bereits viel Zeit für Spielergespräche. An mehreren Abenden informierte er sich über das Leben und die sportlichen Ambitionen seiner Kicker und unterbreitete ihnen seinerseits seine Spielphilosophie – teils in Vor-Ort-Gesprächen, teils via Videokonferenz. „Ich wollte die Mannschaft in erster Linie kennenlernen“, sagt Eisgruber.

Früher Auftakt in die Vorbereitung auf die neue Kreisliga-Saison 2021/22

Um schnell einen Einblick in die fußballerischen Fertigkeiten seiner Spieler zu bekommen, übernahm „Eisy“ gemeinsam mit Co-Trainer Andreas Budell das Team bereits diese Woche und somit einen Monat früher als geplant von Vorgänger Michael Lelleck. Nun startet an der Hofmarkstraße auch direkt die rund zehn- bis zwölfwöchige Vorbereitung auf die kommende Saison.

„In dieser Zeit will ich die Mannschaft fit machen und taktisch weiterbringen. Es wird sich sukzessive steigern“, kündigt Eisgruber an. Eine einheitliche Pause für das Team soll es in der Vorbereitung nicht geben.

Luxussituation für Eisgruber: 37 Feldspieler und vier Keeper im erweiterten Kader

Nach und nach will sich der Coach in den kommenden Wochen ein Bild von seinem neuen Team machen. 37 Feldspieler und vier Torhüter ist Eisgrubers vorläufiger erweiterter Kreis der ersten Mannschaft groß. Dazu gehören neben den letztjährigen Kreisliga-Kickern auch einige Spieler aus der Planegger Reserve sowie fünf ehemalige A-Junioren des Jahrgangs 2002.

Bis zum Saisonstart soll der Kader auf 20 Feldspieler und zwei Keeper reduziert werden, die anderen Fußballer bilden den Grundstock der zweiten Mannschaft in der Kreisklasse. Trainiert wird fortan getrennt.

Saisonziel des SV Planegg-Krailling? Noch unklar, aber: „Qualität haben wir“

Wo die Reise für den SVP in der Kreisliga ab dem Spätsommer hingeht, vermag Eisgruber noch nicht einzuschätzen. Entsprechend gebe es auch noch kein Saisonziel. „So weit sind wir noch nicht“, sagt der neue Trainer.

Bei dem einen oder anderen Spieler habe er in den Gesprächen nach den beiden vergangenen Saisons mit knapp gescheiterten Aufstiegsplänen aber durchaus hohe Ambitionen festgestellt – die Rückkehr in die Bezirksliga sei manchem Spieler ein dringendes Bedürfnis, so „Eisy“, der zudem klarstellt: „Qualität haben wir.“ Das darüber hinaus nötige Beiwerk wollen sich die Schwarz-Blauen bis August erarbeiten.

mg

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