Wichtiger Torjäger: Jakub Muzik war Topscorer der „Mammuts“ – wie schon in der Saison zuvor.
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Wichtiger Torjäger: Jakub Muzik war Topscorer der „Mammuts“ – wie schon in der Saison zuvor.

Eishockey-Bayernliga

Fazit EA Schongau: Eine Saison zum Abhaken

  • vonRoland Halmel
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Eine Saison zum Abhaken: Das Fazit bei der EA Schongau ist klar. Bis die Corona-Pandemie die Spielzeit vorzeitig beendete, musste die EAS um den Klassenerhalt kämpfen.

Schongau – Die Spannung im Abstiegskampf war kaum zu überbieten. Im Bayernliga-Play-down-Duell zwischen der EA Schongau und dem ESC Dorfen stand es nach zwei Spielen 1:1, ehe das Coronavirus sämtliche sportliche Aktivitäten zum Erliegen brachte und allen Eishockeyteams ein vorzeitiges Saisonende bescherte. „Das Ende passt eigentlich zu unserer ganzen Saison“, sagt EAS-Teammanager Martin Resch.

Die mit großen Erwartungen gestarteten „Mammuts“ wurden durch Krankheit und Verletzungen ausgebremst. Dazu gab es reichlich Leistungsschwankungen. „Unterm Strich können wir nicht zufrieden sein, das war eine Saison zum Abhaken“, bilanziert Resch. Dabei sah es noch vor der ersten Eiszeit und auch in der Vorbereitung sehr gut aus. Mit dem neuen Trainer Andreas Leschinger und einem größeren Kader wollte die EAS angreifen und nicht nur gegen den Abstieg spielen. Mit dem Sieg nach Verlängerung zum Auftakt beim Favoriten Miesbach ließen die Schongauer auch gleich aufhorchen.

EA Schongau zu unbeständig

Der Erfolg erwies sich im Nachhinein als Fluch. „Das war zum vierten Mal in Folge, dass wir im ersten Spiel bei einem favorisierten Team punkteten und danach ging es bergab“, sagt Resch. In den folgenden elf Partien gelang nur ein Sieg. „Wir haben da mit einem guten Kader nicht die Leistung auf das Eis gebracht“, bekennt Resch. Wobei er seine beiden Ausländer in Schutz nimmt. Jakub Muzik musste sich vor dem Saisonstart erst einmal umstellen und Arbeit mit Eishockey in Einklang bringen. Milan Kopecky konnte im Sommer nicht wie gewohnt trainieren und brauchte einige Zeit, um den Rückstand aufzuholen.

„Ab Mitte November ereilte uns dann das extreme Verletzungspech“, nennt Resch das zweite Problem, mit dem sich die „Mammuts“ danach herumschlagen mussten – und das zur Fortsetzung des Negativlaufs führte. Bis zum Ende der Hauptrunde zum Jahreswechsel hatte die EAS, die mit einem schwachen Überzahlspiel und einer schlechten Chancenverwertung kämpfte, gerade mal fünf Siege auf dem Konto. In der Abstiegsrunde standen die „Mammuts“ nach der Lungenembolie bei Kopecky zunächst unter Schock, ehe sie wieder in die Spur fanden. „Hinten raus war das Aufbäumen da“, lobt Resch den Kampfgeist des Teams, das fast noch den direkten Klassenerhalt geschafft hätte. Vier Siege am Stück, darunter ein 3:0-Erfolg gegen Peißenberg gelangen. „Da hat man gesehen, wie stark wir hätten sein können.“

Einige Wechsel bei den „Mammuts“

Laut Resch habe trotz der vielen Niederlagen der Trainer nie zur Diskussion gestanden. „Andy hatte stets unser Vertrauen“, sagt Resch über den Coach.

Personell gab es dagegen ein paar Wechsel. Mauro Seider und Matthias Müller verließen die EAS, die sich am Ende noch mit Jeff Szwez und Ronald Dvonc gute Verstärkungen holte. Ob die beiden auch in der kommenden Saison das „Mammuts“-Trikot tragen werden, ist derzeit noch offen.

Neuer Trainer gesucht

Sicher ist bereits, dass Leschinger das Team nicht weiter trainieren wird. Er wechselt in den EAS-Nachwuchsbereich. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Bei den Spielern wolle man „mit einem Großteil weitermachen“, sagt Resch. „Es wird aber auch einige neue Gesichter geben.“

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