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EAS-Trainer warnt vor Selbstzufriedenheit: „Wir müssen jeden Sieg hart erkämpfen“

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Von: Roland Halmel

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Bereit für die neue Eishockey-Saison: Die Bayernliga-Mannschaft der EA Schongau mit ihrem Trainer Rainer Höfler (vorn Mitte), Teammanager Martin Resch (l.) und Betreuer Armin Uhrig (r.). Ziel der „Mammuts“ ist es, die Play-offs zu erreichen.
Bereit für die neue Eishockey-Saison: Die Bayernliga-Mannschaft der EA Schongau mit ihrem Trainer Rainer Höfler (vorn Mitte), Teammanager Martin Resch (l.) und Betreuer Armin Uhrig (r.). Ziel der „Mammuts“ ist es, die Play-offs zu erreichen. © Tobias Fuhrmann

Die EA Schongau startet mit einem vergrößertem Kader in die neue Bayernliga-Saison. Die Vorbereitung verlief bisweilen holprig, Coach Rainer Höfler findet klare Worte.

Schongau – Nicht ganz so wie erhofft ist bei der EA Schongau die Vorbereitung auf die neue Saison in der Eishockey-Bayernliga verlaufen. Der Auftakt der Testspielserie, mit dem Sieg in Geretsried, war noch ordentlich. Danach fehlte es den „Mammuts“ aber am Biss und an der Einstellung. Gegen Teams aus der darunter liegenden Landesliga, wie Fürstenfeldbruck und zuletzt Germering, reichte es dennoch zu Siegen. Beim Oberligisten EV Füssen und gegen Ligakonkurrent Peißenberg setzte es jedoch Niederlagen.

Als „viel zu pomadig“, bezeichnete Trainer Rainer Höfler die Auftritte. „Wir sind besser aufgestellt als letztes Jahr und spielen dann defensiv so vogelwild“, ärgert sich der 55-Jährige. „Gegen Peißenberg waren wir 40 Minuten das bessere Team, aber jeder unserer Fehler wurde bestraft“, sagt Höfler über die 3:7-Heimniederlage gegen die „Miners“. „Ein paar meinen wohl, es geht einfach so weiter, aber die Erfolge des letzten Jahres interessieren jetzt keinen mehr.“ Er erwartet von seiner Truppe nun, zum Punktspielstart, eine andere Einstellung.

Die Erfolge des letzten Jahres interessieren jetzt keinen mehr.

EAS-Trainer Rainer Höfler.

Allerdings hatten die Schongauer auch mit schwierigen Umständen in der Vorbereitung zu kämpfen. Die Eisbereitung im eigenen Stadion erfolgte später als geplant – eine Rolle spielte dabei auch die durch den russischen Angriffskrieg ausgelöste Energiekrise. Dadurch waren mehr angemietete Eiszeiten in der Fremde nötig. „Auch das Trainingslager mussten wir umstellen“, ergänzte Höfler, der einige neue Gesichter im Kader hat.

Die Kontingentstellen nehmen zwei Kanadier ein

Nur drei Abgängen stehen sechs Neuzugänge gegenüber. Mit Tristan Gangnon und Samy Paré setzen die Schongauer bei den Kontingentstellen auf zwei junge kanadische Stürmer. Dazu kamen mit Jonas Schwarzfischer, Tobias Estermaier und Marcus Köpf drei Angreifer von benachbarten Clubs. Für die Defensive sicherte sich die EAS die Dienste von Routinier Lubos Velebny, der die Erfahrung von fast 300 Oberligaspielen mitbringt. „Alle Neuen sind okay“, meint Höfler, der bei allen aber noch Steigerungspotenzial sieht.

Ansonsten hielten die „Mammuts“ ihre Herde weitgehend zusammen. Im Gehäuse stehen Daniel Blankenburg und Philipp Wieland. Die beiden Goalies werden sich wie schon in der vergangenen Saison abwechseln. Nahezu unverändert präsentiert sich die EAS-Defensive mit dem offensivstarken Daniel Holzmann, Philipp Keil, Leonhard Zink, Mathias Schuster, Tobias Findl sowie Youngster Stefan Saal. Bei Bedarf können auch die Allrounder Jonas Lautenbacher und Fritz Weinfurtner in der Abwehr eingesetzt werden. In der Offensive sollen Marius Klein, Florian Höfler, Simon Maucher, Matthias Müller, Willy Knebel und Florian Seelmann für Tore sorgen.

Steht mit neuen Mitspielern auf dem Eis: Tobias Estermaier wechselte von Peißenberg nach Schongau.
Steht mit neuen Mitspielern auf dem Eis: Tobias Estermaier wechselte von Peißenberg nach Schongau. © Roland Halmel

Darüber hinaus haben die Schongauer die Kooperation mit dem EV Füssen verlängert. Vom Altmeister können damit vier junge Spieler mit einer Förderlizenz auch bei den „Mammuts“ eingesetzt werden.

Höfler blickt zuversichtlich auf die Saison. „Wenn wir als Team überzeugen, können wir auch gute Gegner schlagen“, sagt er, gibt aber zu: „Wir werden sicherlich keinen Gegner spielerisch schlagen, wir müssen jeden Sieg hart erkämpfen.“ Sein Ziel ist das Erreichen der Play-offs, also mindestens Rang acht.

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Doch leicht wird das mit 14 Konkurrenten in der Bayernliga nicht. „Ich denke, die Liga ist stärker geworden“, sagt Höfler. Einige Vereine hätten sich enorm verstärkt. Wobei Höfler befürchtet, dass es eine Zwei-Klassengesellschaft in der Liga geben könnte. „Ich sehe sieben bis acht Teams vorne, und den Rest, der dann deutlich schwächer ist“, sagt Höfler, der seine Truppe aber in der oberen Hälfte verortet.

Zum Saisonstart bekommen es die „Mammuts“ mit einem Gegner zu tun, den Höfler als direkten Konkurrenten um einen Play-off-Platz erachtet: Am Sonntag (17.30 Uhr) gastiert die EAS bei den River Rats Geretsried. Gegen sie hatte Schongau das erste Testspiel 5:3 gewonnen.

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