Eine enorme Veränderung hat Neurieds Trainer Mathieu Jerzewski in der Regionalliga Süd festgestellt. 
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Eine enorme Veränderung hat Neurieds Trainer Mathieu Jerzewski in der Regionalliga Süd festgestellt. 

Vor Auftakt der Regionalliga-Saison

TSV Neuried-Futsal: Mathieu Jerzewski richtet den „Fokus nach oben“ 

  • vonTobias Empl
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Vieles ist nach Corona neu in der Futsal Regionalliga. Nach dem Saisonabbruch warten auf den TSV Neuried zwei Einfachrunden. Der Blick soll nach oben gehen.

Neuried – Zum Auftakt der neuen Saison trifft die erste Futsal-Mannschaft des TSV Neuried am Sonntag (15.30 Uhr) auf den FC Deisenhofen – einen aus zahlreichen Duellen in den vergangenen Jahren bestens bekannten Gegner. Davon abgesehen ist vor der dritten Regionalliga-Spielzeit der Würmtaler Spitzenfutsaler jedoch wenig beim Alten geblieben.

TSV Neuried-Futsal: Jerzewski sieht „enorm“ veränderte Liga - Teams werden professioneller

Die Regionalliga Süd wurde im Zuge des Saisonabbruchs von zehn auf 13 Mannschaften aufgestockt: Der Abstieg wurde ausgesetzt, neu hinzu kamen die Aufsteiger Beton Boys aus München, ASC Neuenheim und Futsal Club Stuttgart. Unabhängig vom Ausbruch der Corona-Pandemie wäre die anstehende Spielzeit ohnehin eine besondere gewesen, denn ab der Saison 2021/22 soll es in Deutschland erstmals eine Futsal-Bundesliga geben. „Enorm“ habe sich die Liga verändert, findet Neurieds Trainer Mathieu Jerzewski, der zudem feststellte, dass die ambitioniertesten Mannschaften „neue Maßstäbe“ setzen. Er vermutet: „Einige Teams setzen alles daran, sich in allen Bereichen professionell aufzustellen, um die Chance auf die Qualifikation zur Bundesliga zu haben.“ In den vergangenen drei Jahren gewann Serienmeister TSV Weilimdorf bis auf ein Unentschieden alle Ligaspiele, diesmal erwartet Jerzewski jedoch ein spannenderes Titelrennen. Er betont: „Eine wiederholt souveräne Saison des TSV Weilimdorf ist sehr unwahrscheinlich.“

TSV Neuried-Futsal:  „Wir wollen uns in der Regionalliga Süd etablieren“

Für Neuried ist die Futsal-Bundesliga derzeit kein realistisches Ziel, oben mitspielen möchte man trotzdem. Um eine Mammut-Saison zu verhindern, wird die Liga nach der Hinrunde in eine Meisterrunde der ersten sechs Teams und eine Abstiegsrunde der übrigen sieben Mannschaften geteilt, wobei die zuvor erspielten Punkte mitgenommen werden. Das Ziel ist für Jerzewski klar: „Wir wollen uns in der Regionalliga Süd etablieren. Dementsprechend richtet sich unser Fokus nach oben, sprich Top sechs nach der Vorrunde.“

TSV Neuried-Futsal: Kader breiter aufgestellt - „So haben wir deutlich mehr Möglichkeiten “

In den vergangenen Jahren konnte Neuried aufgrund des dünn besetzten Kaders Ausfälle kaum kompensieren. Zwar hat Luis Gutierrez den Verein aus privaten Gründen ebenso verlassen wie Srecko Miskovic (wechselt zu Aufsteiger Beton Boys München), dafür fanden vier Neuzugänge den Weg in den Neurieder Sportpark. „So haben wir deutlich mehr Möglichkeiten als zum Ende der abgelaufenen Saison“, sagt Jerzewski. Der technisch beschlagene Nikola Sirovec (25) ist im Würmtal vor allem aufgrund seiner Vergangenheit als Fußballer bekannt, schnürte er doch sowohl für den SV Planegg-Krailling als auch für den TSV Neuried die Stollenschuhe und war Teil der Neurieder Mannschaft, die 2017 den Landesliga-Aufstieg feierte. Hinzu kommen der ebenfalls fußballerfahrene und laut Jerzewski in den Zweikämpfen sehr robuste Anton Smolniakov (29, von Kreisklassist SC Amicita) sowie die jungen Artem Burdman (18) und Mojtaba Mirzai (19), von denen sich der TSV-Coach „Dynamik und Leidenschaft“ erhofft.

Wie weit Jerzewskis Mannschaft bereits ist, ist allerdings schwer einzuschätzen. Erst vor drei Wochen begann die offizielle Saisonvorbereitung, ein Testspiel wurde noch nicht absolviert. (TOBIAS EMPL)

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