Ein konkretes Saisonziel gibt Trainer Mathieu Jerzewski nicht vor. Allerdings will er von seinen Futsalern in jedem Spiel absoluten Siegeswillen sehen.
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Ein konkretes Saisonziel gibt Trainer Mathieu Jerzewski nicht vor. Allerdings will er von seinen Futsalern in jedem Spiel absoluten Siegeswillen sehen.

Futsaler starten in die Saison

TSV-Neuried-Coach Mathieu Jerzewski fordert „Gier nach Siegen“

  • VonTobias Empl
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Mit einem kaum veränderten Kader starten die Futsaler des TSV Neuried am Sonntag in die neu formierte Regionalliga Süd. Der erste Gegner ist ein unbeschriebenes Blatt.

Neuried – Es geht wieder los. Die Fußballer des TSV Neuried sind bereits seit längerem in die neue Saison gestartet, an diesem Wochenende sind auch die Futsaler an der Reihe. Das Team von Trainer Mathieu Jerzewski trifft am Sonntag in der Regionalliga Süd auf den ASC Neuenheim (Am Sportpark, 15.30 Uhr).

Während die Saison 2020/21 coronabedingt endete, bevor sie so richtig begonnen hatte, hoffen alle Beteiligten nun wieder auf einen geregelten Spielbetrieb. Doch trotz des Saisonabbruchs hat sich im Vergleich zur Vorsaison einiges getan: Die Mannschaften mit dem besten Punkteschnitt in den wenigen absolvierten Partien stiegen in die neu gegründete Futsal-Bundesliga auf (TSV Weilimdorf, 1.FC Penzberg, Stuttgarter Futsal Club über die Relegation). Die Regionalliga Süd ist seitdem nicht mehr die höchste, sondern zweithöchste deutsche Spielklasse und besteht künftig statt aus 13 wieder aus zehn Mannschaften.

Jerzewski: „Ich rechne mit einer sehr ausgeglichenen Liga“

TSV-Trainer Jerzewski hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er einen Sprung in die Bundesliga für utopisch hält und seine Mannschaft in der Regionalliga gut aufgehoben sieht. „Mit Sicherheit wird sich jedes Team verstärkt haben, um sich in der Regionalliga behaupten zu können. Ich rechne mit einer sehr ausgeglichenen Liga“, kündigt er vor dem Start an. Aufstiegsfavoriten sind für ihn der Nachbar Beton Boys München sowie der SSV Jahn Regensburg. „Es wäre eine große Überraschung, wenn nicht beide beziehungsweise eines der beiden genannten Teams oben mitspielen würde.“ Für die eigene Mannschaft hat Trainer Mathieu Jerzewski dagegen kein konkretes Saisonziel ausgegeben. Er fordert lediglich „die absolute Gier nach einem Sieg im jeweils kommenden Spiel“.

Zwar haben seine Spieler seit dem 11. Oktober 2020 und somit fast ein Jahr lang kein Pflichtspiel mehr bestritten, untätig waren sie seitdem aber nicht. „Wir haben durchgehend Training angeboten, im Zeitraum April bis Juli oftmals Individualtraining, stets nach den bestehenden Corona-Regeln. Das war eine gute Möglichkeit für die Spieler, an Schwächen zu arbeiten und ihre Technik gezielt zu verbessern“, berichtet Jerzewski. Vor gut einem Monat startete dann das Mannschaftstraining, und die Fitness der Mannschaft wurde langsam wieder auf Regionalliga-Niveau angehoben. „Es ist gut, dass nach so langer Abstinenz die Möglichkeit gegeben war, in Ruhe zu beginnen und nach und nach den Motor hochzufahren. Von der Belastungsgestaltung her haben wir bislang alles richtig gemacht. Kein Spieler hatte mit möglichen Überlastungserscheinungen zu kämpfen“, betont der diplomierte Sportwissenschaftler.

Wahlhelfer Anton Smolniakov fehlt beim Auftakt

Im Kader der Grün-Weißen hat sich im Vergleich zur Vorsaison nicht allzu viel getan. Abgänge gibt es keine, mit Alejandro José Lopez Hernandez vom TSV 1860 München steht bisher erst ein Neuzugang fest. Allerdings befinden sich einige aussichtsreiche Kandidaten im Probetraining. „So wie es aussieht, können wir bald weitere Neuzugänge einplanen“, kündigt Jerzewski an.

Beim Spiel am Sonntag wird Anton Smolniakov fehlen, da er als Wahlhelfer im Einsatz ist. Zudem sind Julian Briones-Montoya und Mojtaba Mirzai noch nicht wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. „Sie brauchen noch Zeit, bis sie uns vollumfänglich helfen können. Wir haben Geduld und freuen uns auf ihre baldige Rückkehr“, so der TSV-Coach.

Der erste Gegner am Sonntag, ASC Neuenheim, ist ein für die Neurieder gänzlich unbeschriebenes Blatt. Das Team aus dem Ortsteil von Heidelberg schaffte vor einem Jahr den Sprung in die Regionalliga, musste aber bis zum Saisonabbruch drei Niederlagen hinnehmen. Um mit einem Sieg zu starten, erwartet Jerzewski vier Dinge: „Mentalität, Fokus auf das eigene Spiel und absoluter Teamspirit. Und vor allem das Spielsystem so umzusetzen, wie es eingeimpft wurde.“ (Tobias Empl)

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