Sehr auffällig spielte Neurieds Nicolas Legrand (l.) gegen Rafail Nikolaou und den SV Planegg.
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Sehr auffällig spielte Neurieds Nicolas Legrand (l.) gegen Rafail Nikolaou und den SV Planegg.

SV-Planegg-Krailling-Coach Lelleck „sehr sauer“

Nicolas Legrand entscheidet Derby zugunsten des TSV Neuried II

  • Michael Grözinger
    vonMichael Grözinger
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Im Würmtal-Derby zwischen dem TSV Neuried II und dem SV Planegg-Krailling hat der Abstiegskandidat über den Aufstiegsanwärter triumphiert.

Neuried/Planegg – Ein klassischer Sieg David gegen Goliath war das 2:0 für Neurieds Coach Maximilian Zgud allerdings nicht. Michael Lelleck war laut eigener Aussage „sehr sauer“, konnte seinen Ärger aber kanalisieren. „Uns hat ein bisschen Spielglück gefehlt“, sagte der Trainer des SV Planegg-Krailling nach der 0:2-Niederlage im Derby beim TSV Neuried II. Spezielle Vorwürfe wollte der Coach des Kreisliga-Titelaspiranten allerdings nicht loswerden, vielmehr sprach er von „vielen falschen Entscheidungen“.

Einen komplett anderen Blick auf die Leistung seiner Mannschaft hatte Neurieds Trainer Maximilian Zgud, der zwar zugab, dass der favorisierte Gast aus Planegg deutlich mehr Ballbesitz gehabt hatte, den Sieg des Schlusslichts am Ende aber trotzdem als durchaus verdient bezeichnete. „Ich habe gesagt, dass wir jeden schlagen können, wenn wir unser Spiel durchziehen, das hat sich jetzt bestätigt“, resümierte der Coach. „Am Schluss haben wir es trotz Unterzahl konzentriert zu Ende gespielt.“ Nicolas Legrand kassierte in der 87. Minute Gelb-Rot nach einem taktischen Foul.

Nicolas Lengrand entscheidet Derby 

Zuvor war der Sechser einer der auffälligsten Neurieder gewesen. Das 1:0 erzielte er selbst, indem er einen Eckball direkt verwandelte (22.), das 2:0 von Jonas Prangenberg kurz nach der Pause bereitete Legrand mit einem Pass in die Schnittstelle vor. Ein Sonderlob von Zgud holte sich der Torschütze des zweiten Treffers ab. Prangenberg habe „sich endlich belohnt, nachdem er zuletzt viel gehadert hat“, so sein Trainer. Lelleck ärgerte sich derweil über die fehlende Schnelligkeit im Kopf seiner Elf beim 0:2. „Im Vorfeld gibt es ein Foul, das der Schiedsrichter nicht pfeift, aber wir bleiben stehen und warten auf den Pfiff“, sagte der Planegger Übungsleiter, der die Leistung der Hausherren anerkannte: „Sie haben es uns schwer gemacht mit ihrer aggressiven Spielweise.“

Auch der SVP hatte Großchancen durch Rafail Nikolaou gleich zu Beginn (Lelleck: „Wenn er trifft, läuft es vielleicht anders“) oder Germain Ojoye beim Stand von 0:2. Ins Neurieder Tor wollte die Kugel nicht. Die Grün-Weißen setzten auf der Gegenseite Nadelstiche, Maximilian Zeller und Marlon Feike ließen Möglichkeiten liegen. Zgud war’s am Ende egal. „Wir haben eine gute Reaktion gezeigt. Das war der erste Schritt von vielen“, sagte er, nachdem sein Team den letzten Tabellenplatz verlassen hatte.

TSV Neuried II –

SV Planegg-Krailling 2:0 (1:0)

TSV Neuried II: Bever; Freytag, Danquah, Colberg (C), Legrand, Aykac, Schneidemann, Feike, Bakalorz, Prangenberg, Vetterl; Adam, Zeller, Szimhardt, Uslu

SV Planegg-Krailling: Karamanovic; Empl, Pfleiderer, Samiei, Pepe, Hartmann, Nikolaou, Bavas, Halfmann, Ojoye, Wassermann (C); Tadic, Velickovski, Yako, Eugenio, Ochsendorf

Tore: 1:0 Legrand (22.), 2:0 Prangenberg (51.)

Gelb-Rote Karte: Legrand/Neuried (86., wdh. Foulspiel)

(MICHAEL GRÖZINGER)

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