Im Hinspiel überwand Gräfelfings Toptorjäger And reas Karg SVP-Keeper Sven Krost zweimal per Strafstoß. Nach 90 Minuten hatten dennoch die Planegger mit 5:2 das bessere Ende für sich. A-Foto Fred Rauscher

TSV Gräfelfing vs. SV Planegg-Krailling

Würmtal-Derby auf der letzten Rille

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Gräfelfing/Planegg – Die Gunst der Stunde möchte Michael Lelleck nicht verstreichen lassen. „Wir hoffen, dass wir die Situation des TSV Gräfelfing ausnutzen können“, sagt der Trainer des SV Planegg-Krailling vor dem Derby am Sonntag auswärts an der Hubert-Reißner-Straße (15.30 Uhr).

Allerdings werden nicht nur die Wölfe momentan von Problemen gebeutelt, sondern auch der Tabellendritte der Kreisliga 2, weshalb nicht ganz klar ist, wer da wessen Situation ausnutzen soll.

Fakt ist, dass bei beiden Kontrahenten die Kader immer mehr ausdünnen. Lelleck beklagt inzwischen sieben Langzeitverletzte, zu denen auch Tobias Halfmann zählt, dessen Leistenbeschwerden einfach nicht heilen wollen. Hinzu kommt, dass gerade die nächste Grippewelle über die Hofmarkstraße hinweg schwappt. Aber auch beim TSV Gräfelfing sind momentan einige Spieler erkrankt, was Bernd Gegenfurtner überhaupt nicht in den Kram passt. Immerhin kehren Andreas Gries und Simon Schmidt ins Aufgebot zurück, das in der Winterpause noch einmal dezimiert wurde. Die Verluste haben jedoch dafür gesorgt, dass sich der Abstiegskandidat in den vergangenen Wochen richtig zusammengerauft hat, was auch Lelleck nicht verborgen blieb. „Das ist eine geschlossene Mannschaft, die bis zum Ende alles gibt“, lobt er den Kontrahenten.

In seiner Analyse lässt sich der Coach auch nicht von der jüngsten 0:4-Pleite des Rivalen beim SC München beirren. Zumal sich die Wölfe den massiven Leistungseinbruch selbst nicht erklären können. „Es hat alles gefehlt, was zu einem Fußballspiel gehört, wenn man es gewinnen will“, räumt Gegenfurtner ein. Der Coach ist sich jedoch sicher, dass sein Team gegen Planegg wieder alle Zutaten mitbringt, die nötig sind, um im Derby zu bestehen. Vor allem die 2:5-Pleite aus der Hinrunde hängt den Gräfelfingern noch nach. „Nach gutem Start sind wir richtig eingebrochen“, erinnert sich Gegenfurtner.

Genau wie im Hinspiel werden die Kräfteverhältnisse zwischen den beiden Lokalrivalen auf Kunstrasen geklärt. „Da haben wir nicht so viele Räume“, sagt Gegenfurtner und geht davon aus, dass die Platzwahl seiner Elf nicht unbedingt zum Vorteil gereicht. Die grundsätzliche Skepsis seines Trainerkollegen kann er damit nicht vertreiben. „Auf dem engen Platz wird es schwer, zu bestehen“, meint Lelleck. Die Punkte müssen sich beide Mannschaften also richtig verdienen.

Planegg benötigt sie dringend, um weiter im Aufstiegskampf mitzumischen. Gräfelfing braucht dagegen alles Zählbare, um die Abstiegsgefahr möglichst schnell zu bannen. „Wir müssen noch fünf-, sechsmal gewinnen“, stellt Gegenfurtner klar. Bei nur noch zwölf Saisonspielen wäre das jede zweite Partie.  hch

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