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Offensivkünstler unter sich: Für Planegg gilt es, Gräfelfings Jose Vieira (l.) und Sturmpartner Belmin Idrizovic zu stoppen. Doch auch der SVP hat brandgefährliche Spieler wie Patrick Ochsendorf (r.) in seiner Angriffsreihe.

Gräfelfings Gegenfurtner mit viel Respekt

Planegg empfängt Gräfelfing: Welche Stürmer bleiben im Derby cooler?

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Im Kreisliga-Derby treffen mit dem SV Planegg-Krailling und dem TSV Gräfelfing zwei formstarke Mannschaften aufeinander. Beide Teams stehen vor der Aufgabe, die treffsicheren Angreifer des Gegners zu stoppen.

VON NIKO ARETIN

Planegg/Gräfelfing – In den vergangenen Wochen hat sich Michael Lelleck über die ausgiebigen Oktoberfestbesuche und die dadurch schwächeren Leistungen seiner Spieler geärgert. Der Trainer des SV Planegg-Krailling macht daher keinen Hehl daraus, dass ihn der Wegfall dieser Ablenkung erleichtert. Euphorisch ist Lelleck dennoch nicht, denn vor dem Derby zu Hause gegen den TSV Gräfelfing plagen ihn andere Sorgen (Sonntag, 15 Uhr, Hofmarkstraße). „Wir haben viele Ausfälle, und man kann nicht sagen, dass das alles Nachwirkungen der Wiesn wären“, so Lelleck. Alexandros Takiris und Dominik Lovric fehlen weiterhin verletzt. Maximilian Sedlmair zog zum Studium nach Hannover und ist daher keine Option mehr. Maximilian Hartmann und Benedikt Hort, der in den vergangenen zwei Partien dreimal traf, konnten unter der Woche angeschlagen nicht trainieren, werden aber mangels Alternativen gegen den TSV trotzdem im Kader stehen.

In der vergangenen Saison entschied Planegg beide Derbys für sich. „Das war aber nicht so einfach“, sagt Lelleck, der auch diesmal mit einer schwierigen Aufgabe rechnet. Seine zuletzt nicht immer sattelfeste Abwehr muss die Gräfelfinger Offensivkünstler Belmin Idrizovic und Jose Vieira in den Griff bekommen, die für elf der 13 Treffer des TSV verantwortlich zeichneten. „Das wird wohl so wie gegen Pasing, dass wir gegen einen sehr guten Sturm spielen“, mutmaßt Lelleck. Gegen die DJK gewann sein Team trotz defensiver Aussetzer noch mit 3:2, aber Lelleck mahnt: „Wir müssen anfangen, weniger Gegentore zu kassieren. Wir werden nicht jedes Spiel drei Tore schießen.“

Wie der SVP, der zuletzt fünfmal in Folge gewann, befindet sich auch Gräfelfing in guter Form. Die Wölfe besiegten vor einer Woche die FT Gern mit 2:1 und wollen auch in Planegg für eine Überraschung sorgen. „Das traue ich meiner Mannschaft zu. Mit einem Punkt wäre ich aber zufrieden“, sagt Coach Bernd Gegenfurtner, der um die Stärken des SVP weiß. „Sie sind sehr gut mit dem Ball, haben eine gute Raumaufteilung. Das zählt schon zum höheren Niveau in unserer Liga.“ Essenziell ist auch aus Wölfe-Sicht, den gegnerischen Angriff zu stoppen. Das Planegger Offensivtrio aus Hort, Patrick Ochsendorf und Metin Pepe erzielte zusammen 14 Treffer. „Wir brauchen eine gute Kompaktheit, dürfen ihnen nicht viele Räume geben“, sagt Gegenfurtner. Er will sein Team ähnlich wie gegen Gern auftreten lassen. „Wir wollen hinten gut stehen und mit viel Zug nach vorne spielen“, so der TSV-Coach.

Im Vergleich zum Sieg gegen die Münchner wird sich die Wölfe-Startelf leicht verändern. Marvin Sommer fällt mit Bronchitis definitiv aus, hinter dem Einsatz des vor einer Woche verletzt ausgewechselten Ahmet Karahasan steht laut Gegenfurtner „ein großes Fragezeichen“. Als Ersatz hat er Alexander Schmidt und Malik Dedic im Kopf.

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