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Die Konzentration auf Eishockey fällt schwer: Tobias Findl (re.) und die EA Schongau treten beim EHC Königsbrunn an und wollen dort punkten. 

Eishockey: Bayernliga

EA Schongau: Schwieriger Neustart gegen Königsbrunn nach Kopecky-Vorfall

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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Die Eishockeyspieler der EA Schongau sind wieder sportlich gefordert: In der Abstiegsrunde geht es am Freitag zum EHC Königsbrunn. Für alle „Mammuts“ keine einfache Aufgabe. 

Schongau – Für die EA Schongau und alle im Stadion war es ein Schock: Beim Bayernliga-Heimspiel gegen den ERV Schweinfurt brach EAS-Stürmer Milan Kopecky bewusstlos auf dem Eis zusammen. Der 38-Jährige musste reanimiert werden (wir berichteten). Vier Tage nach dem Vorfall ist der Zustand von Kopecky „kritisch, aber stabil“, sagte EAS-Teammanager Martin Resch am Donnerstag auf Anfrage.

Jetzt sei Zeit nötig und auch Geduld gefragt. Aufgrund der Schwere des Vorfalls sei davon auszugehen, dass eine Genesung längere Zeit in Anspruch nehmen werde. Kopecky ist in der Unfallklinik in Murnau und dort „in bester ärztlicher Versorgung“, so Resch. Mit der Familie Kopeckys sind die EAS-Verantwortlichen in regelmäßigem Austausch.

EA Schongau: Mit kleinem Kader zum EHC Königsbrunn

Der Vorfall hat alle bei der EA Schongau mitgenommen und beschäftigt sie weiter. Im Training wurden mit den Spielern viele Gespräche geführt, „um das Ganze im Team aufzuarbeiten“, berichtete der Teammanager. Klar ist aber auch: Die Abstiegsrunde in der Bayernliga geht weiter. Am heutigen Freitag steht für die „Mammuts“ das Auswärtsspiel gegen den EHC Königsbrunn auf dem Programm (20 Uhr, Stadion an der Königsallee). „Wir treten an“, betonte Resch. In Gedanken sei man bei Kopecky und seiner Familie, „doch wir sind auch Sportler“. Und als solche haben die Schongauer das Ziel, den Abstieg zu verhindern.

Im Spiel gegen Königsbrunn „werden wir uns erst einmal finden müssen“, sagte Resch. Die personelle Situation ist, bedingt durch mehrere Verletzte, weiter angespannt: „Uns steht erneut nur ein kleiner Kader zur Verfügung.“ Die „Mammuts“ setzen auf „eine starke Defensivarbeit, um das Spiel lange offen zu halten“, so Resch. Das Ziel sei, Punkte zu holen. Jakub Muzik wird noch geschont. Simon Maucher und Simon Fend sind zumindest wieder ins Training eingestiegen. Die Schongauer hoffen, auf beide noch in der Abstiegsrunde zurückgreifen zu können.

EA Schongau: Hoffen auf den Saisonendspurt

Resch ist – mit Blick auf das bisherige Pech der Schongauer in dieser Saison – überzeugt: „Das Blatt wird sich noch wenden.“ Von den letzten sechs Partien finden fünf im heimischen Stadion statt. „Wir hoffen da, mit einem gewissen Lauf noch den direkten Klassenerhalt schaffen zu können.“ Trotz der diversen Rückschläge: „Das Team ist gefestigt“, versichert der Teammanager.

Königsbrunn hat am vergangenen Wochenende sechs Punkte geholt. Einem 5:2 in Schweinfurt ließen die „Pinguine“ einen 6:1-Heimsieg gegen die Peißenberger „Eishackler“ folgen. Topscorer beim EHC ist der Tscheche Jakub Sramek mit 59 Punkten (30 Tore/59 Assists) in den bisherigen 29 Saisonspielen (Vor- und Abstiegsrunde).

EA Schongau: Schweinfurt-Spiel wird nachgeholt

Nachholspiel: Die abgebrochene Partie zwischen der EA Schongau und dem ERV Schweinfurt wird nachgeholt. Als Termin wurde Freitag, 28. Februar, festgelegt. Beginn im Schongauer Stadion ist um 20 Uhr. Was die Kosten für die Schweinfurter hinsichtlich der erneuten Anfahrt betrifft, „werden wir eine Regelung finden“, sagte EAS-Teammanager Martin Resch. Die Unterstützung seitens der Schweinfurter während des Kopecky-Vorfalls auf dem Eis „rechne ich ihnen hoch an“.

EA Schongau: Dvonc als dritter Ausländer

Die Schongauer „Mammuts“ haben einen dritten ausländischen Spieler verpflichtet. Der slowakische Stürmer Ronald Dvonc (26) verstärkt die EAS in der Abstiegsrunde. Er soll im Auswärtsspiel am heutigen Freitag in Königsbrunn erstmals für die „Mammuts“ auflaufen. 

Die Verpflichtung des dritten Kontingentspielers ging schon in der vergangenen Woche über die Bühne. Der Vertrag wurde am vergangenen Samstag unterzeichnet (also einen Tag vor dem tragisch verlaufenen Schweinfurt-Spiel), teilte Teammanager Martin Resch mit. Dass die „Mammuts“ noch einen Ausländer holen, geschah in Absprache mit Jakub Muzik und Milan Kopecky, betont Resch. Beide Kontingentspieler waren zuletzt verletzt ausgefallen, und es war unsicher, wann sie wieder für die EAS würden auflaufen können. Die „Mammuts“ wollten sich nicht vorwerfen lassen, bei den anstehenden entscheidenden Partien „mit nur einem oder gar keinem Kontingentspieler zu spielen“, so Resch. Dvonc spielte zuletzt für den slowakischen Zweitligisten HC Skalica. Er trug dort die Rückennummer 9 und holte in 37 Partien 13 Scorerpunkte.

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