Jonas Lautenbacher (rechts) von der EA Schongau im Spiel gegen den TEV Miesbach.
+
Jonas Lautenbacher (rechts) von der EA Schongau im Spiel gegen den TEV Miesbach.

EISHOCKEY: Bayernliga

EA Schongau: Erst Außenseiter, dann Favorit

  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
    schließen

Weiter geht‘s für die EA Schongau in der Bayernliga: Die Gegner heißen diesmal ESC Kempten und ESC Dorfen. Darüber hinaus gibt es Neuigkeiten in Sachen „Kader“.

Schongau – Schon nach wenigen Spieltagen ist Corona in der Eishockey Bayernliga wieder fast so präsent wie in der vergangenen Saison. Bei den Schweinfurter „Mighty Dogs“ erwischte es gleich zehn Spieler, sodass die Unterfranken bis auf Weiteres pausieren. Auch Waldkraiburg und Königsbrunn pausierten zuletzt. Von den Absagen betroffen war auch der ESC Kempten, bei dem die EA Schongau am heutigen Freitag (19.30 Uhr) gastiert.

„Eine sehr kompakte, gut besetzte Mannschaft“, sagt EAS-Coach Rainer Höfler über die Allgäuer. In der Vorbereitung verlor die EAS gegen den ESC mit 4:5. ESC-Stürmer Colton Leiter erzielte damals zwei Treffer. Der Kanadier ist allerdings nicht mehr da. Dafür verpflichteten die „Sharks“ seinen Landsmann Robert Lepine. Bester Scorer der Kemptener ist aktuell der ehemalige Peitinger Max Schäffler mit 14 Punkten. „Wir sind in der Partie Außenseiter“, sagt Höfler vor dem Duell gegen den ESC, den er zu den Titelanwärtern zählt.

Jason Lavallee nun fest im EAS-Kader

Anders sieht es im Heimspiel am Sonntag (17 Uhr) aus: Da treffen die „Mammuts“ auf die noch punktlosen „Eispiraten“ des ESC Dorfen. Höfler will sich von der bisherigen Bilanz aber nicht blenden lassen. Zum einen haben die Dorfener erst drei Partien absolviert, zum anderen „hatten sie auch ein paar verletzte Spieler“. Die Forderung für beide Partien lautet: „Wir müssen ordentlich spielen und konzentriert auftreten.“ Ziel sind mindestens drei Punkte.

Jason Lavallee ist fest im EAS-Kader.

Personell kann Coach Höfler derzeit aus dem Vollen schöpfen. Weiter müssen die „Mammuts“ auf Jakub Muzik verzichten – der Tscheche befindet sich aktuell im Aufbautraining und wird demnächst wieder spielen können. Für Muzik steht erneut Jason Lavallee im Kader. Der 25-jährige Franko-Kanadier (im Vorjahr beim ERC Lechbruck) bekam bei den Schongauern einen Vertrag bis Ende November. „Bei ihm läuft es immer besser“, erkannte Höfler einen Trend nach oben. „Wenn alle drei Ausländer fit sind, entscheidet dann die Leistung, wer von ihnen spielt.“

Jason Lavallee stammt aus Thetford Mines im Süden der kanadischen Provinz Quebec. Der 1,80 Meter große Stürmer fiel im Nachwuchs in renommierten Ligen und auch in der Universitätsliga (University of Quebec, Trois-Rivieres) „schon immer durch gute Scorerwerte auf“, so die EAS. Im Vorjahr wechselte er zum ersten Mal nach Europa. Beim Nachbarn ERC Lechbruck bekam er einen Vertrag, konnte aber nur in der Vorbereitung glänzen, da die Landesligasaison abgebrochen wurde, bevor sie richtig begann. Für die Saison 2021/22 war er eigentlich vom Bayernligisten EHC Königsbrunn verpflichtet worden. Doch noch in der Vorbereitung wurde sein Vertrag zu Gunsten des Amerikaners Hayden Trupp gelöst, der aus Landsberg zu den Pinguinen zurückkehrte. Den EAS-Verantwortlichen war Lavallee beim 7:3-Sieg des EHC über die „Mammuts“ aufgefallen. Im Test gegen den EC Peiting war Lavallee auf EAS-Seite dabei. Nachdem Jakub Muzik verletzt ausgefallen war und Jason Lavallee gerne in Deutschland bleiben wollte, wurden die Möglichkeiten geprüft - nun kam es zur Verpflichtung.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare