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Komplizierte Knieverletzung: Abwehrspieler Maximilian Demme (l.) muss noch mehrere Wochen pausieren.

Gegenfurtner-Elf will oben mitspielen

TSV Gräfelfing vor Neuanfang mit gestandenen Spielern

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Der TSV Gräfeling hat nach der abgelaufenen Saison acht Spieler und seinen Trainer verloren. Mit Neu-Coach Bernd Gegenfurtner will der Kreisligist in der kommenden Spielzeit trotzdem im vorderen Tabellendrittel mitspielen.

Der Exodus an Spielern war gigantisch. Gleich acht Fußballer machten im Sommer beim TSV Gräfelfing Schluss. Carlo Schick, Thomas Maier und Alexander Greisel blieben zumindest in der Nachbarschaft und wechselten zum Landesligisten TSV Neuried. An den Starnberger See verschlug es vier Kicker. Ken Weid, Jonas Jäger, Blaz Matisic und Lukas Scharfenberg folgten Trainer Franco Simon, der beim SC Pöcking-Possenhofen ein neues Amt antrat. Immerhin blieb Andreas Gries dem TSV erhalten. Zwar beendete der Routinier seine Karriere, aber er arbeitet weiterhin als Co-Trainer beim Kreisligisten. „Schade“ findet das Bernd Gegenfurtner, denn er könnte den Defensivspezialisten gut auf dem grünen Rasen gebrauchen.

Der Trainer hatte in den vergangenen Wochen alle Hände voll zu tun, um die gewaltigen Lücken in seinem Kader wieder halbwegs aufzufüllen. Eine echte Hilfe war ihm dabei Stefan Schmidt. Der Abteilungsleiter ließ keinen Wunsch seines Trainers offen und verpflichtete gestandene Spieler, die das Niveau für die Liga schon nachgewiesen haben. „Ein großes Lob an ihn“, bedankte sich Gegenfurtner bei seinem Boss.

Da die Ablösesummen aus Neuried gutes Geld in die Gräfelfinger Kasse spülten, war es kein Problem, von der SpVgg Thalkirchen Andreas und Christian Karg ins Würmtal zu lotsen. Mit Milan Osmanovic kehrte ein alter Bekannter von der SpVgg Feldmoching in den Wolfsbau zurück. Der Mittelfeldspieler hatte schon einmal das Trikot des TSV getragen, als Robert Rakaric noch die Mannschaft betreute. Mit Ivan Crnac holten die Gräfelfinger einen weiteren Spieler für die Offensive. Aus der eigenen Reserve rückte Ante Popic nach, während Marvin Sommer von der eigenen A-Jugend kommt. Da Maximilian Demme wegen einer komplizierten Knieverletzung, die er in der vergangenen Runde im Spiel gegen Hellas München erlitten hat, in den nächsten Wochen weiter pausieren muss, ist Gegenfurtner gezwungen, das Spielsystem seiner Elf zu modifizieren. In der vergangenen Saison war die Defensive noch das Glanzstück des TSV. Das ist jetzt nicht mehr so. Christian Karg und Milan Osmanovic räumen auf der Sechs zwar mächtig ab, aber sie sind keine geschulten Verteidiger. „Wir werden versuchen, ein Stück weit offensiver zu spielen“, kündigt der Coach deshalb in Zukunft mehr Spektakel an. In Philip Sterr, der bisher ordentlich mittrainierte, und Andreas Karg besitzt er zwei gefährliche Angreifer. Karg hat in der vergangenen Saison für Thalkirchen 14-mal ins Schwarze getroffen, Sterr in der vorletzten Spielzeit 30 Tore erzielt. Harmonieren die beiden miteinander, werden sie nur schwer zu stoppen sein.

Anders wird es schwer werden, die eigenen Ziele zu verwirklichen. „Wir wollen im vorderen Tabellendrittel mitspielen“, verkündet Gegenfurtner den eigenen Anspruch. Eine Bedingung wird sein, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Trainerteam und der Abteilungsleitung weiterhin so reibungslos funktioniert wie in den vergangenen Wochen. „Es muss wieder Ruhe einkehren“, fordert der Trainer. Es soll weniger geredet und mehr gearbeitet werden. Vielleicht macht ja Stefan Schmidt dort weiter, wo er in der Sommerpause angefangen hat. Dann kann es in der kommenden Saison durchaus wieder etwas werden bei den Wölfen.

Vorbereitungsprogramm

Testspiele: 2:2 gegen TSV Turnerbund München; : gegen FC Deisenhofen U23; Sonntag, 5. August, 15 Uhr bei der TSG Pasing; Sonntag, 12. August, 15 Uhr, bei der SpVgg Erdweg
Saisonstart: Sonntag, 26. August, 15 Uhr daheim gegen SC München

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