Im Hinspiel vor gut einem Jahr setzten sich die favorisierten Planegger um Toptorjäger Patrick Ochsendorf (r.) mit 4:1 gegen Ferdinand Vetterl, Jonathan Schneidemann (v.l.) und die übrige Neurieder Reserve durch.
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Im Hinspiel vor gut einem Jahr setzten sich die favorisierten Planegger um Toptorjäger Patrick Ochsendorf (r.) mit 4:1 gegen Ferdinand Vetterl, Jonathan Schneidemann (v.l.) und die übrige Neurieder Reserve durch.

Würmtal-Derby zwischen Neuried II und SVP steht an

Derby der Gegensätze zwischen TSV Neuried II und SV Planegg-Krailing

  • Michael Grözinger
    vonMichael Grözinger
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Das Würmtal-Derby in der Kreisliga 2 München steht auf dem Plan. Der SV Planegg-Krailing gastiert bei der Neurieder Reserve am Sportpark.

Neuried/Planegg – Die Vorzeichen könnten kaum eindeutiger sein, wenn am Samstag in Neuried das erste Würmtal-Derby des Jahres in der Kreisliga steigt (16.30 Uhr, Am Sportpark). Die gastgebende TSV-Reserve rutschte am vergangenen Spieltag auf den letzten Tabellenplatz ab, Gegner SV Planegg-Krailling steckt als Zweitplatzierter mittendrin im Titelkampf. Entsprechend gibt Neurieds Trainer Maximilian Zgud zu, „dass Planegg ein bisschen die Nase vorn hat“. Der 29-Jährige weiß allerdings auch um die Stärken seiner Elf, die er seit dem Sommer betreut, und gibt sich kämpferisch: „Fakt ist: Wir haben gezeigt, dass wir mit jedem Gegner mithalten können, wenn wir unsere Leistung abrufen und unser Spiel durchziehen.“

SV Planegg-Krailing geht mit 15 Spielern ins Derby

Das hat sich über die Gemeindegrenze hinaus bis nach Planegg herumgesprochen. „Mit ihrem neuen Trainer sind sie in bessere Fahrwasser gekommen“, sagt SVP-Coach Michael Lelleck, dem vor allem die Dichte an jungen Neurieder Talenten imponiert. Personell muss sich der Aufstiegsaspirant freilich keineswegs verstecken. Lelleck betont seit Wochen, dass er selten eine solch luxuriöse Kadersituation hatte. Für Samstag fallen zwar Verteidiger Dominik Lovric (Quarantäne) und die Mittelfeldspieler Massimiliano d’Amato (krank) sowie Muhammad Korodowou (angeschlagen) aus, trotzdem mangle es nicht an Qualität. Planeggs Trainer stehen 15 Spieler zur Verfügung.

Auch bei den Grün-Weißen ist die Ausgangslage komfortabel. Nicolas Legrand ist von seiner Aushilfe im Bezirksliga-Team zurück, eventuell bringt er den einen oder anderen Spieler aus der Ersten als Verstärkung gleich mit. „Der Kader ist diesmal auf jeden Fall keine Ausrede“, sagt Zgud schmunzelnd, der darüber hinaus wohl auf das gleiche Personal zurückgreifen kann wie bei der 1:3-Niederlage in der Vorwoche gegen Laim. Wenn es nach dem Coach geht, sollte sich die Neurieder Leistung anders als der Kader allerdings deutlich verändern. „Gerade auch im Bereich Körpersprache und Mentalität“, betont Zgud, der den jüngsten Auftritt seines Teams als „nicht kreisligatauglich“ bezeichnete.

TSV Neuried will in der Kreisliga bleiben, Planegg in die Bezirksliga

Im Gegensatz zum TSV, der in den kommenden Monaten alles dafür tun wird, auch in der kommenden Saison dieser Spielklasse anzugehören, wollen die Planegger endlich raus da. Der Bezirksliga-Aufstieg ist das Ziel. Daher sei es essenziell, so Lelleck, „bis zur Winterpause oben dranzubleiben – wenn die Spiele im November wegen Corona überhaupt noch stattfinden“. Für den SVP ist das Derby die vorletzte Standortbestimmung vor den womöglich vorentscheidenden Duellen gegen die direkten Konkurrenten TSV Großhadern (1.) und FC Neuhadern (3.), zwischendrin steht nur noch das Ligapokal-Spiel gegen den SC München in einer Woche auf dem Programm.

Richtige Derbystimmung wollte bei den Kontrahenten unter der Woche übrigens keine aufkommen. „Das war früher brisanter“, findet Lelleck, der dennoch zugibt, dass es um „ein bisschen Prestige“ gehe. Auch Zgud, für den es das erste Würmtal-Derby als Trainer ist, beobachtete nur „einen Tick mehr“ Motivation bei seinen Spielern. Ihn selbst, der als ehemaliger 1860-Jugendcoach aus Duellen mit dem FC Bayern eine andere Rivalität gewohnt ist, berühre das kaum.

(MICHAEL GRÖZINGER)

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