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„Jeder ist sich der Lage bewusst“ , sagt Wölfe-Trainer Bernd Gegenfurtner. 

TSV Gräfelfing will über starke Defensivarbeit Kreisliga-Klassenerhalt sicherstellen

Bernd Gegenfurtner: „Jeder ist sich der Lage bewusst“

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 Ohne Mischmaschine und Beton in der Abwehr wird es für den TSV Gräfelfing nicht reichen, den Klassenverbleib in der Kreisliga 2 zu sichern.

Gräfelfing – Den Fußballern des TSV Gräfelfing stehen in der Rückrunde Italienische Wochen bevor. Ohne Mischmaschine und Beton in der Abwehr wird es für die Wölfe nicht reichen, den Klassenverbleib in der Kreisliga 2 zu sichern. „Daran sollte es bei uns nicht mangeln“, sagt Bernd Gegenfurtner. Der TSV-Trainer weiß, dass seine Mannschaft um aufopferungsvolle Maloche in der Defensive nicht herumkommen wird.

Gegenfurtner ist um seine Aufgabe nicht zu beneiden. Seit er an der Hubert-Reißner-Straße für die erste Mannschaft verantwortlich ist, reißt der Exodus an Fachkräften nicht ab. In der Winterpause musste er sich von Belmin Idrizovic (FC Wacker München) und Jose Vieira (Verein nicht bekannt) verabschieden und damit quasi von seiner gesamten Offensive (wir berichteten). 17 der insgesamt 21 Treffer hatte das Duo in der Hinrunde für den TSV erzielt. Es ist nicht das erste Mal, dass der Coach seine Spezialisten für den Angriff verliert. In der vergangenen Saison stand er vor derselben Herausforderung.

Und so klingt seine aktuelle Lösung genauso simpel wie damals: „Dann gewinnen wir die Spiele mit 1:0 statt mit 3:1.“ Gegenfurtner ist kein Überzeugungstäter, sondern reiner Pragmatiker. „Ich muss so spielen, wie das Team es zulässt“, stellt er klar. Filigrane Edeltechniker besitzt er nicht, dafür kann sein Kader jedoch mit emsigen Arbeitstieren dienen, die das Herz am rechten Fleck tragen. „Wir brauchen Leidenschaft“, fordert Gegenfurtner. So ganz scheint diese Erkenntnis aber noch nicht bei seinen Spielern in Fleisch und Blut übergegangen zu sein. Die waren es gewohnt, sich eine Hinrunde lang auf ihre Einzelkönner zu verlassen.

Für den Trainer ist deshalb auch eine andere Mentalität gefragt, um die kommenden Begegnungen erfolgreich zu gestalten. Er ist überzeugt: „Wenn meine Spieler sehen, dass es mehr wert ist, alles zu geben, brauchen wir keine Zauberer.“ Magische Momente erwartet keiner von den Wölfen. Mit 18 Punkten nach 14 Spielen stehen sie momentan sieben Zähler vor der Abstiegszone auf Rang neun. In den verbleibenden zwölf Partien hofft Gegenfurtner, ebenso viele Punkte zu sammeln, um die Relegation oder gar den direkten Abstieg zu vermeiden. „Jeder ist sich der Lage bewusst“, sagt der Übungsleiter. „Keiner ist dabei, der sagt, das wird locker.“

Das Team muss für das Frühjahr fokussiert sein, um die Aufgaben zu meistern. Der 18-köpfige Kader zählt nur 16 Feldspieler. Viel darf also nicht passieren bei einer Mannschaft, die in der Hinrunde mit Florian Holztrattner und Simon Schmidt schon zwei Langzeitverletzte beklagte, die sich beide einen Kreuzbandriss zuzogen. Hinzu kommt, dass Florian Falkenhain nach seinem Wadenbeinbruch in der Sommervorbereitung zurzeit noch mit einer Platte im Fuß spielen muss.

Die Vorbereitung nutzte Gegenfurtner bisher dazu, mit seiner Mannschaft die Abläufe in der Defensive einzustudieren. Kann er auf seine Stammelf zurückgreifen, funktioniert das wie in der ersten Halbzeit gegen Landesligist SC Olching ganz hervorragend, in der die Wölfe dem Favoriten ein 0:0 abrangen. „Wir kriegen unser System jetzt ganz gut hin“, meint der Coach zuversichtlich. Und vorne hilft bei so viel Opferwille bestimmt der liebe Gott.

Vorbereitungsplan

Testspiele: TSV Gräfelfing – ATSV Kirchseeon 2:4, TSV Gräfelfing – BSC Sendling 0:1, TSV Gräfelfing – FC Anadolu Bayern 3:1, TSV Gräfelfing – SC Olching 0:5, TSV Gräfelfing – TSG Pasing 1:1, TSV Gräfelfing – SV Uffing (Sonntag, 1. März, 15 Uhr)

Erstes Pflichtspiel: TSV Gräfelfing – TSV Großhadern (Sonntag, 8. März, 15 Uhr)

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