Reisebus kracht in Mauer - ein Totesopfer, 44 Verletzte

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Herr der Lage waren die Dorfener Eispiraten (rote Trikots), allen voran ESC-Torwart Thomas Hingel (M.). Hier versucht sich Erdings Kaptiän Sebastian Schwarz (r.) vergeblich daran, den Keeper zu überwinden, der eine überragende Partie bot und gerade in einer Phase, als das Spiel kippen hätte können, für seine Mannschaft ein unglaublicher Rückhalt war.

Eishockey - Bayernliga

Derbysieger Dorfen: Gladiators verzweifeln an „Hexer Hingel“

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Der ESC Dorfen hat sich im Kampf um Platz acht zurückgemeldet. Die Eispiraten gewannen am Sonntagabend gegen die Erding Gladiators 6:1 (3:0, 2:0, 1:1). Eigentlich war die Partie nach gut acht Minuten schon gelaufen. Außerdem hatten die Platzherren mit Thomas Hingel einen wahren Hexer zwischen den Pfosten.

Dorfen– Beide Teams gingen arg gebeutelt ins Derby. Dorfen hatte in Klostersee 2:6 verloren, Erding war daheim nach schwacher Leistung Miesbach 2:5 unterlegen. Und die Gladiators knüpften nahtlos an ihre Freitags-Leistung an, denn nach knapp vier Minuten stand es schon 2:0 für die Eispiraten. Nach 16 Sekunden gab es die erste Strafe gegen die Gäste, 73 Sekunden später schlug ein Flachschuss von Verteidiger Tobias Fengler zum 1:0 ein. Dann lief Erding in einen Konter. Ernst Findeis tunnelte Torwart Jonas Steinmann zum 2:0. Nur 15 Sekunden später fast das 3:0, doch schoss Mario Sorsak am leeren Tor vorbei.

Zufriedene Gesichter sah man da natürlich auf der Dorfener Bank beim Interims-Trainergespann Michael Geisberger/Tobi Brenninger. Und die Mienen hellten sich noch mehr auf, als Lukas Miculka ganz locker das 3:0 erzielte – erneut wurde Steinmann getunnelt (9.). Erdings Trainer Topi Dollhofer nahm daraufhin eine Auszeit. Prompt hatten die Gladiators ihre erste Chance, doch rettete ESC-Tormann Hingel gegen Philipp Spindler (13.). Dann waren aber wieder die Eispiraten in Überzahl am Zug. Tomas Vrba schoss aus spitzem Winkel am Tor vorbei, und Mark Waldhausen traf nur den Innenpfosten (15.).

In der Anfangsphase des zweiten Durchgangs hatten die Gladiators 45 Sekunden lang zwei Mann mehr auf dem Eis. Zunächst wuchtete Mathias Jeske den Puck an die Latte, und nur Sekunden später zeigte Hingel eine sensationelle Parade gegen Tobi Feilmeier (28.). Erding spielte jetzt deutlich besser und entfachte sogar ein wenig Druck, aber die Eispiraten-Defensive um den überragenden Hingel stand sicher – und hatte auch das nötige Quäntchen Glück.

Wenn’s läuft. dann läuft’s. Das zeigte sich bei Dorfen in der 33. Minute, als in Überzahl ein Weitschuss von Vrba im Winkel einschlug. Nur Sekunden später schien der Puck auf der Gegenseite im Tor, doch erneut rettete Hingel mit einer unglaublichen Parade. Und weil es so schön war, schoss Vrba auf der Gegenseite bei angezeigter Strafe das 5:0 – wieder durch die Beine von Steinmann (35.). Normalerweise würde man einen Torwart spätestens jetzt „erlösen“, doch hatten die Erdinger keinen Ersatzkeeper dabei.

27 Sekunden waren im Schlussdrittel gespielt, da hatten die Gladiators endlich ein Erfolgserlebnis, als Florian Fischer zum 1:5 traf. Wenig später eine Schrecksekunde für Erding, als sich Keeper Steinmann im Gesicht verletzte, nach einer mehrminütigen Behandlungspause aber weiterspielen konnte. Im Anschluss daran konnten sich die Eispiraten den Luxus leisten, sich in einer fast zweiminütigen 5:3-Überzahl keine zwingende Möglichkeit herauszuspielen. Danach plätscherte die Partie ihrem Ende entgegen. Erding steckte nie auf, aber immer wieder blieb „Hexer Hingel“ Sieger. Dorfen kam in der 60. Minute durch Sorsak dann sogar noch zum 6:1.

Statistik

Tore: 1:0 (2.) Fengler (Miculka/5-4), 2:0 (4.) Findeis, 3:0 (9.) Miculka, 4:0 (33.) Vrba (F. Brenninger/5-4), 5:0 (35.) Vrba (Miculka, Waldhausen/6-5), 5:1 (41.) Fischer (Michl, Feilmeier), 6:1 (60.) Sorsak (F. Brenninger, Waldhausen). – HSR: Florian Storf. – Zuschauer: 600. – Strafminuten: Dorfen 14, Erding 16.

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