Tumulte beim Wasserball

- Die Amateure des FC Bayern haben mit dem 1:1 gegen den 1. FC Eschborn die Tabellenführung in der Regionalliga Süd verteidigt. Doch die Partie gegen den Neuling aus Hessen hatte einen faden Beigeschmack, denn von "normalen Fußball" konnte keine Rede sein. Eigentlich gehörte das Spiel in die Kategorie Wasserball.

 Schiedsrichter Kempter (Sauldorf) hätte eigentlich die Akteure in der Kabine lassen müssen, denn die Spielfläche im Stadion an der Grünwalderstrasse glich einer Seenlandschaft. "Ich bin jetzt schon 40 Jahre im Fußball-Geschäft, aber dieses Spiel hätte man nicht durchführen sollen", haderte Bayern-Coach Hermann Gerland, der auch noch einige Umstellungen vornehmen musste, denn die Stammkräfte Paolo Guerrero und Christian Saba fielen verletzungsbedingt aus.


Trotzdem erwischten die "kleinen Bayern" bei der Wasserschlacht auf Giesings Höhen den besseren Start. Zvjdedan Misimovic erzielte nach einer Viertelstunde, auf tolle Vorarbeit von Daniel Jungwirth, die Führung. Doch eine Minute später beleidigte der Torschütze den Unparteiischen. Der zückte die rote Karte und die Bayern-Amateure mussten über eine Stunde in Unterzahl durchhalten. Misimovic droht jetzt nicht nur eine Sperre, sondern auch eine saftige Geldstrafe. "Da muss man eben auch mal den Mund halten", ärgerte sich Gerland über die verbale Entgleisung seines Torjägers.


So richtig Hektik kam dann in der Schlussphase auf und der verunsicherte Schiedsrichter rückte immer mehr in den Blickpunkt. Nach dem Ausgleich der Hessen in der 80. Minute durch Timo Leifermann schlugen die Bayern-Amateure sofort zurück. Der eingewechselte Erdal Kilicaslan erzielte den vermeintlich zweiten Treffer für den Spitzenreiter. Doch der Schiedsrichter sah den Schützen im Abseits. "Das war ein Witz, der Erdal hat seinen Gegenspieler überlaufen, das war ein eindeutiges Tor", schimpfte Gerland.


Im allgemeinen Tumult sah dann auch noch der eingewechselte Ralph Hasenhüttl die gelb-rote Karte und die Bayern-Amateure musste in den letzten Minuten mit nur nur acht Feldspielern das Remis retten. "Ich will nicht alles auf den Schiedsrichter schieben, aber da waren schon einige merkwürdige Entscheidungen, unter diesen Umständen bin ich froh, dass wir einen Punkt geholt haben", so das Fazit des frustrierten Bayern-Trainers.

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