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Erste Niederlage im Würmtal-Derby: SV Planegg scheitert am Wölfe-Riegel

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Von: Stefan Reich

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Spiegelbild der Partie: Planegg (in Weiß) war öfter am Ball, Gräfelfing ging meist engagierter in die Duelle. In dieser Szene versucht Gräfelfings Deniel Mitrov (l.), Planeggs Tobias Empl den Ball abzujagen.
Spiegelbild der Partie: Planegg (in Weiß) war öfter am Ball, Gräfelfing ging meist engagierter in die Duelle. In dieser Szene versucht Gräfelfings Deniel Mitrov (l.), Planeggs Tobias Empl den Ball abzujagen. Foto: Michael Schönwälder © Michael Schönwälder

Der SV Planegg-Krailling hat im Würmtal-Derby seine erste Saisonniederlage kassiert. Für den TSV Gräfelfing war das 1:0 beim Lokalrivalen der erste Sieg.

Planegg – In der Einordnung des Ergebnisses waren sich die Verantwortlichen nach dem Schlusspfiff nicht ganz einig. „Wir hätten den Sieg aufgrund des Chancenverhältnisses schon verdient gehabt“, fand Planeggs Co-Trainer Andreas Budell, der den krankgeschriebenen Manuel Eisgruber als Chef an der Seitenlinie vertrat. Sein Gegenüber, Gräfelfings Co-Trainer Sven Lechner, der den als Torwart benötigten Coach Sascha Polecki vertrat, war der Meinung: „Der Sieg war nicht unverdient, auch weil wir keine wirklich klaren Torchancen des Gegners zugelassen haben.“

Trotzdem kamen beide in ihrer Analyse des Gesehenen zu einem ähnlichen Resultat: Der SV Planegg-Krailling machte das Spiel, der TSV Gräfelfing ließ es zu. Die Gastgeber spielten gefällig, hatten Chancen, aber kaum gefährliche. Martin Bauer kam in der ersten Hälfte einmal per Kopf nach einer Flanke zum Abschluss, brachte aber nicht genug Druck hinter den Ball. Die zweite Planegger Möglichkeit im ersten Durchgang vergab Christoph Rainer. Die Wölfe dagegen warteten geduldig auf die Gelegenheit, über wenige Stationen vor das gegnerische Tor zu kommen. In der 38. Minute ging der Plan auf.

Gräfelfing, zu diesem Zeitpunkt nach einer Zehn-Minuten-Strafe gegen Thilo Preusse wegen einer Grätsche in Unterzahl, fing nach einem Planegger Vorstoß den Ball ab. Über die rechte Seite gelangte die Kugel zu Felix Domesle. Der setzte sich gegen einen Abwehrspieler durch und behielt dann im direkten Duell mit Planeggs Schlussmann Sven Krost die Nerven.

Im zweiten Durchgang beschränkte sich Gräfelfing dann fast vollständig auf das Verteidigen, zog sich hinten noch enger zusammen. „Wenn man 1:0 führt, kann man rein rechnerisch auch so gewinnen“, kommentierte Sven Lechner das Rezept, das den Unterhaltungswert der Partie nicht gerade steigerte. Planegg startete zwar mit Schwung in den zweiten Durchgang. Doch außer einer weiteren Chance durch Bauer, der in aussichtsreicher Position etwas zu lange zögerte, und einem Vorstoß von Jonas Näther, der aus weniger aussichtsreicher Position abschloss, passierte nicht viel vor dem Tor, das Sascha Polecki fehlerfrei hütete. „Irgendwann fehlte dann auch die Kraft“, sagte Budell.

Lebhaft ging es auf dem Feld und auf den Zuschauerplätzen dennoch zu im derzeit höchstklassigen Würmtal-Derby. Jeweils fünf Gelbe Karten sammelten die Kontrahenten. Die Gräfelfinger haben sie sich mehr für Foulspiele abgeholt, die Planegger vor allem für Beschwerden gegenüber dem Unparteiischen. „Wir haben uns von der Stimmung der Zuschauer gegen den Schiedsrichter etwas zu sehr anstecken lassen“, sagte Budell. Mehrfach war das Planegger Publikum mit Abseitsentscheidungen gegen das Heimteam nicht einverstanden gewesen.

Nach dem Derby haben beide Mannschaften je einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage auf dem Konto. Budell kann mit dem Leistungsstand einigermaßen gut leben. „Unsere Grundordnung hat sich zuletzt deutlich verbessert. Aber der Wille, für den entscheidenden Meter extra in der Offensive, der fehlt noch.“ Lechner dagegen ist hoch zufrieden, vor allem „weil wir so viel besser da stehen als vor einem Jahr. Wir haben bis zu 20 Spieler zur Verfügung und um Simon Edelmann eine echt starke Abwehr.“ Vor einem Jahr hatte der TSV in drei Spielen neun Gegentore kassiert, in dieser Spielzeit bisher eines. (Stefan Reich)

SV Planegg-Krailling – TSV Gräfelfing 0:1 (0:1)

SV Planegg-Krailling: Krost; Empl, Dav. Velickovski, Rainer, Bavas (C), Ojoye, Mehmeti, Näther, Egger, Pfleiderer, Bauer; Dan. Veickovski, Pretzsch, Steber, Popov, Capek

TSV Gräfelfing: Polecki; Edelmann (C), Droubi, Domesle, Gries, Preusse, Huber, Sommer, Mitrov, Wagner, Kreuzer; Sapia, Pranjic, Czychon, Skoric
Tor: 0:1 Domesle (38.)

Zehn-Minuten-Strafe: Preusse (32.)

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