Rückkehr an die alte Wirkungsstätte: Davide Taurino wirkte sechseinhalb Jahre beim TSV Neuried. Am Sonntag kommt er mit seinem neuen Team, dem SV Aubing, in den Sportpark.
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Rückkehr an die alte Wirkungsstätte: Davide Taurino wirkte sechseinhalb Jahre beim TSV Neuried. Am Sonntag kommt er mit seinem neuen Team, dem SV Aubing, in den Sportpark.

Wiedersehen mit dem Ex-Coach gegen den SV Aubing

„Ich habe unfassbar Bock auf das Spiel“ - TSV Neuried-Trainer Hrgovic trifft auf Mentor Taurino

  • VonTobias Empl
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Am Sonntag empfängt der TSV Neuried den SV Aubing mit Ex-Trainer Davide Taurino. Für TSV-Coach Josip Hrgovic wäre ein Sieg gegen seinen Mentor etwas ganz Besonderes.

Neuried – Josip Hrgovic versucht erst gar nicht, die Bedeutung der Bezirksligapartie zwischen dem TSV Neuried und dem vom Ex-Neurieder Davide Taurino trainierten SV Aubing herunterzuspielen (Sonntag, 14 Uhr, Am Sportpark). „Ich habe unfassbar Bock auf das Spiel. Davide war und ist mein Mentor. Ein Sieg wäre etwas ganz Besonderes“, betont der aktuelle Trainer des TSV Neuried.

Sechseinhalb Jahre lang war Davide Taurino bei den Grün-Weißen der starke Mann im sportlichen Bereich gewesen. Stets hatte er neben seiner Funktion als Sportlicher Leiter mehrere Jugendmannschaften trainiert und mit einigen Unterbrechungen auch die erste Herrenmannschaft, mit denen er 2017 den Sprung in die Landesliga und eine Saison später den sensationellen Klassenerhalt schaffte. Für viele Spieler und Funktionäre steht also ein emotionales Wiedersehen an. Für Hrgovic aber ist es noch mehr. „Seit ich Trainer bin, war Davide da. Ich habe ihm eigentlich alles zu verdanken. Als ich 2014 nach Neuried kam, war ich völlig planlos. Ich hatte das große Glück, auf so hohem Niveau von jemandem lernen zu dürfen, der menschlich eins A ist und außerdem 15 Jahre im Nachwuchsleistungszentrum gearbeitet hat.“ Taurinos Abschied Anfang des Jahres kam für viele – auch für Hrgovic – überraschend. Fast ebenso überraschend ist es, dass er nun als Trainer des benachbarten SV Aubing zurückkehrt. „Wenn mir jemand vor einem Jahr gesagt hätte, dass wir in einem Pflichtspiel als Trainer aufeinandertreffen, hätte ich ihn wahrscheinlich für verrückt erklärt“, so der 29-Jährige.

Hrgovic stellt klar: „Für beide kein Vor- oder Nachteil“ - Kein klarer Favorit erkennbar

Beide sind auch privat gut befreundet, trafen sich erst Anfang der Woche wieder zum Kaffeetrinken. Das Spiel am Sonntag war nicht Teil des Gesprächs, doch in Sachen Taktik und Spielstil wissen ohnehin beide genau, wofür der jeweils andere steht. „Es ist ungewöhnlich für ein Bezirksligaspiel, dass man den Gegner so gut kennt. Aber ich denke, das ist für beide kein Vor- oder Nachteil“, vermutet Hrgovic. In einem „Spiel auf des Messers Schneide“ (Hrgovic) werde es vielmehr auf die richtigen Entscheidungen im Laufe der Partie ankommen, etwa Spielerwechsel oder taktische Umstellungen. Sicher ist er sich, dass beide Mannschaften offensiven Fußball spielen werden – denn darin waren sich die beiden Coaches immer einig.

Einen klaren Favoriten gibt es nicht. Zwar konnten beide Mannschaften am vergangenen Wochenende gewinnen, aber in Topform sind sie noch nicht. Nur eins der vergangenen fünf Spiele konnten die Gäste gewinnen, Neuried beendete am vergangenen Wochenende ebenfalls eine drei Spiele andauernde Sieglos-Serie. Dass bei Aubing die verletzten Daniel Koch und Julian Heigl schmerzlich vermisst werden, erscheint offensichtlich. Insgesamt hält Hrgovic die Situation bei den Gästen für vergleichbar mit der Lage in Neuried vor gut zwei Jahren. „Sie haben eine sehr, sehr junge Mannschaft. Da sind Schwankungen normal.“

Bei den Gastgebern dürfte es nach dem jüngsten Sieg gegen Spitzenteam Oberweikertshofen weder am Selbstbewusstsein noch an der Motivation mangeln. „Wer in diesem Spiel nicht motiviert ist, hat irgendetwas falsch gemacht“, so Hrgovic. Fehlen wird allerdings Tobias Nitzl (Urlaub), noch fraglich ist der Einsatz von Maximilian Demmer und Nikola Sirovec. (Tobias Empl)

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