Notelf beendet Niederlagenserie

- Engelbert Paschek behält die Nerven und erzielt den 2:1-Siegtor

VON ANDREAS KÖGL Ohlstadt - Endlich. Die Negativserie des SV Ohlstadt gehört der Vergangenheit an. Nach mehreren Wochen ohne dreifachen Punktgewinn konnte der SVO endlich wieder einen 2:1 (1:0)-Sieg gegen den Tabellenvorletzten SC Egling/Paar verbuchen. "Ein vollkommen verdienter Erfolg", fand SV-Trainer Stefan Schwinghammer, "den sich meine Leute redlich verdient haben."

Dabei waren die Vorzeichen alles andere als optimal. Schwinghammer drohte die gesamte Innenverteidigung auszufallen. Franz Wittig hatte vor einer Woche einen Nasenbeinbruch erlitten, Markus Müller erwischte es mit einem Bandscheibenvorfall gleich so schwer, dass er wohl längere Zeit pausieren muss. Der etatmäßige Libero Florian Walser probierte es trotz seiner Aduktorenzerrung und hielt bis kurz vor Schluss durch. Allerdings wurde er von seinem Trainer im Mittelfeld eingesetzt, da Schwinghammer "Notnagel" Andreas Fischbach auf der ihm angestammten Position des letzten Mannes einsetzen wollte.

Diese Notelf sollte also die Negativserie der letzten Wochen ad acta legen. Zu Beginn gingen beide Mannschaften recht engagiert zu Werke, die Ohlstädter sogar mit etwas mehr Glück. Ein Freistoß, den Pierre Schröfele aus gut 30 Metern aufs Tor schoss, wurde derart unglücklich abgefälscht, dass er für Eglings Keeper Sebastian Hammerlindl unerreichbar ins Tor sprang - 1:0 für die Platzherren (11.). Anschließend stand die Begegnung ganz im Zeichen der Gastgeber, die nach Chancen von Markus Reißl und Martin Barwinski durchaus höher in Führung hätten gehen können. Die erste nennenswerte Möglichkeit für Egling fand kurz vor dem Pausenpfiff statt und wurde von Tobias Fuchshuber überhastet vergeben.

Nach dem Wechsel zunächst weitere Chancen der Ohlstädter durch Barwinski und Florian Walser, ehe erneut Fuchshuber den Ausgleich nicht realisierte, als er freistehend über das Tor zielte. Hätte Schröfele kurze Zeit später nicht nur die Querlatte getroffen, es wäre wohl die Vorentscheidung gewesen.

So aber kamen die Gäste doch noch zum Ausgleich. Barwinski ließ sich auf der rechten Abwehrseite düpieren und in den scharfen Querpass rutschte der eingewechselte Stefan Mayr (79.). Im direkten Gegenzug kam jedoch Josef Reißl im gegnerischen Strafraum zu Fall und der Unparteiische entschied auf Strafstoß. Da Schütze Nummer eins, Markus Müller, nicht zu Verfügung stand, schnappte sich Engelbert Paschek das Leder und verwandelte sicher zum 2:1 (80.).

"Das war heute ein sehr, sehr wichtiger Sieg", freute sich ein erleichterter Trainer Stefan Schwinghammer mit seinen Spielern. Endlich.

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