Florian Häringer wurde in der ersten digitalen Versammlung des SV Planegg-Krailling einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt.
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Florian Häringer hofft, Jungmitglieder enger an den SVP zu binden.

Der 43-Jährige tritt damit in die Fußstapfen seines Vaters Max

SV Planegg-Krailling: Florian Häringer wird neuer Präsident 

  • Michael Grözinger
    vonMichael Grözinger
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Florian Häringer wurde in der ersten digitalen Versammlung des SV Planegg-Krailling einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt.

Planegg – „Häringer neuer Präsident des SV Planegg-Krailling“: Was wie eine Zeitreise ins Jahr 2005 klingt, als Max Häringer die Nachfolge von Alfred Pfeiffer an der Spitze des Traditionsvereins übernahm, sind aktuelle Neuigkeiten. Nur dass es diesmal nicht Max, sondern Florian Häringer ist, der dem Präsidium des SVP neu vorsteht. Ohne Gegenstimme wurde der bisherige Vizepräsident in der ersten digital abgehaltenen Mitgliederversammlung in der Geschichte des Klubs am Freitag in sein neues Amt gewählt.


Bernd Läßiger: „Florian Häringer hat in den vergangenen Jahren alle wichtigen Entscheidungen mit entwickelt und mit getragen“

Florian Häringer tritt damit nicht nur in die Fußstapfen seines Vaters Max, der die Geschicke des SVP bis 2018 gelenkt hatte, sondern auch in die seines direkten Vorgängers Bernd Läßiger. Der erste Planegger Präsident, der nicht der Fußball-, sondern der Tennisabteilung entstammte, war 2018 erstmals gewählt und 2020 bestätigt worden. Turnusgemäß hätte bei der diesjährigen Versammlung keine Neuwahl des Präsidiums angestanden. Aber er lebe nach der Maxime, Aufgaben immer mit vollem Einsatz zu übernehmen, und stehe nun vor „neuen beruflichen Herausforderungen“, erklärte Läßiger am Freitag in der Videokonferenz. „Es wird einen sehr sanften Übergang geben. Florian Häringer hat in den vergangenen Jahren alle wichtigen Entscheidungen mit entwickelt und mit getragen.“ Beratend stehe er selbst weiterhin gerne zur Verfügung. Er schloss mit: „Es war mir eine Ehre.“


Mit Häringer sitzen künftig großteils die bisherigen Mitglieder im Präsidium


Der neue Präsident versprühte Zuversicht: „Ich bin mir sicher, ich werde dem Vertrauen gerecht“, sagte der 43-Jährige und bedankte sich ausgiebig bei Läßiger „für das jahrelange Engagement“. Mit Häringer sitzen künftig großteils die bisherigen Mitglieder im Präsidium. Neue Positionen haben nur Stefan Suchanke, der Walter Pelensky als Liegenschaftsvorstand ablöst, und der neue Vizepräsident Ayhan Kurt. Er wird in den kommenden Monaten zusätzlich seine bisherige Rolle als Fußballabteilungsleiter ausfüllen, bis für diesen Posten ein Nachfolger gewählt wird.

Das SVP-Präsidium komplettieren wie bisher Finanzvorständin Andrea Häringer, Verwaltungsvorständin Ingrid Rädlein, Technikvorstand Michael Tank sowie die Abteilungsleiter Sebastian Ley (Budo), Elke Bischof (Tennis – TC Neunerberg), Melanie Drobny (Turnen/Badminton) und Ursel Hammann (Volleyball). Der Finanz- und Haushaltsausschuss besteht aus Ehrenpräsident Max Häringer als Steuerberater, Arno Rädlein, Melanie Pantschur und Wolfgang Festl-Wietek.

Übern 100 Vereinsmitglieder nahmen an der Online-Veranstaltung teil


Eine Stimme im Präsidium hat seit vorigem Jahr qua Satzung außerdem die Vertretung der neu gegründeten Vereinsjugend. Vor anderthalb Wochen wurde Franziska Richter zu eben jener Vereinsjugendsprecherin gewählt. Sie gehört nicht nur fortan dem Gremium an, sondern führte am Freitag auch souverän als Moderatorin (Florian Häringer: „Als würdest du es jeden Tag machen“) durch die für alle Beteiligten neue Art der Versammlung. Nahezu reibungslos ging die knapp zweistündige Online-Veranstaltung samt Wahlen über die Bühne, an der in der Spitze über 100 Vereinsmitglieder teilnahmen. „Das ist eine herausragende Zahl“, schwärmte der neue Präsident und ließ die Zuhörer an Gedankenspielen teilhaben: „Wir können uns für die Zukunft Hybridveranstaltungen vorstellen.“


Florian Häringer: „Weg von der Spielkonsole, hin zum Teamspirit im Verein“


Generell bot Häringer den virtuell Anwesenden Einblicke in seine Pläne. So sei ihm vor allem wichtig, die Mitglieder wieder enger an den Klub zu binden. Ein Verein sei kein Selbstläufer und „kein Dienstleister. Wir wollen Sport und Leidenschaft aktiv unter die Mitglieder tragen. Nehmen wir die Menschen wieder mit“, sagte Häringer. Alle Mitglieder seien aufgerufen, sich im Verein einzubringen – in welcher Form auch immer, alles werde honoriert und sei wichtig. Insbesondere in die Vereinsjugend setze er Hoffnung, auch den Nachwuchs zu motivieren: „Weg von der Spielkonsole, hin zum Teamspirit im Verein.“


SV Planegg-Krailling: Vergangene Jahr mit einem Gewinn von 55 000 Euro abgeschlossen



Finanziell steht der SV Planegg-Krailling noch ordentlich da. Rund 125 000 Euro ruhten laut Finanzvorständin Andrea Häringer zum Stand 31. Dezember auf den Vereinskonten. Das vergangene Jahr habe der SVP mit einem Gewinn von etwa 55 000 Euro abgeschlossen (Einnahmen: 493 000; Ausgaben: 438 000). Die Zahlen seien aber trügerisch, ergänzte Florian Häringer, da Abo-Rückzahlungen und Betriebskosten für die Tennishalle aus diesem Winter von rund 50 000 Euro (wir berichteten) noch nicht eingeflossen seien.


Anpassungen der Mitgliedsbeiträge


Damit man konkurrenzfähig bleibe und in den kommenden Jahren den Gürtel nicht enger schnallen müsse, seien Anpassungen der Mitgliedsbeiträge nötig, erklärte der 43-Jährige. Die vorgeschlagenen Erhöhungen ab 2022 beliefen sich von sieben Prozent (zum Beispiel Kinderbeitrag: 70 auf 75 Euro) über 25 Prozent (z.B. Aufnahmegebühr: 20 auf 25) bis hin zu 50 Prozent (z.B. Partnerbeitrag: 50 auf 75). Darüber ließ das Präsidium die anwesenden Mitglieder abstimmen. 89 Prozent sprachen sich für eine Erhöhung aus, die entsprechend 2022 in Kraft tritt.

(MICHAEL GRÖZINGER)

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