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Davide Taurino (l.) ist wieder zurück beim TSV Neuried. 

Stühlerücken beim Landesligisten, Gühl und Hrgovic in neuen Rollen

Paukenschlag! TSV Neuried holt Ex-Coach zurück

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Nach den erfolglosen ersten Saisonwochen entschließt sich die Fußballabteilung des TSV Neuried zu einem Wechsel auf den Trainerstühlen. Marco Gühl und Josip Hrgovic trainieren die Landesliga-Mannschaft nicht mehr als Gespann, dafür kehrt ihr Vorgänger zurück.

Neuried – Die Fußballabteilung des TSV Neuried hat die Woche mit einem Paukenschlag eingeläutet. In der ersten und zweiten Herren-Mannschaft wurden die Trainerstühle gerückt und Aufgaben neu verteilt. Das Gespann Marco Gühl/Josip Hrgovic, das seit dem Sommer für das Landesliga-Team verantwortlich zeichnete, geht fortan getrennte Wege. Hrgovic übernimmt die U23, deren vorheriger Coach Maximilian Reid sich aus beruflichen Gründen zurückzieht. Für weit größeres Aufsehen dürfte aber der neue und alte Cheftrainer der ersten Mannschaft sorgen: Das Amt übernimmt ab sofort wieder Davide Taurino, der erst im Mai seinen Rückzug bekannt gegeben hatte.

„Unser vorrangiges Ziel ist der Klassenerhalt, und wir wollen rechtzeitig alles dafür tun, dass dieses Ziel auch erreicht werden kann“, sagt Fußball-Abteilungsleiter Stefan Kriebel. Aus den ersten neun Landesliga-Partien holten die bisherigen Trainer Gühl und Hrgovic lediglich zwei Punkte. „Deswegen haben wir Davide Taurino gebeten, ab sofort als Trainer die Betreuung der ersten Herren wieder zu übernehmen.“ Was die Abteilungsleitung mit Taurino schon vor Wochenfrist besprochen hatte, wurde nach dem samstäglichen Heimspiel gegen den ASV Dachau (1:2) allen Betroffenen mitgeteilt. „Wir wollten eine andere Situation für die Mannschaft herbeiführen, um einen zusätzlichen Impuls zu erzeugen“, erklärt Taurino. So kam es den Verantwortlichen gelegen, dass U23-Trainer Reid sein Amt wegen der zusätzlichen Belastung durch eine Teilzeitstelle in der Scoutingabteilung des FC Bayern selbst zur Verfügung stellte. Hrgovic wird sein direkter Nachfolger, während Gühl der Landesliga-Mannschaft als Co-Trainer erhalten bleibt. „Wir freuen uns, dass Marco Gühl und Josip Hrgovic weiterhin wichtige Aufgaben übernehmen“, so Kriebel.

Gühl sagt zu seiner formellen Degradierung: „Irgendwo wirst du immer am Erfolg oder Misserfolg gemessen. Aber ich komme damit absolut klar. Meine Arbeit mit der Mannschaft verändert sich dadurch nicht, mir ist es egal, ob auf irgendeinem Portal Chef- oder Co-Trainer neben meinem Namen steht.“ Nach ausführlichen Gesprächen mit der Abteilungsleitung zeigte sich auch der 27-Jährige mit der neuen Konstellation einverstanden. „Das ist im Moment die beste Situation für den Verein. Wenn ich nicht dahinterstehen würde, hätte ich gesagt: Ciao, wir sehen uns in einem anderen Leben.“ Spurlos ist der Wechsel aber nicht an ihm vorbeigegangen. „Klar war ich im ersten Moment enttäuscht, aber mehr von mir selbst als von anderen. Ich bin immer sehr selbstkritisch und hab mich gleich gefragt: Was hätte ich anders machen können?“

Ob die Umstrukturierung des Trainerteams die erhoffte Wende bringen wird, steht freilich noch in den Sternen. Denn: „Auch ich kann nicht zaubern“, sagt der neue Chef Taurino. Zudem ist der Kader, den Gühl und Hrgovic in ihren ersten Monaten zur Verfügung hatten, nicht der gleiche wie in der furiosen Schlussphase der abgelaufenen Spielzeit, als die Kicker von der Parkstraße wie Phönix aus der Asche den direkten Klassenerhalt sicherstellten. Mit Nicolas Höhne, der den Dienst in Neuried ganz quittiert hat, sowie den verletzten Leistungsträgern Sebastian Hessenberger, Valentin de la Motte und Abwehrchef Reid fehlen dem Team wichtige Stützen aus erfolgreichen Tagen. Ein Verlust an Erfahrung also, der auch mit den vielen hochtalentierten Spielern aus der U19 kaum zu kompensieren war. Taurinos Rücktritt vom Rücktritt kann daher nur ein Baustein von vielen sein, wenn es eine Wiederholung des Neurieder Frühjahrsmärchens geben soll.

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