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Ein Schongauer für Schongau: Friedrich Weinfurtner ist der dienstälteste „Mammuts“-Spieler.

EA Schongau

Friedrich Weinfurtner im Interview: „Es lief einfach nie rund bei uns“

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Es war für die EA Schongau keine leichte Saison in der Eishockey-Bayernliga. Friedrich Weinfurtner blickt im Interview mit uns zurück. 

Schongau – Seine elfte Saison in Folge hat Friedrich „Fritz“ Weinfurtner bei der EA Schongau absolviert. Und doch war heuer vieles anders als in den Jahren davor. Im Interview spricht der 30-Jährige, der als Standortleiter eines Logistik-Unternehmens in Schongau arbeitet, über Rückschläge, Abstiegskampf und seine Treue zum Verein.

Herr Weinfurtner, das dürfte die schwierigste Saison gewesen sein, die Sie bei der EA Schongau bisher erlebt haben?

Ja, absolut. Die vielen Verletzungen, der Zusammenbruch von Milan Kopecky, das abrupte Saisonende – die Kombination aus allem war wirklich heftig.

Und ihr Team musste obendrein um den Ligaverbleib zittern. Letztendlich wurden die Play-downs gegen Dorfen beim Stand von 1:1 abgebrochen. Was sagt ihr Gefühl? Hätte Schongau die Klasse gehalten?

Ich hätte mir gewünscht, dass das sportlich entschieden worden wäre. Wir hatten im zweiten Spiel gegen Dorfen einen Schritt nach vorn gemacht, haben uns immer wieder ins Spiel gekämpft. Die Vorzeichen waren nicht schlecht, wir hätten das schaffen können.

Die ganze Saison verbrachte Schongau am Tabellenende. Woran lag es?

Es lief einfach nie rund bei uns. Zum einen hatten wir natürlich viele Verletzte. Und dann fehlte uns die Konstanz. Wir waren nie drei Drittel lang gut. Und unsere Gegner hatten Spieler, die jeden Fehler eiskalt ausgenutzt haben. Da reichen sechs Minuten Tiefschlaf und du verlierst ein Spiel, obwohl du die meiste Zeit besser warst. Obendrein waren wir selbst nicht so effektiv vor dem Tor.

Trainer Andreas Leschinger gibt seinen Posten auf. Was halten Sie davon?

Für einen Trainer war das eine undankbare Saison, die überhaupt nicht erfolgreich verlaufen ist. Von daher kann ich die Entscheidung von Management und Trainer verstehen. Vermutlich ist es für beide Seiten der bessere Weg, etwas Neues zu wagen.

Und wie geht’s bei Ihnen weiter? Gibt’s eine zwölfte Saison bei der EAS?

Sehr wahrscheinlich schon.

Vermutlich droht auch in der kommenden Saison der Kampf gegen den Abstieg.

Ja, so wie jedes Jahr. Bei uns in Schongau ist nicht so viel Geld vorhanden wie in anderen Vereinen. Wir betreiben ja auch das Eisstadion selbst, was sehr selten ist. Von daher geben wir keinen Haufen Geld für Leute aus, sondern setzen auf junge Spieler aus der Region. Für die Bedingungen holen wir in Schongau schon ziemlich viel raus, wenn wir uns in der Bayernliga halten können.

Seit Jahren kämpfen die „Mammuts“ gegen den Abstieg, Sie bleiben dem Team aber treu. Was hält Sie in dem Verein?

Ich bin Schongauer. Das ist schon mal ganz wichtig. Und außerdem kann ich Arbeit, Privates und meinen Sport hier einfach am besten unter einen Hut bringen. Ich hätte gar nicht die Zeit, ständig noch irgendwo hinzufahren. Und das möchte ich auch gar nicht.

So lief die Saison für die EAS. Hier geht es zur großen Bilanz

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