Eishockeyspieler Maximilian Mewes von der EA Schongau im Zweikampf mit einem Spieler des EHC Königsbrunn
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Erneut hintendran: Maximilian Mewes (links, hier ein Archivbild) und die Schongauer „Mammuts“ verloren auch das zweite Auswärtsspiel der Saison.

Eishockey: Bayernliga

Bei den „Mammuts“ hapert es im Torabschluss

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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Die Reise zu den „Pirates“ des ESV Buchloe endete für die stark ersatzgeschwächte EA Schongau ohne Punkte. Ein Problem des Teams trat dabei offen zutage - und es liegt in der Offensive.

Schongau – Rainer Höfler hätte auf die großen Personalprobleme seines Teams verweisen können, aber das tat der Trainer der EA Schongau nicht. Den Unterschied zwischen den „Mammuts“ und dem gastgebenden ESV Buchloe im Bayernliga-Spiel am Freitagabend beschrieb Höfler so: „Wir machen hinten Fehler wie in eine Kleinschülermannschaft und schießen vorn keine Tore.“ Auf der Anzeigetafel schlug sich das in einem 1:5 (0:1, 0:2, 1:2) nieder. Buchloes Christopher Lerchner bescheinigte seiner Truppe eine „Top-Teamleistung“. Der dritte Sieg im dritten Heimspiel sei „hart erarbeitet“ gewesen.

Im ersten Drittel sahen sich die Schongauer, die gerade noch drei Reihen zusammenbekommen hatten, zumeist in die Defensive gedrängt. Immer wieder, so heißt es in einer EAS-Mitteilung, stand „Mammuts“-Torwart Daniel Blankenburg im Brennpunkt des Geschehens. Der Keeper, der vor Jahren bei den Buchloern gespielt hatte, zeigte mehrere starke Paraden. Das 0:1 (8.) durch Michael Telesz konnte er aber auch nicht verhindern.

EA Schongau: Viele Ausfälle und mangelnde Chancenverwertung

Im Mittelabschnitt erhöhte Alexander Krafczyk auf 2:0 (24.) – „etwas überraschend“, heißt es auf der Buchloer Homepage. Die Schongauer präsentierten sich nun als gleichwertiger Gegner. In der 32. Minute schickten die Schiedsrichter nach einer Rangelei auf dem Eis alle zehn Feldspieler mit einer 2-plus-2-Strafe in die „Kühlbox“. Derlei „habe ich noch nicht gesehen“, sagte Höfler. Doch er und Buchloes Lerchner fanden die Entscheidung der Referees „okay“. Die Schongauer, bei denen allein aus der ersten Formation Roman Tomanek, Matthias Müller und Verteidiger Leo Zink fehlten, hatten im zweiten Abschnitt diverse hochkarätige Möglichkeiten. Ein Treffer gelang ihnen aber nicht. Kurz vor der zweiten Pause kam der ESV durch Maximilian Schorer zum 3:0 (39.) – für Buchloe war das ein optimaler Zeitpunkt.

Im Schlussabschnitt bot sich ein ähnliches Bild. Die EAS hatte die größeren Spielanteile, die Gastgeber waren torgefährlicher. Michal Petrak (42., 59.) erzielte die weiteren Treffer der „Pirates“. Den „Mammuts“ war an diesem Abend nur ein Tor vergönnt: Tobias Turner nutzte ein Überzahlspiel zum 1:4 (47.). Es war, so hieß es von Seiten der Schongauer „das erste Tor seit fünf Spieldritteln“. Dies offenbare, „wo es bei der EAS derzeit hapert“.

Statistik: 1. Drittel: 1:0 (7:19) Telesz (Petrak). 2. Drittel: 2:0 (23:57) Krafczyk, 3:0 (38:57) Schorer (Telesz, Petrak). 3. Drittel: 4:0 (41:38) Petrak (Hofer/4-4), 4:1 (46:35) Turner (Holzmann, Szwez/5-4), 5:1 (58:18) Petrak. Strafminuten: Buchloe 32 – Schongau 30. Zuschauer: 200.

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