Zweimal Pflicht, einmal Kür

- 3:2 - SVO hat beim Tabellenletzten Germering Mühe

Germering - Die beiden Pflichtaufgaben erfüllte der SV Ohlstadt. Vor Wochenfrist besiegte er die SF Egling/Paar, gestern ließ er einen 3:2 (1:1)-Erfolg beim Tabellenletzten SV Germering folgen. Damit steht der Heim-Kür gegen Spitzenreiter TSV Großhadern am Wochenende nichts mehr im Wege. "Der Druck ist für meine junge Mannschaft jetzt etwas geringer geworden", zeigte sich SVO-Trainer Stefan Schwinghammer erleichtert. "Und gegen Großhadern haben wir eh nichts zu verlieren."

Viel zu verlieren hätte es dagegen im Spiel beim punktlosen Schlusslicht Germering gegeben. Nicht auszudenken, wenn ausgerechnet der SVO die Mannschaft gewesen wäre, die den ersten (Teil-)Erfolg der Gastgeber zugelassen hätte. Dabei präsentierten sich die Platzherren durchaus nicht als Kanonenfutter. "Die waren um einiges besser, als es der Tabellenplatz vermuten lässt", bestätigt Schwinghammer, "aber gegen so einen Gegner kannst du immer nur schlecht ausschauen."

Nicht gut ausgesehen hat auch die Hintermannschaft der Ohlstädter in der 14. Spielminute, als Andreas Hinz das 1:0 für die Gastgeber erzielte. Die große Chance zum Ausgleich bot sich Engelbert Paschek, der jedoch vom Elfmeterpunkt aus am gegnerischen Torhüter Matthias Luhn scheiterte. Zum Glück für die Gäste besorgte Pierre Schröfele allerdings noch in der ersten Halbzeit das 1:1. Nach schöner Vorarbeit von Andreas Fischbach setzte er den Ball von der Strafraumgrenze unhaltbar in den Torwinkel (39.).

In der zweiten Hälfte kamen die Gäste deutlich besser ins Spiel. Nach einer tumultartigen Situation im Germeringer Strafraum jagte Josef Reißl den Ball aus acht Metern an Freund und Feind vorbei in die Maschen. Doch wie so oft in den vergangenen Partien konnte der SVO den Vorsprung auch diesmal nicht halten. Im Nachfassen schnappte sich Keeper Andreas Frombeck einen Schuss von Sefer Ukaj, doch der Unparteiische entschied zum allgemeinen Ohlstädter Entsetzen zusammen mit seinem Assistenten auf Tor.

Dass es letztendlich aber doch noch zu einem Auswärtssieg reichte, war dem wohl schönsten Angriff der Partie zu verdanken. Martin Wagner schlug einen Traumpass über 40 Meter auf Florian Walser, der in die Mitte flankte. Dort war Markus Reißl zur Stelle und erzielte per Kopf das viel umjubelte 3:2 (74.).

"Es war ein hartes Stück Arbeit", fand Abteilungsleiter Leonhard Zormeier, der erst einmal tief durchatmete. "Doch auf Grund unserer guten Chancen, vor allem in der ersten Halbzeit, geht der Erfolg unserer Mannschaft sicher in Ordnung."

Andreas Kögl

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