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Erinnerungen an ein denkwürdiges Derby: SV Planegg empfängt TSV Gräfelfing erstmals nach 0:5-Pleite

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Von: Michael Grözinger

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Besonderes Wiedersehen: Christoph Rainer (l.) und der SVP kassierten vor gut drei Monaten eine herbe Klatsche im Derby gegen Gräfelfing um Michael Wagner.
Besonderes Wiedersehen: Christoph Rainer (l.) und der SVP kassierten vor gut drei Monaten eine herbe Klatsche im Derby gegen Gräfelfing um Michael Wagner. © Dagmar Rutt

Drei Monate nach dem denkwürdigen 5:0-Derbysieg samt Klassenerhalt ist der TSV Gräfelfing zurück beim SV Planegg-Krailling. Die Ausgangslage ist gleich - und doch ganz anders.

Planegg/Gräfelfing – Es ist derselbe Ort, es ist dieselbe Tabellenkonstellation und es sind dieselben Vereine: Wenn am Sonntag (15 Uhr) der viertplatzierte SV Planegg-Krailling den zehntplatzierten TSV Gräfelfing in der Fußball-Kreisliga zum Derby empfängt, kommen sicherlich auf beiden Seiten wieder die Erinnerungen hoch. Erinnerungen an ein ganz besonderes Duell der Kontrahenten vor gut drei Monaten.

TSV Gräfelfing feiert dank 5:0-Sieg in Planegg Kreisliga-Klassenerhalt

Damals, am letzten Spieltag der Saison 2021/22, fuhren die abstiegsbedrohten Wölfe als Tabellenzehnter an die Hofmarkstraße, um auf den letzten Drücker den Gang in die Kreisklasse zu verhindern. Der favorisierte SVP hingegen, seines Zeichens Tabellenvierter, spielte nur noch für die Galerie – tat genau das dann aber nicht. Denn die teils lustlos wirkenden Planegger hatten den Gästen nichts entgegenzusetzen: Gräfelfing feierte einen denkwürdigen 5:0-Derbysieg und auf dem Platz des Lokalrivalen zugleich den Klassenerhalt.

Andreas Budell hat die Bilder noch im Kopf. „Das war ein Brett daheim“, sagt der Co-Trainer des SVP, der am Sonntag nun doch noch einmal den krankgeschriebenen Chefcoach Manuel Eisgruber an der Seitenlinie vertreten wird. Budell rechnet damit, dass die Wölfe die Erinnerungen an die damalige Demontage als zusätzlichen Schwung mitnehmen wollen, um ihren mäßigen Saisonstart mit einem Punkt aus zwei Spielen in einen ordentlichen zu verwandeln.

Derby: Trainer rechnen wieder mit Unterstützung von den Rängen

Sven Lechner bestätigt das. „So etwas sollte man immer zum Thema machen“, sagt der Gräfelfinger Co-Trainer. Eine ähnlich euphorische Stimmung wie vor drei Monaten erwartet Budell auf den Rängen diesmal zwar nicht. Schließlich saß dort die zweite Mannschaft des TSV, die damals unmittelbar zuvor in die Kreisklasse aufgestiegen war und mächtig Oberwasser hatte. Mit 50 bis 100 Fans aus dem Nachbarort rechnet er aber schon.

Wie viele es tatsächlich werden, das kann Lechner nicht abschätzen. Insbesondere aus Reihen der eigenen zweiten Mannschaft rechnet er aber auch diesmal mit Unterstützung. Schließlich treffen die Reserven beider Teams unmittelbar vor den ersten Mannschaften ebenfalls in Planegg aufeinander – die kleinen Wölfe sind also schon vor Ort.

SV Planegg gegen TSV Gräfelfing: Personal darf keine Ausrede sein

„Wir werden versuchen, schon früher da zu sein, um bei ihnen zuzuschauen, und hoffen im Gegenzug natürlich, dass sie dann für unser Spiel dableiben“, sagt Lechner, der am Sonntag zum zweiten Mal in Folge als Hauptverantwortlicher an der Seitenlinie agieren wird, während Chefcoach Sascha Polecki erneut den TSV-Kasten hüten muss, weil Kai Kollo weiterhin verletzt ist. Das sei aber kein Problem, sagt Lechner und ergänzt schmunzelnd: „Er hat letztes Spiel ganz gut gehalten.“

Die Defensive ist heuer ohnehin nicht die Achillesferse der Wölfe, sondern der Angriff. 0:1 lautet das Torverhältnis nach zwei Spielen. „Vorne fehlen das Selbstverständnis und das nötige Glück“, sagt Lechner. Er hofft, dass der Knoten im Derby platzt.

Ein Offensivproblem haben die Planegger auf dem Papier zwar nicht, fünf Tore gelangen in zwei Saisonspielen. Trotzdem sagt Budell: „Wir müssen unsere Chancen besser ausnutzen.“ Vielleicht hilft dabei auch Rückkehrer David Velickovski. Insgesamt sind beide Kontrahenten personell sehr gut aufgestellt. Ausreden gibt es diesmal also keine.
mg

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