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TSV Neuried: Diesmal macht’s der jüngere Pösl

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Matchwinner: Marius Pösl erzielt das goldene Tor beim 1:0-Erfolg des TSV Neuried.
Matchwinner: Marius Pösl erzielt das goldene Tor beim 1:0-Erfolg des TSV Neuried. © dagmar rutt (archiv)

Der TSV Neuried setzt seine Erfolgsserie fort und schiebt sich an die Tabellenspitze. Nach Roman Pösl in der Vorwoche avanciert diesmal dessen Bruder Marius zum Matchwinner.

Neuried – Das 1:0 war in den vergangenen Jahren nicht gerade ein typisches Neuried-Ergebnis. Die Grün-Weißen geizten oftmals nicht mit Toren, blieben aber auch selten ohne Gegentreffer. In dieser Saison hat das Team der beiden Trainer Maximilian Zgud und Josip Hrgovic nun aber bereits zum zweiten Mal in Folge mit 1:0 gewonnen. Nach dem „dreckigen Sieg“ (Zgud) gegen den SV Neuperlach München in der Vorwoche setzte sich der Bezirksligist am Sonntag mit dem gleichen Ergebnis auswärts gegen den FC Hertha München durch.

TSV Neuried: Chancenverwertung noch ausbaufähig

Zgud zeigte sich hinterher sehr zufrieden über den vierten Sieg im sechsten Saisonspiel, der sich angesichts der Neurieder Überlegenheit allerdings das Prädikat „dreckig“ etwas weniger verdient hatte als eine Woche zuvor. Das Ergebnis hätte für ihn aufgrund der zahlreichen Tormöglichkeiten durchaus etwas höher ausfallen dürfen. „Die Chancenverwertung ist das einzige, was ich der Mannschaft ankreiden muss. Wenn wir früher das zweite Tor machen, haben wir Ruhe.“ Dass die Mannschaft aber das knappe Ergebnis gegen am Ende alles nach vorne werfende Herthaner über die Zeit brachte und im Spiel gegen den Ball erneut die richtige Mentalität zeigte, stimmte den TSV-Coach positiv: „Wir haben auf einem schwer bespielbaren Rasen alles reingehauen und im Verbund sehr gut verteidigt.“

Im ersten Durchgang erarbeiteten sich die Gäste ein Übergewicht, erspielten sich aber noch wenige klare Tormöglichkeiten. Einem Torerfolg am nächsten kam nach etwas mehr als einer halben Stunde Maximilian Demmer, der nach einer Freistoßflanke am Pfosten scheiterte. Kurz nach dem Seitenwechsel war es dann Youngster Marius Pösl, der bei seinem ersten Startelfeinsatz in der laufenden Saison den Knoten löste (48.). Er verwertete ein Zuspiel seines älteren Bruders Roman, dem in der Vorwoche der Siegtreffer geglückt war. „Eine Pösl-Pösl-Kopruduktion“, jubelte Zgud über den Treffer der beiden Brüder. Anschließend wurden Maximilian Schwahn zwei Tore wegen einer vermeintlichen Abseitsposition aberkannt, wobei laut dem TSV-Coach zumindest eine der beiden Entscheidungen fragwürdig war. „Das ist bitter für ihn, aber er arbeitet super für die Mannschaft, und wird bestimmt auch bald wieder seine Kisten machen.“

Zgud: „Woche für Woche gut arbeiten“

Da sie auch in der Schlussphase klare Chancen nicht verwerteten, mussten die Grün-Weißen bis zum Ende zittern, ließen aber nichts mehr anbrennen und setzten damit ihren erfolgreichen Saisonstart fort. Mit nun 13 Punkten nach sechs Spielen schiebt sich der TSV Neuried vorerst an die Tabellenspitze der Bezirksliga Süd, punktgleich mit dem überraschend starken Aufsteiger VfL Denklingen, der zudem noch ein Spiel weniger absolviert hat. „Das ist eine sehr schöne Momentaufnahme. Aber wichtig ist, dass wir weiterhin Woche für Woche gut arbeiten“, so Zgud, dessen Team am kommenden Sonntag um 14 Uhr den Vorjahreszweiten 1. FC Penzberg empfängt.

FC Hertha München – TSV Neuried 0:1 (0:0)

TSV Neuried: Kühnle (C); Nitzl, M. Ralic, Demmer, Greger, P. Gegenbauer, Wippert (68. Orlando), R. Pösl (62. Einloft), Schwahn, Legrand (46. M. Kriebel), M. Pösl (78. Kurras)

Hertha: Kuntz; Köhler, Preintner, Blaß (60. Edebiri), Pichler (60. Korkmaz), Briones-Montoya, F. Rizzo, Freckmann, Storch (C), Weiss (77. Mbakok), N. Rizzo (77. Januzi)

Tore: 0:1 M. Pösl (48.)

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