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Stark verteidigt: Simon Edelmann (r.) lieferte im Abwehrzentrum eine gute Leistung ab.

Später Nackenschlag für erstarkte Wölfe

Schiedsrichter-Beleidigung! Gräfelfings Karg sieht Rot bei 1:1 gegen Gern

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„Wir müssen dranbleiben“, sagte Bernd Gegenfurtner nach dem 1:1-Unentschieden des TSV Gräfelfing gegen die FT München-Gern. Die Furcht des Trainers, dass das Remis gegen die Freien Turner Körner gekostet haben könnte, ist nicht unbegründet.

Bis zur 89. Minute führten die Wölfe noch, bevor ihnen Ako Bisong einen Teil der Beute noch abjagte. Einen noch größeren schmerzlichen Verlust dürfte die Rote Karte für Andreas Karg bedeuten. In der Nachspielzeit versuchte der Gräfelfinger Angreifer, bei Schiedsrichter Holger Schuch mit seinen literarischen Kenntnissen aus Goethes Götz von Berlichingen zu glänzen, was der überhaupt nicht witzig fand. Gegenfurtners Baustellen werden also auch im Herbst nicht weniger.

Dabei hatte die Partie gut für die Gastgeber begonnen. Die Wölfe standen endlich wieder stabil in der Abwehr, was zum einen das Verdienst der beiden Innenverteidiger Marvin Sommer und Simon Edelmann war. Zum anderen sorgte auch Markus Kaintzyk im zentral-defensiven Mittelfeld dafür, dass der Gegner kaum gefährlich auf das von Keeper Sascha Polecki gehütete Tor vorrücken konnte. „Wir haben sehr gut gespielt“, lobte Gegenfurtner. Vor allem die Führung versetzte ihn dann in Verzückung. Nach einer wunderbaren Stafette setzte Konstantin Schachtner Karg in Szene, der die Murmel nur noch über die Linie drücken musste.

Mit der Ruhe und Übersicht war es nach der Pause aber vorbei. Wegen einer Verletzung musste Kaintzyk in der Kabine bleiben. Der Ausfall des Kapitäns war nicht zu kompensieren. Die Hausherren eroberten nicht nur kaum noch Bälle, sie verloren sie auch schnell wieder. „Gern hat sich in unserer Hälfte eingenistet“, sagte Gegenfurtner. Nur noch hin und wieder schufen seine Spieler mit Kontern Entlastung. Einer führte zum zweiten Treffer durch Philip Sterr, doch der Schiedsrichter erkannte das Tor nicht an. Und so mussten die Wölfe dann doch noch den Ausgleich einstecken, der auf recht kuriose Weise zustande kam: Ein langer Schlag des Gerner Torhüters landete mit tatkräftiger Unterstützung des Windes am Gräfelfinger Strafraum, wo ihn Bisong aufnahm und über Polecki in die Maschen lupfte.  hch

TSV Gräfelfing – FT München-Gern 1:1 (1:0)

TSV Gräfelfing: Polecki; Sommer, Edelmann, Popic, Kaintzyk (C), A.Karg, Holztrattner, Schachtner, Betz, Wagner, Sterr; S.Schmidt, A.Schmidt

Tore: 1:0 A.Karg (36.), 1:1 Bisong (89.)

Rote Karte: A.Karg/Gräfelfing (90.+1, Schiedsrichterbeleidigung)

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