SV Planegg-Krailling: Bei den Junioren legt der Verein viel Wert auf Fairplay.
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SV Planegg-Krailling: Bei den Junioren legt der Verein viel Wert auf Fairplay.

Junioren sollen Fairplay leben

SVP: Hoeglauer greift durch - „Versteckte Fouls gehören nicht zum Jugendfußball“

  • vonRedaktion Würmtal
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Der SV Planegg-Krailling lebt im Jugendfußball den Fairplay-Gedanken. Benimmt sich ein Spieler daneben, wird er ausgewechselt, sagt Jungendtrainer Hoeglauer.

A-Jugend in der Landesliga, B-Jugend in der Bezirksoberliga und C-Jugend in der Bayernliga. Der SV Planegg-Krailling ist einer der größten Ausbildungsvereine Bayerns. Die Weichen werden allerdings schon in deutlich jüngerem Alter gelegt. Tim Hoeglauer ist Trainer der Planegger E-Junioren und hat in seinen vier Jahren als Übungsleiter schon einiges erlebt. Der 17-Jährige versucht, seinen Spielern neben technischen und taktischen Aspekten auch Fairplay nahezulegen. „Wenn sich ein Spieler auf dem Feld danebenbenimmt, wird er ausgewechselt“, sagt der Sohn von SVP-Jugendleiter Andreas Hoeglauer.

Durch seine Trainerausbildung weiß der E-Jugendcoach auch, dass nicht jeder Schiedsrichter alles sehen kann: „Versteckte Fouls und Tätlichkeiten gehören nicht zum Jugendfußball dazu und werden nicht geduldet. Und wenn ein Schiri etwas nicht sieht, können wir trotzdem intern handeln.“ Allerdings hat der junge Trainer auch Kollegen erlebt, die den Fairplay-Gedanken anders interpretieren: „Ein Trainer hat mich sogar schon angegriffen und bespuckt. Der war absolut nicht zu beruhigen“, erzählt Hoeglauer. Dennoch versucht er auch in solchen Situationen, ein Vorbild für die Kinder zu sein. „Man muss ihnen erklären, dass so ein Verhalten nicht auf den Fußballplatz gehört.“ Auch im Training fahre er diese Linie: „Wenn ein Spieler ein unnötiges Foul macht oder anderweitig unfair spielt, bekommt er eine Zeitstrafe und darf erst ein paar Minuten später wieder mitmachen. So verstehen die Kinder, dass sie etwas falsch gemacht haben.“ Allerdings habe er ohnehin kaum Probleme in seiner Mannschaft. „Wir sind eine lässige und auch faire Truppe mit guten Eltern im Hintergrund“, sagt Tim Hoeglauer. Das soll auch in seinem fünften Jahr als Jugendtrainer so bleiben.  tao

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