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Bann gebrochen: Lasse Wippert nutzte vier Minuten vor der Pause die vierte gute Chance des TSV Neuried zum 1:0.

Effizienz entscheidet

Torschusstraining des TSV Neuried trägt Früchte - Hoher Sieg über FC Anadolu

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Ungewohntes Bild beim TSV Neuried: Das Team zeigt endlich die so oft vermisste Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, während Gegner FC Anadolu seine Chancen nicht nutzt.

Neuried – Die mangelnde Chancenverwertung hat sich bislang wie ein Roter Faden durch die Saison des TSV Neuried gezogen. Bei MTV Berg (1:2) und FC Hertha München (2:2) hatte die Abschlussschwäche den TSV bereits Punkte gekostet. Coach Maximilian Reid intensivierte daraufhin das Torschusstraining. Es scheint zu fruchten, denn der sonntägliche 4:1-Sieg beim FC Anadolu Bayern kam vor allem durch die größere Effektivität der Neurieder zustande. „Wenn du die Tore vorne nicht machst, kriegst du sie hinten. Diesmal war die alte Fußballweisheit auf unserer Seite“, sagte Reid.

Hundertprozentig zufrieden mit dem Abschlussverhalten seiner Mannschaft konnte Reid jedoch nicht sein. Im ersten Durchgang ließ Neuried zunächst einige gute Möglichkeiten liegen. „Die erste Halbzeit geht klar an uns. Da hat Anadolu nicht stattgefunden. Aber wir brauchen zu viele Chancen, um das erste Tor zu machen“, so Reid. Patrick Gegenbauer und zweimal Thomas Maier vergaben in aussichtsreicher Position. Erst kurz vor der Pause brach Lasse Wippert den Bann (41.).

Von Anadolu war in den ersten 45 Minuten nichts zu sehen, nach dem Seitenwechsel trat der Gastgeber aber druckvoller auf. Der FC stand nun etwas höher, was reichte, um die Neurieder aus dem Konzept zu bringen. Die Gäste wählten nun häufig den langen Ball im Aufbauspiel, was mangels Zielspieler wenig einbrachte. „Wir sind eine technisch geprägte Mannschaft. Die hohen Bälle sind nicht unsere Sache“, sagte Reid. „Wir sind nervös geworden. Man darf nicht vergessen, dass wir eine junge Mannschaft sind. Wir haben noch viel zu lernen.“

Der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten: Einen Neurieder Ballverlust nutzte Yusuf Abdulhalim Rubeya zum 1:1 (52.). Da der TSV nun die Bälle zu leicht hergab, entstand eine Drangphase Anadolus. Bei einem Lattentreffer des FC hatte Neuried Glück, einmal bewahrte Keeper Konstantin Kühnle sein Team vor dem Rückstand. Die Gäste traten offensiv lange nicht in Erscheinung, schlugen aber kurz vor Schluss aus dem Nichts zu – und das gleich dreifach. Carlo Schick köpfte nach einer Ecke von Florian Kröss zum 2:1 ein (87.). 60 Sekunden später legte Wippert quer auf Finn Krüger, der nur noch einschieben musste. In der Nachspielzeit verwandelte Kevin Negret noch einen Foulelfmeter zum 4:1, nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung. „Kevin als Joker – das funktioniert“, sagte Reid. Bereits eine Woche zuvor beim 5:2 gegen den FC Kosova München hatte Negret drei Minuten nach seiner Hereinnahme getroffen.

na


STATISTIK

FC Anadolu Bayern – TSV Neuried 1:4 (0:1)

TSV Neuried:  Kühnle (C); Hessenberger, Mühlegg, Schick, Greger, Gegenbauer, Maier (75. Kaltenecker), von Schlippe, Kröss, Nitzl (59. Krüger), Wippert (88. Negret)

Tore: 0:1 Wippert (41.), 1:1 Abulhalim Rubeya (52.), 1:2 Schick (87.), 1:3 Krüger (88.), 1:4 Negret (90.+3/FE)

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