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Schoss das 2:2: Jonas Lautenbach er (links, im Heimspiel gegen Pfaffenhofens Fabian Eder) gelang am Freitag der Ausgleich. 

EA Schongau braucht „ein mittelgroßes Eishockey-Wunder“

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Die Play-downs kommen für die EA Schongau immer näher. Doch selbst wenn die „Mammuts“ gegen den Abstieg spielen müssen - Teammanager Martin Resch bleibt gelassen.

Schongau – Für die EA Schongau gab es am Wochenende eine richtig gute Nachricht: Milan Kopecky ist nach seinem Zusammenbruch wieder auf dem Weg der Besserung. Mit dieser schönen Neuigkeit im Hinterkopf fiel es den „Mammuts“ schon deutlich leichter, sich wieder auf den Sport zu konzentrieren. Beim Gastspiel in Pfaffenhofen war das gut zu sehen – auch, wenn die Bayernliga-Partie letztlich doch wieder mit 2:4 verloren ging.

„Wir waren gut im Spiel, haben gezeigt, dass wir wettbewerbsfähig sind“, sagt Teammanager Martin Resch, der an der Bande den erkrankten Trainer Andreas Leschinger vertrat. „Für uns war es wichtig, dass wir uns wieder auf Eishockey konzentrieren.“ In der Vorwoche ging das noch nicht, da setzte es eine 0:13-Niederlage gegen Königsbrunn. „Da waren wir im Kopf noch nicht bereit.“

Wieder bereit für Eishockey

Am Freitag schon. „Das Spiel war 60 Minuten ausgeglichen“, sagt Resch. Die „Mammuts“ steckten sogar einen schnellen Rückstand weg. Nach nur 15 Sekunden kassierten sie das 0:1. Doch Schongau blieb dran. Neuzugang Ronald Dvonc glich neun Minuten später aus. „Das war eine schöne Aktion“, lobt Resch den Angreifer, für den der Einstand schwierig war – er hatte zwar vor Kopeckys Zusammenbruch unterschrieben, stieß aber erst wenige Tage danach zum Team. Nicht nur die gedrückte Stimmung machte das Einleben schwer. Obendrein müssen durch die lange Verletztenliste die Reihen immer wieder umgestellt werden – da fällt das Einspielen nicht leicht. Resch ist trotzdem optimistisch, dass Dvonc ins Team hineinwächst und eine Stütze für Schongau wird. „Die ersten Eindrücke sind positiv“, sagt er. „Wir sind uns sicher, dass er ein wichtiger Spieler werden kann.“

Nach Dvoncs Treffer in Pfaffenhofen hielt der Gleichstand bis in die 37. Minute hinein. Da traf Friedrich Kolesnikov in Überzahl für die Gastgeber. Und wieder kam Schongau zurück – Jonas Lautenbacher glich im letzten Drittel aus. Doch ein weiterer Treffer gelang den „Mammuts“ einfach nicht. „Wir brauchen zu viele Chancen, um ein Tor zu machen“, sagt Resch. „Da merkt man auch, dass ein zweiter Ausländer fehlt.“ Stattdessen ging Pfaffenhofen erneut in Führung. Nick Endress gelang neun Minuten vor Schluss das 3:2. Resch musste nun pokern, nahm Goalie Lukas Müller vom Eis und schickte einen sechsten Feldspieler drauf. Endress nutzte das zum „Empty Net“-Goal und damit zum 4:2-Siegtreffer für Pfaffenhofen.

Play-downs kaum noch abzuwenden

„Uns fehlt einfach das Quäntchen Glück“, sagt Resch. „Aber so ist Eishockey eben.“ Ja, so ist Eishockey – und manchmal kann sich das Blatt schnell wenden. Gegen den TSV Peißenberg gelingt am Sonntagabend ein 3:0-Erfolg.Nun stehen noch vier Heimspiele und eine Auswärtspartie an.

Resch blickt positiv auf die weitere Situation. Mit Simon Maucher und Simon Fend melden sich zwei verletzte Spieler zurück. Auch Jakub Muziks Rückenbeschwerden werden weniger. Mit größerem Kader „sind wir gerüstet für die Play-Downs“.

Ob Schongau die K.o.-Runde gegen den Abstieg spielen muss, steht rechnerisch noch nicht fest. Aber bei fünf ausstehenden Partien wird das für die „Mammuts“ immer wahrscheinlicher. Das ist Resch bewusst: „Um die Play-Downs abzuwenden, bräuchten wir schon ein mittelgroßes Eishockey-Wunder.“

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