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Derbysieg in Gräfelfing: SVP abgezockter als die Wölfe - Polecki hadert mit Offensive

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Von: Christian Heinrich

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Hatten das Nachsehen: die Gräfelfinger um Deniel Mitrov (l.) gegen Planegg mit Alexandros Takiris.
Hatten das Nachsehen: die Gräfelfinger um Deniel Mitrov (l.) gegen Planegg mit Alexandros Takiris. © D. Rutt

Die Wölfe heulten zwar, aber sie bissen nicht. Mit 0:2 (0:0) musste sich der TSV Gräfelfing gegen den SV Planegg-Krailling geschlagen geben.

Gräfelfing – „Natürlich ist eine Derby-Niederlage doppelt bitter“, räumte Trainer Sascha Polecki nach dem Spiel ein. Zumal sein Team dem favorisierten Gegner fast ebenbürtig war.

Es sind manchmal Nuancen, die den Unterschied ausmachen, warum eine Mannschaft um den Aufstieg spielt und die andere nur gegen den Abstieg. Für die Differenz zwischen dem TSV Gräfelfing und den SV Planegg sorgte ein Spieler: Patrick Ochsendorf. Der Goalgetter, der lange Zeit abgemeldet war, verwertete nach einer guten Stunde eine seiner wenigen Möglichkeiten. Während sich seine Mannschaft fortan darauf beschränkte, den Vorsprung zu sichern, reifte in Polecki die Erkenntnis, dass seiner Elf noch fehlt, was Ochsendorf auszeichnet: „Die Abgeklärtheit vor dem Tor, um den letzten Pass zu spielen, ist nicht da.“ Ochsendorf nutzte eine der ganz wenigen Unachtsamkeiten in der gegnerischen Defensive, um das Match zu entscheiden.

Das Spiel hätte auch ganz anders laufen können, wenn die Gräfelfinger Angreifer ein wenig von Ochsendorfs Abgezocktheit besessen hätten. Fabian Zürn traf aus 20 Metern mit einem Chip-Ball das leere Tor nicht. Als Nico Bohn freistehend aus fünf Metern verzog, raufte sich sein Coach abermals die Haare. „Gegen so einen Gegner wirst du dann bestraft“, war Polecki klar, welches Ende sich für seine Mannschaft anbahnte.

Polecki sah ein „Spiel auf Augenhöhe“, in dem seine Mannschaft die technischen und spielerischen Vorteile der Gäste durch ihren Kampfgeist wieder wett machte. „Wir hatten die Chance zu gewinnen“, betonte der Coach. Deshalb ging der Trainer in der Schlussphase des Derbys volles Risiko und beorderte Emre Yalcin nach vorne, um wenigstens noch ein Unentschieden zu retten. „Wir haben bis zum letzten Moment versucht, alles in die Waagschale zu werfen“, stellte Polecki klar.

Das gewünschte Tor fiel jedoch auf der anderen Seite, als Stefanos Bavas in der dritten Minute der Nachspielzeit einen Konter der Gäste erfolgreich abschloss. Bei aller Enttäuschung wertete Polecki den Auftritt seiner Mannschaft dennoch als Schritt nach vorn. „Es zeigt die Qualität, die in der Mannschaft steckt.“

Die Verantwortlichen des SV Planegg-Krailling waren für eine Stellungnahme zum Spiel nicht erreichbar.

TSV Gräfelfing – SV Planegg 0:2 (0:0) TSV Gräfelfing: Kollo, Pranjic, Wehring, Edelmann, Stubhan, Wagner, Domesle, Yalcin, Bohn, Mitrov, Zürn, Scheicher, Schullerus, Jesswein

SV Planegg: Krost, Stadler, Velickovski, Egger, Bavas, Takiris, Memet, Jassim, Sterr, Capek, Ochsendo, Empl, Pfleiderer, Wassermann, Hartmann

Tore: 0:1 Ochsendorf (65.), 0:2 Bavas (90.+3)

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