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Torschütze zum 2:2: Philip Sterr (r.) erzielte den wiederholten Gräfelfinger Ausgleich.

Umkämpftes 3:2 gegen den SC München

Gräfelfings Offensive richtet’s

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Die Taktik des TSV Gräfelfing ging voll auf: So lange der Angriff am Ende ein Tor mehr erzielt als der Gegner, darf die eigene Abwehr patzen. Und so glückte zum Auftakt gegen den SC München ein 3:2-Sieg.

Als sich der Abend senkte, befanden sich die Gräfelfinger Kicker in bester Feierabendstimmung. „Die haben sich alle ein Bier verdient“, sagte Bernd Gegenfurtner. Mit dem 3:2 über den SC München feierte der Trainer der Wölfe einen perfekten Saisonstart. Dabei hatte sein Team zweimal zurückgelegen. „Die Einstellung war echt gut“, lobte der Coach seine Mannschaft.

Dass es im ersten Spiel der Runde nur über den Willen gehen würde, war den Wölfen bewusst gewesen. Gegenfurtner hatte insgesamt vier Spieler ersetzen müssen, von denen die meisten gelernte Defensivspezialisten sind. Dass es hinten bisweilen knirschen und auch krachen konnte, hatte der Trainer einkalkuliert. Und so richtete der Rückstand durch Moritz Geiger aus der 36. Minute nicht so viel Schaden an. „Die Aktion war schwer zu verteidigen“, meinte er und machte Markus Kaintzyk keinen Vorwurf, der zuvor mit dem Torschützen in ein direktes Duell verwickelt gewesen war.

Wie schon in der Vorbereitung suchte der TSV sein Heil in der Offensive. Die kam lange nicht richtig in Schwung. „Der letzte Zug zum Tor hat gefehlt“, monierte Gegenfurtner. Kurz vor der Pause war es dann aber so weit: Eine wunderbare Stafette über Alexander Schmidt, Milan Osmanovic und Maximilian Betz schloss Andreas Karg mit seinem ersten Pflichtspieltor für den TSV ab. Als Münchens Jonas Kratzer sechs Minuten nach Wiederbeginn einen Foulelfmeter gegen Marvin Sommer herausholte und Geiger das Geschenk kompromisslos nutzte, war der Gräfelfinger Angriff wieder gefordert. Nach einem schönen Flankenlauf über außen erzielte Philip Sterr den erneuten Ausgleich.

Tor Nummer drei war dann das Schmankerl des Tages: Betz, der eigentlich in die Dreierkette beordert worden war, fasste sich ein Herz und schloss einen Vorstoß mit einem wunderbaren Schlenzer aus 16 Metern in den gegnerischen Giebel ab. „Die Nudel trifft er nicht immer so“, war sich Gegenfurtner sicher. Egal, das Tor taugte als krönender Abschluss einer entschlossenen Aufholjagd. Gegenfurtner: „Die Rückstände immer wieder aufzuholen, war ganz wichtig.“

TSV Gräfelfing – SC München 3:2 (1:1)

TSV Gräfelfing: Polecki; Sommer, C.Karg, Kaintzyk (C), A.Karg, Forster, Jesswein, Betz, A.Schmidt, Osmanovic, Sterr; S.Schmidt, Schachtner, Kollo

Tore: 0:1, 1:2 Geiger (36., 51./FE), 1:1 A.Karg (39.), 2:2 Sterr (66.), 3:2 Betz (86.)

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