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Die Collage mit Fotobotschaften der SVP-Mitglieder wird am Verein ausgehängt. 

SVP nimmt Verantwortung an

„Wir bleiben daheim“: SV Planegg-Krailling setzt ein Zeichen in der Corona-Krise - Helferkreis für Bedürftige

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Der SV Planegg-Krailling richtet einen Helferkreis und eine Hotline für Risikogruppen ein. Mit einer großen Fotocollage zeigen sich die Mitglieder des SVP solidarisch.

Planegg – Gemeinsam gegen Corona: Zu diesem Thema hat der SV Planegg-Krailling in der aktuellen Krise eine Aktion unter seinen Mitgliedern gestartet. „Als Verein haben wir eine gesellschaftliche Verantwortung“, erklärt Vizepräsident Florian Häringer, der gemeinsam mit Fußballabteilungsleiter Ayhan Kurt die Kampagne mit dem Stichwort „#wirbleibendaheim“ ins Leben rief und organisiert. Es gehe darum, „ein Zeichen zu setzen, um zu zeigen, dass wir nicht alleine sind und vor allem dass es wichtig ist, daheim zu bleiben“, sagt Häringer und ergänzt: „Nur so schützen wir Menschen aus der Risikogruppe und auch uns.“ Der Vizepräsident distanziert sich dabei bewusst von ähnlich lautenden Kampagnen kommerzieller Fernsehsender. Die Idee sei „aus der Mitte unseres Vereins“ entsprungen.

„Das Ergebnis der Fotobotschaften ist überwältigend“

Um die Solidarität unter den Mitgliedern kenntlich zu machen, rief der SVP dazu auf, dem Verein Fotobotschaften zukommen zu lassen. „Das Ergebnis ist überwältigend: Nach drei Tagen konnten wir uns nicht mehr retten vor Bildern“, teilt Häringer mit. Einen Teil der Fotos stellten die Verantwortlichen nun als Collage zusammen, die sowohl auf der Internetseite des SVP zu sehen ist, als auch auf Plakaten am Vereinsgelände ausgehängt werden soll.

Neben dem symbolischen Zusammenhalten bietet der Planegger Verein auch praktische Hilfe im Alltag an: Der SVP richtete eine Hotline für Menschen der Coronavirus-Risikogruppen ein. „Wir haben viele alte und leider auch vorerkrankte Mitglieder. Da sich diese in der aktuellen Situation möglichst selten, am besten gar nicht, in der Öffentlichkeit bewegen sollen, haben wir ein Versorgungsnetzwerk aus freiwilligen Mitgliedern gebildet“, sagt Häringer. Es gehe darum, für gefährdete Mitmenschen einzukaufen, Fahrdienste zum Arzt zu leisten oder einfach nur mit ihnen ein „Schwätzchen über den Gartenzaun – natürlich mit Abstand“ (Häringer) zu halten. Das solle „im gesetzlichen Rahmen und natürlich unter dem Aspekt der Vernunft“ geschehen, so Häringer. Anfangs sollen acht freiwillige Mitglieder das Hilfsprojekt stemmen. Die Anzahl könne bei Bedarf jedoch problemlos erhöht werden, meint Häringer: „Es gibt viele weitere Interessierte.“

„Was würden wir ohne unsere Ehrenamtlichen machen?“

In diesem Zusammenhang spricht der Vizepräsident einmal mehr ein generelles Lob an alle Freiwilligen in Vereinen und Organisationen aus. „Was würden wir ohne unsere Ehrenamtlichen machen?“, fragt Häringer rhetorisch, der selbst als Helfer im SVP-Netzwerk ausfällt: einerseits wegen der geografischen Distanz seines Wohnorts zum SVP, andererseits weil es sein Job als Polizist dieser Tage zeitlich nicht zulässt.

Hilfebedürftige Menschen können sich beim Netzwerk des SV Planegg-Krailling melden unter Telefon 893 11 71 77

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