Zufrieden waren am Ende nur die beiden Torhüter

- Emmering und Gräfelfing trennen sich mit einem 0:0

VON DIETER METZLER Emmering - Im dritten Auswärtsspiel in Folge konnte der FC Emmering nach zwei Niederlagen erstmals wieder einen Teilerfolg erringen. Das torlose Remis beim Aufsteiger vom TSV Gräfelfing war für die Elf von Trainer Sebastian Hartl ein kleiner Schritt nach vorne. In der Begegnung, die von beiden Abwehrreihen dominiert wurde, war der FCE optisch die überlegene Mannschaft, konnte sich daraus aber keinen zählbaren Vorteil erarbeiten. Hätte die Elf von Trainer Sebastian Hartl mehr Mut gezeigt, wäre ein "Dreier" durchaus drin gewesen.

So richtig freuen wollte sich über das 0:0 vom mitgereisten FCE-Anhang aber dann doch niemand. Die Fans, darunter Vize Otto Högg und Ex-Präse "Charly" Kemeter erwarteten endlich wieder einen Sieg ihrer Elf. Trainer Wastl Hartl war da freilich zu recht ganz anderer Meinung. Er bescheinigte nach dem Schlusspfiff seiner Elf gegenüber den beiden letzten Spielen eine wesentliche Steigerung. "Endlich haben wir auswärts wieder eine ordentliche Leistung abgeliefert. Allerdings wächst bei uns mit Fortdauer des Spiels immer noch die Angst vor Fehlern. Das Ergebnis ist deshalb wichtig für unsere Moral und unser Selbstvertrauen. Insgesamt ist das Unentschieden ein gerechtes Resultat."

Die Gäste aus Emmering waren nicht die erste Mannschaft der Liga, die sich an der kompakten Abwehr des Aufsteigers über 90 Minuten die Zähne ausbiss. Seit 360 Minuten hat Gräfelfings Schlussmann Sebastian Kolbeck seinen Kasten sauber gehalten. Der Reihe nach scheiterten Herrsching, Aich, Pasing und Oberweikertshofen. Nun hat der Torhüter seinen eigenen Rekord auf 450 Minuten ohne Gegentor ausgebaut. Die Mannschaft von Trainer Hartl machte es dem Gräfelfinger Schlussmann allerdings auch leicht.

Obwohl der Tabellenvierte aus Emmering deutlich mehr Engagement zeigte als zuletzt im Spiel gegen Gilching, dauerte es bis zur ersten erwähnenswerten Chance immerhin über eine halbe Stunde. Martin Lankes prüfte dabei mit einem gefährlichen Distanzschuss den Gräfelfinger Schlussmann. Mit den Händen lenkte der TSV-Keeper den Ball gerade noch über den Querbalken.

Wenig später verfehlte wiederum Lankes mit einem Schuss nur knapp das Tor. Zuvor hätte allerdings auch Michael Haase die Führung für die Gastgeber erzielen können. Nach einem Freistoß kam der aufgerückte baumlange Gräfelfinger Abwehrspieler völlig unbedrängt zum Kopfball. Zum Glück für den FCE beförderte Haase das Leder über das Tor. Martin Lankes war auch an der besten Emmeringer Chance im zweiten Abschnitt beteiligt. Einen strammen Schuss von Sascha Tochtermann konnte Kolbeck nicht festhalten, Lankes erwischte den Abpraller, doch der Schiri-Assistent hatte auf Abseits entschieden.

In der Schlussphase der Begegnung häuften sich die Chancen auf beiden Seiten, den Siegtreffer zu erzielen. Alex Boos rettete im letzten Moment vor Simon Truchsess, ein Kopfball von Thomas Gleissner verfehlte nur knapp das Gräfelfinger Gehäuse.

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