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Ungewohnte Position: Mittelfeldspieler Michael Ettl (r.) muss derzeit in der Abwehrkette aushelfen. 

SV Planegg-Krailling muss improvisieren

Lelleck: „Wir haben keine Abwehrspieler mehr“

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Wenn eine Siegesserie reißt, zieht so mancher Coach in der Folge im Training die Zügel an. 

Planegg – Nicht so Michael Lelleck, obwohl sein SV Planegg-Krailling nach zuvor fünf Siegen am Stück am vergangenen Wochenende gegen den TSV Gräfelfing nicht über ein 1:1 hinauskam. Der Planegger Übungsleiter legte in den Einheiten vor dem anstehenden Auswärtsspiel bei der FT München-Gern Wert auf eine lockere Atmosphäre (Sonntag, 15.30 Uhr, Hanebergstraße). „Damit wir immer noch Spaß haben und nicht anfangen zu weinen“, erklärt Lelleck. Denn beim Blick auf die Personalsituation ist den Planeggern derzeit zum Heulen zumute.

Etliche Ausfälle muss der SVP verkraften, vor allem die Defensive ist arg gebeutelt. Manuel Capek, Germain Ojoye, Stefano de Benedetta, Dominik Lovric, Matej Bonic, Ricardo Wassermann – die Liste der verletzten Abwehrspieler ist lang. Gegen Gern muss Lelleck zudem auf Shekeb Samiei verzichten. Der Defensivroutinier ist nach seinem Platzverweis in der Begegnung vor Wochenfrist gesperrt. „Die Rote Karte tut uns weh“, sagt Lelleck. Positionsgetreu ersetzen kann er die Ausfälle längst nicht mehr. „Wir haben im Verein keine Abwehrspieler mehr.“ Schon in den vergangenen Wochen lief mit Michael Ettl ein etatmäßiger Mittelfeldspieler in der Abwehrkette auf, am Sonntag dürften weitere Umstellungen folgen. Die Personalsituation der Blau-Schwarzen ist so angespannt, dass Lelleck am Sonntag möglicherweise sogar selbst als Ersatzspieler auf der Bank Platz nimmt.

Bei der FT läuft es in dieser Saison noch nicht rund. Eigentlich als Kandidat für die vorderen Plätze in die Runde gestartet, gewann Gern erst drei von acht Partien und ist derzeit Neunter. „Gern ist eigentlich immer ein unangenehmer Gegner und immer dafür gut, einen Favoriten zu schlagen“, sagt Lelleck. „Sie gehen hart in die Zweikämpfe, schenken nichts her und lassen wenig zu. Es ist ganz schwierig, gegen sie ein Tor zu schießen.“ Erst elf Gegentreffer kassierte die FT in dieser Spielzeit, nur Spitzenreiter TSV Großhadern ließ weniger zu.  na

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