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Wölfe halten Hoffnung am Leben: TSV Gräfelfing klettert zwischenzeitlich auf Relegationsplatz

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Von: Christian Heinrich

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5:1-Pflichtsieg: Der TSV Gräfelfing um Mark Schullerus (in Schwarz) schlug Schlusslicht Herakles SV München.
5:1-Pflichtsieg: Der TSV Gräfelfing um Mark Schullerus (in Schwarz) schlug Schlusslicht Herakles SV München. © Dagmar Rutt

Der TSV Gräfelfing ist wieder näher dran am Klassenerhalt. Der 5:1-Erfolg gegen Schlusslicht Herakles SV war aber auch eine Pflichtübung.

Gräfelfing – Als der TSV Gräfelfing am Samstag um 15.55 Uhr zum ersten Mal seit Wochen nicht mehr auf einem Abstiegs- sondern auf einem Relegationsplatz stand, da beschlich Sascha Polecki die Zuversicht, dass es in dieser Saison noch zum Klassenerhalt reichen könnte. „Psychologisch ist das nicht so verkehrt“, sagte der Trainer der Wölfe.

Mit dem 5:1-Pflichtsieg (2:1) über den bereits als Schlusslicht feststehenden Herakles SV München entschwand der TSV allerdings nicht wie erhofft der Unterwelt in der Kreisliga 2. Durch den 5:1-Kantererfolg des FC Anadolu über den SV Laim tags darauf rutschte Gräfelfing nämlich wieder auf einen Relegationsrang. Aber: Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt nur zwei Punkte, der zu den Relegationsplätzen einen Punkt.

TSV Gräfelfing braucht gegen Herakles SV München langen Atem

Mut dürfte dem TSV auch machen, dass er am Samstag eindringlich zur Kenntnis nahm, welch himmelweiter Unterschied sich zwischen ihm und einem waschechten Absteiger wie den Griechen auftut. Beim Warmmachen erspähten die Gräfelfinger zunächst nur vier gegnerische Spieler, irgendwann kamen zwei weitere hinzu, mit dem Spielbeginn waren es dann elf.

Das Schauspiel, das Herakles zur Aufführung brachte, blieb nicht ohne Wirkung auf die Wölfe, die irgendwann die Konzentration verloren. Man könne sich schon leicht anstecken lassen, „auch wenn man versucht, es seriös anzugehen“, erklärte Polecki, warum sein Team in der Begegnung lange den berühmten Faden nicht fand.

TSV Gräfelfing: Nicht schön, aber erfolgreich

Der Gräfelfinger Coach notierte zwar zahlreiche Chancen für seine Mannschaft, aber er konnte in der ersten Hälfte nur die Treffer von Felix Domesle und Deniel Mitrov bejubeln. Weil kurz vor der Pause die Gäste zum Anschlusstor kamen, blieb die Partie auch in der zweiten Halbzeit lange Zeit zerfahren, bis den Griechen in der Schlussphase Kraft und Kondition ausgingen.

Die eingewechselten Luis Kreuzer und Nico Bohn mit einem Doppelpack sorgten am Ende für den standesgemäßen und erlösenden TSV-Sieg. „Wir haben keinen schönen Fußball gespielt“, monierte Polecki. Dafür war er erfolgreich.
hch

Statistik

TSV Gräfelfing – Herakles SV München 5:1 (2:1)
TSV Gräfelfing: Kollo; Wehrig, Edelmann (C), Stubhan, Merkl, Domesle, Yalcin, Addae, Mitrov, Wagner, Gries; Bohn, Schullerus, Pranjic, Zürn, Kreuzer
Tore: 1:0 Domesle (10.), 2:0 Mitrov (37.), 2:1 (45.), 3:1 Kreuzer (80.), 4:1, 5:1 Bohn (88., 90./FE)

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