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SV Planegg-Krailling: Punktzahl passt, Tabellenplatz nicht

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Von: Michael Grözinger

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Überraschungsmann in der Abwehr: Danny Sturm überzeugte beim SV Planegg-Krailling, bevor er sich für längere Zeit verletzte.
Überraschungsmann in der Abwehr: Danny Sturm überzeugte beim SV Planegg-Krailling, bevor er sich für längere Zeit verletzte. © Dagmar Rutt

Der SV Planegg-Krailling mischt noch im Aufstiegskampf der Kreisliga 2 mit. Trainer Eisgruber ist mit der Punktzahl zufrieden, Tabellenplatz vier schmeckt ihm nicht.

Planegg – Obwohl der SV Planegg-Krailling mit sieben Punkten aus den letzten vier Spielen vor der Winterpause – darunter die abschließende 0:2-Pleite im direkten Duell mit dem FC Neuhadern – nicht ganz in seiner angestrebten Form war, kommt Coach Manuel Eisgruber die Unterbrechung nicht so recht. Denn die Verletzungssorgen wurden zuletzt weniger, außerdem kam Kapitän Stefanos Bavas beim Fußball-Kreisligisten immer besser in Form. Zumindest aber hat der SVP nun ein paar Wochen Zeit, sich zu sammeln, um im neuen Jahr vom aktuellen Tabellenplatz vier aus den Angriff auf die Aufstiegsplätze zu starten.

Noch alles drin für SV Planegg-Krailling in der Kreisliga 2

Noch ist für die Schwarz-Blauen alles drin in der Kreisliga 2. Der Rückstand auf Spitzenreiter FC Wacker beträgt zwar schon zehn Punkte, Neuhadern auf Relegationsplatz zwei ist aber nur fünf Zähler entfernt – und beide haben ein Spiel mehr absolviert als die Planegger. Deshalb hält Trainer Eisgruber auch an seinem Saisonziel fest: „Wir wollen so lange wie möglich um den Aufstieg mitspielen.“

Dafür muss sein Team aber insbesondere gegen die direkten Konkurrenten eine Schippe drauflegen. Denn während sich der SVP gegen die hinter ihm platzierten Mannschaften nur zwei Ausrutscher leistete, konnte er gegen die Top drei bislang erst einen Punkt aus drei Spielen einfahren: Gegen Wacker setzte es ein krachendes 0:4, Neuhadern knöpften die Würmtaler neben der 0:2-Niederlage immerhin noch ein 2:2 im Hinspiel ab. Der drittplatzierten DJK Pasing stand der SVP noch nicht gegenüber.

SV Planegg-Krailling: Ärgerliche Unentschieden gegen schwächere Gegner

Viel mehr als die Punktverluste in den Spitzenspielen ärgern Eisgruber die beiden Remis gegen vermeintlich schwächere Gegner: Jeweils zu Hause kam seine Elf gegen die TSG Pasing (0:0) und den FC Alemannia (1:1) nicht über Unentschieden hinaus. „Die waren sehr, sehr ärgerlich“, resümiert der Coach. Aus den Neuhadern-Spielen hingegen könne sein Team vornehmlich lernen, der 0:4-Packung gegen Wacker kann Eisgruber sogar einiges Positives abgewinnen. „Weil wir als Team zusammengehalten haben“, erklärt er.

Insgesamt ist der 33-Jährige trotz allem zufrieden mit seiner ersten Halbserie an der Hofmarkstraße. „Man darf nicht vergessen: Wir hatten einen Restart nach langer Pause – und dazu einen neuen Trainer“, sagt Eisgruber, dem vor allem der „spielerisch sehr gute“ 5:2-Sieg gegen den FC Anadolu und das Schützenfest beim 12:0 über den Herakles SV („So etwas erlebt man nicht oft“) gefielen.

Kreisliga 2 München: „Vier Teams in einer eigenen Sphäre“

Den Tabellenplatz etwas unterhalb der eigenen Erwartung schreibt Eisgruber vor allem der starken Liga zu. „Vier Teams sind in einer eigenen Sphäre. Wir holen im Schnitt mehr als zwei Punkte pro Spiel – das ist aufstiegsreif.“ Tatsächlich stünde der SVP mit dieser Quote in den beiden anderen Münchner Kreisliga-Staffeln tabellarisch besser da.

Weil sich an der Einteilung aber freilich nichts mehr ändert, bleibt den Schwarz-Blauen nur, an sich selbst zu arbeiten. „Wir sind jetzt ein bisschen im Hintertreffen und müssen in der Vorbereitung vor allem läuferisch etwas machen“, kündigt Eisgruber an. Am 18. Januar will er seine Kicker erstmals nach der Winterpause um sich versammeln – falls die pandemischen Vorgaben es zulassen.

Kreisliga 2: SV Planegg will Jugendspieler schnell in Erste integrieren

2G oder gar 2G-plus wären für den SV Planegg laut Trainer kein Problem. „Wir sind gut durchgeimpft.“ In den Einheiten mit dabei sein sollen auch wieder U19-Jugendspieler. „Wir haben die Jungs bei uns mittrainieren lassen und werden das im Frühjahr weiterführen. Mit dem Ziel, sie im Sommer schnellstmöglich in die Erste zu integrieren“, so Eisgruber.

Ein Fokus könnte in der Vorbereitung auf den U19-Torhütern liegen. „Wir planen sie in den Spielen Richtung Sommer ein“, sagt der SVP-Trainer. Weiterhin sind die Planegger auf dieser Position dünn besetzt und auf der Suche nach Partnern für Keeper Sven Krost. Aber: „Im Winter ist das immer schwierig.“

Die Gewinner des SV Planegg-Krailling in der Hinrunde

Ähnlich kompliziert dürfte sich die Suche nach einem Ersatz für den treffsicheren Bojan Tanev gestalten, der sich Landesligist TSV Gilching anschloss. Torjäger haben die Würmtaler aber auch so im Kader, etwa Patrick Ochsendorf (14 Tore) oder Fabian Egger (5). „Beide haben immer Gas gegeben“, sagt Eisgruber.

Auch die rechte Außenbahn mit Alexandros Takiris in neuer Rolle als Rechtsverteidiger und Flügelspieler Tobias Halfmann bekommen ein Sonderlob. Und Danny Sturm, den „nicht jeder auf dem Zettel hatte“ (Eisgruber), der aber vor seiner Verletzung in der Abwehr einen starken Eindruck hinterließ.
(Michael Grözinger)

Bilanz des SV Planegg-Krailling zur Winterpause

Ausgegebenes Saisonziel: Um den Aufstieg mitspielen (im Soll)
Ziel für die restliche Saison: Um den Aufstieg mitspielen
Bester Torschütze: Patrick Ochsendorf (14 Tore)
Tabelle Kreisliga 2 München

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