Gräfelfinger Vergangenheit: 2013 spielte Maximilian Zgud kurzzeitig bei den Wölfen
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Gräfelfinger Vergangenheit: 2013 spielte Maximilian Zgud kurzzeitig bei den Wölfen

Zgud übernimmt die Reserve des TSV Neuried 

Max Reid: „Er war ein Wunschkandidat von mir“

  • Michael Grözinger
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Maximilian Zgud übernimmt ab dem 1. Juli die Reserve des TSV Neuried. Er löst damit Tobias Rehse ab, der das Amt interimsweise übernommen hatte.

Neuried – Das nennt man wohl ein kurzes Intermezzo: Erst Anfang des Jahres hatte Tobias Rehse zusätzlich zu seinem Trainerjob bei der dritten Herrenmannschaft des TSV Neuried interimsweise das Amt bei der zweiten übernommen, der sogenannten U23. Anstatt deutlich mehr Zeit als zuvor auf dem Fußballplatz zu verbringen, wurde es wegen der Corona-Pause plötzlich viel weniger. Nur die Vorbereitung und ein Ligaspiel absolvierte Rehse als Trainer des Kreisligisten, ehe ihm die Pandemie einen Strich durch die Rechnung machte.

Nun ist das Ende seines Engagements bei der abstiegsgefährdeten Zweiten absehbar: Am 1. Juli übernimmt Maximilian Zgud die Reserve.

Noch trainiert Zgud die U13 des TSV 1860 München

„Er war ein Wunschkandidat von mir, das ist genial“, sagt Maximilian Reid, Coach der Neurieder Bezirksliga-Elf, über den der Kontakt zu Zgud zustande kam. Als Jugendtrainer spielten die beiden häufig gegeneinander, lernten sich kennen und schätzen. „Menschlich und fachlich“ sei Zgud „ein absoluter Mehrgewinn“, schwärmt Reid. „Ich bin froh, dass es geklappt hat.“ Der Trainer der Herren I ist positiv überrascht, dass sich Zgud zu einem Wechsel entschied. Bis 30. Juni ist der 29-Jährige noch als U13-Coach im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des TSV 1860 München angestellt.

Für Zgud selbst, der in Germering lebt und den Großteil seines Fußball-Lebens beim SC Unterpfaffenhofen verbrachte, ist es der erste offizielle Job als Trainer einer Herrenmannschaft. „Ich bin in Unterpfaffenhofen nur hin und wieder bei der Reserve eingesprungen“, erzählt er. Als der TSV vor einigen Wochen auf ihn zukam, zeigte er sogleich Interesse. „Ich habe schon häufiger als Gegner in Neuried gespielt und den Verein immer als sehr strukturiert wahrgenommen“, berichtet Zgud.

Ab dem Sommer wollte der Germeringer, der 2013 auch mal ein halbes Jahr für den TSV Gräfelfing gekickt hatte, ohnehin im Herrenbereich Fuß fassen, wie er dem Fürstenfeldbrucker Tagblatt im März verriet. „Ich bin für alles offen, von der A-Klasse bis zur Bezirksliga. Ich bin sehr ehrgeizig“, sagte er damals. „Eine Theken-Mannschaft kommt für mich nicht infrage. Ich möchte Spieler trainieren und weiterentwickeln, die hungrig auf Erfolg sind und entsprechend mitziehen.“ Dieser Wunsch erfüllt sich nun.

Zgud wartet auf Fortsetzung der Fußballtrainer-Ausbildung

Ein anderer, die Fortsetzung seiner Fußballtrainer-Ausbildung, liegt derzeit auf Eis. Wegen Corona konnte Zgud seinen A-Trainerschein nicht wie geplant beenden. Inwiefern die fehlenden Elemente per Online-Schulung stattfinden können, ist derzeit noch ungewiss. Notfalls muss sich Zgud mit der Beendigung gedulden, bis es weitere Lockerungen für den Fußball gibt.

Derweil tauscht sich der 29-Jährige immer mal wieder mit Reid und Rehse über seine zukünftige Mannschaft und das Konzept des TSV aus. „Ich habe mir zwar früher schon Neurieder Spiele angeschaut, aber das ist eine Weile her und ein bisschen überholt“, sagt Zgud lachend. Erste Planungen laufen jedenfalls bereits – unabhängig davon, ob, wann und wie die unterbrochene Saison 2019/20 fortgesetzt wird.

Reid: „Er passt auf jeden Fall rein ins Trainerteam“

Reid ist nach den bisherigen Gesprächen überzeugt vom neuen Kollegen: „Er passt auf jeden Fall rein ins Trainerteam.“ Das ist auch der Abteilungsleitung wichtig. „Wir brauchen jemanden, der die U23 wieder in die Neurieder Konzeption integriert – wie es damals bei Marco Gühl der Fall war“, sagt Davide Taurino, Sportlicher Leiter des TSV. „Ich glaube, dass das mit Max (Zgud, Anm.d.Red.) gut funktioniert.“ Der neue Coach soll außerdem noch einen Co-Trainer zur Seite gestellt bekommen. „Wir suchen gerade nach einer internen Lösung“, teilt Taurino mit.

Die Verpflichtung von Zgud ist ganz im Sinne seines Vorgängers. Tobias Rehse hatte in der Winterpause ohnehin erst mal für ein halbes Jahr zugesagt. „Ich habe es gerne gemacht, aber es war klar, dass das keine Dauerlösung ist“, erklärt er. Coronabedingt waren es nun de facto nur ein paar Wochen. Rehse freut sich darauf, sich fortan wieder voll und ganz auf die Dritte konzentrieren zu können, an der sein Herz hängt. „Das ist eine gute Truppe“, sagt er. Mit dieser möchte der Coach im Optimalfall ab September weiter um den Aufstieg in die A-Klasse kämpfen.

mg

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