„Das tut weh“, sagt Maximilian Zgud über die 1:3-Niederlage gegen den SV Laim. Dennoch würde der Trainer des TSV Neuried II einen Dreier im Duell mit Laim nicht gegen der Derbysieg über Planegg eintauschen. 
+
„Das tut weh“ , sagt Maximilian Zgud über die 1:3-Niederlage gegen den SV Laim. Dennoch würde der Trainer des TSV Neuried II einen Dreier im Duell mit Laim nicht gegen der Derbysieg über Planegg eintauschen. 

Trainer Zgud versucht seine Spieler fit zu halten

TSV Neuried II trotz Derbysieg tief im Abstiegskampf 

  • Michael Grözinger
    vonMichael Grözinger
    schließen

Der TSV Neuried steht auf dem vorletzten Tabellenplatz. Trainer Zgud ist aber optimistisch mit seinem Team noch den Klassenerhalt zu schaffen.

Neuried – Zwischen Heiligabend und Neujahr hat Maximilian Zgud seinen Fußballern freigegeben. Darüber hinaus ist der Trainer von Kreisligist TSV Neuried II aber sehr darauf bedacht, dass sich seine Spieler in der bereits dritten langen Pause der Corona-Saison 2019/21 möglichst fit halten. „Ich habe ihnen Stabi- und Laufpläne gegeben“, teilt Zgud mit. Gemeinsam mit Co-Trainer Florian Adam überprüft er die Einhaltung mittels Screenshots, die die Spieler in ihren Sport-Apps am Smartphone machen und zusenden müssen. „Bislang machen sie es sehr gut“, sagt Zgud.

An der Fitness sollte das Projekt Klassenerhalt also nicht scheitern, wenn im Frühjahr irgendwann wieder gespielt werden darf. Aktuell hat der Bayerische Fußball-Verband (BFV) seine Spielpläne an einem Restart Anfang März ausgerichtet. Auch wenn sich Zgud unsicher ist, dass dieser Termin gehalten werden kann, bereitet er sein Team auf einen Trainingsauftakt Anfang Februar vor. Sicher ist sicher, zocken kommt für den TSV in seiner derzeitigen Lage nicht infrage. Die Neurieder Reserve steht auf einem direkten Abstiegsplatz, das rettende Ufer ist bereits neun Punkte entfernt. Nur der SV Akgüney Spor hat weniger Zähler auf dem Konto. Immerhin zu den Relegationsrängen haben die Grün-Weißen Tuchfühlung: Der MTV 1879 München ist punktgleich, der SV Lochhausen hat drei Zähler mehr. Die direkten Duelle dürften im Frühjahr die Big-Point-Spiele für Neuried werden.

Kellerduelle zum Restart für den TSV Neuried II

Und die stehen unmittelbar nach der Winterpause an: Akgüney Spor, Lochhausen und MTV heißen die ersten drei Gegner. „Wenn wir da sechs von neun Punkten holen, sind wir gut dabei. Wenn wir neun von neun holen, sind wir voll dabei“, rechnet Zgud vor. Dann wäre auch der direkte Klassenerhalt wieder denkbar. „Unser Minimalziel ist ein Relegationsplatz. Das haben wir noch lange nicht in der Tasche, im Gegenteil: Wir müssen noch einen drauflegen“, verkündet der Trainer.

Dass sein Team dafür das Potenzial hat, bewies es im letzten Ligaspiel vor der Winterpause. 2:0 gewann der TSV das Derby gegen Aufstiegsanwärter SV Planegg-Krailling – „verdient“, wie Zgud sagt. Er ergänzt: „Das war wichtig für den Kopf.“ Allgemein ist er mit der Entwicklung der Mannschaft seit seiner Amtsübernahme im Sommer zufrieden. „Eine Zielsetzung war, wieder ein Team aufzubauen, das füreinander kämpft. Das haben wir geschafft.“ Auch mit der sportlichen Bilanz kann der 29-jährige Coach leben. Vier Punkte waren der Ertrag aus vier Kreisliga-Spielen gegen durchaus namhafte Gegner im Herbst. Neben dem Derbysieg brachte das 0:0 gegen N.K. Hajduk München Zählbares ein. Dazu setzte es zwei Niederlagen gegen Spitzenreiter TSV Großhadern (1:4) und den SV Laim (1:3). Letztere Pleite gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf „tut weh“, so Zgud. „Da hatten wir ein Überflieger-Gefühl aus den Vorwochen. Das hat uns nicht gutgetan.“ Kurz zuvor hatte Neuried im Ligapokal den SV Lochhausen geschlagen (2:1) und Topteam FC Neuhadern einen Punkt abgetrotzt (2:2).

Der TSV Neuried hat keine Angst vor den besten Mannschaften der Liga

Generell gab die TSV-Reserve in Duellen mit den vermeintlich besten Mannschaften stets eine gute Figur ab. „Ich hoffe, dass uns in der restlichen Saison nicht nur die Großen liegen“, sagt Zgud lachend. Entschieden wird der Abstiegskampf wohl eher in den direkten Duellen im Tabellenkeller. Unter anderem Neuzugang Lorenzo Kurras soll dafür sorgen, dass es auch da klappt. Der 30-jährige Stürmer „wird uns mit seiner Erfahrung gut tun. Er hat auf jeden Fall Kreisliga-Niveau“, betont Zgud. Kurras wechselt von C-Klassist U.S. Meroni-Itel ins Würmtal. Er soll den Abgang von Offensivspieler Yusuf Aykac (21) kompensieren, der sich Großhadern anschließt. Zudem beendet Neurieds Verteidiger Gabriel Freytag, ebenfalls 21, seine Fußballkarriere bereits in jungen Jahren gesundheitsbedingt. (Michael Grözinger)

Bilanz zum Jahresende

Ursprüngliches Saisonziel: Klassenerhalt (nicht im Soll)

Vorgabe aus der Winterpause 19/20: Klassenerhalt (nicht im Soll)

Ziel für die restliche Saison: Klassenerhalt

Bester Liga-Torschütze: Dominik vom Hau (5 Tore)

Stand im Ligapokal: Zweiter in Vierergruppe, nächste Spiele noch nicht bekannt

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare