Ein Profiteur der angespannten Neurieder Personalsituation könnte A-Junior Marius Pösl (r.) sein.
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Ein Profiteur der angespannten Neurieder Personalsituation könnte A-Junior Marius Pösl (r.) sein.

„Wir haben uns immer etwas einfallen lassen.“

Coach Taurino muss den TSV Neuried verletzungsbedingt erneut umstellen

  • vonTobias Empl
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Die ohnehin angespannte Personalsituation des TSV Neuried hat sich vor dem Auswärtsspiel beim SC Pöcking-Possenhofen weiter verschärft.

Neuried – Alpay Uslu und Yusuf Aykac waren die einzigen Ersatzspieler des TSV Neuried im Bezirksliga-Spitzenspiel gegen den SC Oberweikertshofen am vergangenen Wochenende. Verbessert hat sich die Situation vor der Partie am Sonntag beim SC Pöcking-Possenhofen nicht (15 Uhr, Keltenstraße). Im Gegenteil: Lasse Wippert und Maximilian Kriebel, gegen den SCO noch beide Teil der Anfangsformation und Ersterer zudem als Torschütze erfolgreich, sind verletzungsbedingt nicht einsatzbereit. Auch die erfahrenen Stürmer Jonas Einloft und Florian Kröss werden nicht rechtzeitig fit. Einziger Lichtblick ist der erstmalige Einsatz von Maximilian Breucker. Der erfahrene zentrale Mittelfeldspieler kam im Winter noch auf Vermittlung des damaligen Neurieder Trainers Maximilian Reid vom FC Schwabing nach Neuried, fehlte aber an den vergangenen beiden Spieltagen aus privaten Gründen.

TSV Neuried: Davide Taurino nimmt die schwere Situation an

TSV-Coach Davide Taurino muss also mal wieder ein Aufstellungspuzzle bewerkstelligen, klagen möchte er trotzdem nicht. Taurino kündigt an: „Wir haben uns immer etwas einfallen lassen. Das werden wir auch dieses Mal machen.“ Immerhin ist die ebenfalls von Taurino betreute A-Jugend bereits am Samstagvormittag im Einsatz. Der eine oder andere A-Junior könnte also doppelt spielen oder zumindest auf der Bank Platz nehmen, etwa Marius Pösl oder Kapitän Danilo Ralic.

An das noch unter der Leitung von Reid absolvierte Hinspiel, bei dem Neuried sich deutlich mit 0:3 geschlagen geben musste, hat Taurino wenig konkrete Erinnerung. Er erwartet jedoch ein Duell auf Augenhöhe, bei dem auch eine dezimierte Neurieder Mannschaft konkurrenzfähig ist. Der Übungsleiter betont: „Wenn man gegen eine Mannschaft wie Oberweikertshofen zumindest phasenweise überzeugt, kann man gegen jeden Gegner überzeugen – auch gegen Pöcking.“

TSV Neuried: Gute Leistung gegen Oberweikertshofen trotz Rumpfkaders

Mit der 2:3-Niederlage gegen den SCO ist Relegationsplatz zwei erst einmal in weite Ferne gerückt, dementsprechend geknickt waren die Spieler nach Schlusspfiff. Seelische Aufbauarbeit musste Taurino dennoch keine leisten. Der Trainer stellt klar: „Natürlich waren die Spieler enttäuscht. Aber dafür, dass die Mannschaft so dezimiert ist, haben sie ein ordentliches Spiel gemacht. Das war ihnen schon bewusst.“

Von den lediglich vier Ligaspielen vor der Winterpause hat Neuried nach der knappen Niederlage gegen Aufstiegsanwärter Oberweikertshofen das wohl schwerste nun hinter sich. Neben dem neuntplatzierten SCPP müssen die Grün-Weißen zum Vorletzten, FC Phönix. Anschließend stehen noch vier Ligapokal-Partien an.

(TOBIAS EMPL)

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