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Derby-Zeit in Schongau: Neun Tore und einige Aufreger

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Von: Roland Halmel

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Treffen der Kontingentspieler: Das Foto zeigt einen Zweikampf im Derby zwischen Peitings Nardo Nagtzaam (links) und Schongaus Roman Tomanek.
Treffen der Kontingentspieler: Das Foto zeigt einen Zweikampf im Derby zwischen Peitings Nardo Nagtzaam (links) und Schongaus Roman Tomanek. © Roland Halmel

Derbys zwischen der EA Schongau und dem EC Peiting sind etwas Besonderes. Da macht es auch nichts, wenn es sich nur um ein Testspiel handelt. Beim jüngsten Duell gab‘s neun Tore und einige Aufreger.

Peiting – Die Senioren-Mannschaften des EC Peiting und der EA Schongau spielen in unterschiedlichen Ligen und haben daher in Pflichtspielen keine Berührungspunkte. In der Vorbereitung gibt es aber hin und wieder das Duell. Am Sonntag war es wieder so weit – und die Partie auf Schongauer Eis bot einige Aufreger. Zwei Tage davor waren beide Teams gegen Ligakonkurrenten im Einsatz.

Das Spiel bei der EA Schongau hatte der EC Peiting mit 5:4 gewonnen, doch Trainer Anton Saal war in zweifacher Hinsicht sauer. Zum einen hatte seine Truppe in der Schlussphase einen komfortablen Vorsprung verspielt, zum anderen schied Marco Habermann schon früh, nach gerade einmal 35 Sekunden, wegen einer Verletzung nach einem Kniecheck vom Eis. „So darf man nicht auftreten“, ärgerte sich Saal. Sein Gegenüber, Rainer Höfler, war dagegen zufrieden: „Wir haben uns gegen einen sehr starken Gegner sehr gut verkauft.“

Verletzung gleich nach wenigen Sekunden

Das Duell vor 630 Zuschauern begann gleich mit einem Aufreger: Daniel Holzmann krachte mit Habermann zusammen, der mit einer Knieverletzung vom Eis musste. Der „Mammuts“-Verteidiger kassierte für den Kniecheck eine Spieldauerstrafe. In der fünfminütigen Unterzahl hielt EAS-Torwart Philipp Wieland seinen Kasten lange sauber. Praktisch mit Ablauf der Strafe erzielte Peitings Andreas Feuerecker (6.) das 1:0. Als noch in derselben Minute Markus Czogallik das zweite Tor erzielte, befürchteten die „Mammuts“-Fans schon Schlimmes. Die Hausherren fingen sich aber und überstanden eine weitere Unterzahl unbeschadet. Für weitere Aufregung sorgte dann das vermeintliche Anschlusstor (14.) von Florian Höfler, das vom Schiedsrichtergespann aber nicht gegeben wurde. „Die Scheibe war aber 30 Zentimeter hinter der Linie“, sagte EAS-Teammanager Martin Resch.

Im Mittelabschnitt erhöhte Fabian Weyrich (30.) auf 3:0 für die Peitinger, ehe Roman Tomanek (36.) im Nachschuss das erste EAS-Tor gelang. Das nächste Peitinger Überzahlspiel nutzte Thomas Heger (38.) um das 4:1 zu erzielen. Zu diesem Zeitpunkt stand Daniel Blankenburg im „Mammuts“-Kasten. Danach versäumten es die Peitinger, mehr aus ihren spielerischen Vorteilen zu machen. Auch einige Schongauer Strafzeiten konnte der ECP nicht nutzen. Das sollte sich in der Schlussphase rächen.

Jonas Lautenbacher (55.) in Unterzahl, Höfler (57.) und Schongaus Gastspieler Jason Lavallee (57.) – der Ex-Königsbrunner vertrat den verletzten Jakob Muzik – sorgten mit ihren Treffern für den 4:4-Ausgleich. Die Peitinger verhinderten allerdings, dass sie zum dritten Mal in dieser Testspielserie in die Verlängerung gehen mussten: Nachwuchsmann Tim Mühlegger (58.) entschied mit seinem Tor zum 5:4 die Partie.

EC Peiting nach eigenen Toren noch zu nachlässig

Das Freitagsspiel des EC Peiting: Zwei Tage davor hatten die Peitinger den EV Lindau empfangen. Mit 3:5 musste sich der ECP den „Islanders“ geschlagen geben. Nardo Nagtzaam (2.) traf zum 1:0 für Peiting. Danach ließen die Hausherren gute Möglichkeiten aus. Kurz vor der ersten Drittelsirene glich Lindau aus. Heger (27.) und Czogallik (29.) trafen zum 2:1 und 3:1. Lindau kam aber sofort durch einen Doppelschlag (30., 32.) zurück. „Wir sind unmittelbar nach Treffern zu nachlässig“, schimpfte Saal. Im Schlussdurchgang verpassten es die Hausherren, erneut vorzulegen. In den letzten Minuten gaben die Lindauer Gas. Nach dem Führungstreffer (57.) machten sie mit einem Tor in den verwaisten Kasten alles klar. „Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht, vor allem beim Spiel ohne Scheibe, aber wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen“, konstatierte Saal.

EA Schongau hadert mit dem Schiedsrichter

Das Freitagsspiel der EA Schongau: Der Gegner der Schongauer am Freitag war Bayernliga-Konkurrent Kempten. Die dezimierten „Mammuts“, mit zwei Förderlizenzspielern (David Kaiser, David Moor) angetreten, verloren mit 4:5. Höfler (21.) und Lautenbacher (26.) trafen zum 1:0 und 2:0. Die Ausländer bei Kempten, Colton Leiter und Joonas Huovinen, sorgten für den Ausgleich. Leo Zink (45.) schoss die Gäste erneut nach vorne, in Überzahl glich Kempten aus. Auch das 4:3 durch Höfler (55.) hatte nicht Bestand. In den letzten Minuten haderten die Schongauer mit Entscheidungen der Schiedsrichter. Das 4:4 (57.) fiel, als die EAS zwei Mann auf der Strafbank hatte. Dem 4:5 – erzielt durch Mauro Seider – soll ein Icing vorangegangen sein.

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