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Allen Grund zum Jubeln hatten die Schongauer im Schlussspurt der Saison. 

Eishockey

EA Schongau erlebt verrückte Bayernligasaison mit gutem Ende

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Was für ein Saisonfinale: Die EA Schongau hat den Klassenerhalt geschafft und ist Erster in der Verzahnungsrunde geworden - Sieg am Ende der besten Bayernligasaison.

Weilheim-Schongau – Als die Mammuts am Sonntag zur zweiten Drittelpause vom Eis glitten, war noch alles offen. Der Eishockey-Bayernligist lag gerade 4:5 in Kempten hinten. In Buchloe deutete sich zur gleichen Zeit eine Niederlage für Geretsried an – der Zweitplatzierte rannte einem 1:6-Rückstand hinterher. Nur der Dritte, Dorfen, führte mit 6:0 klar gegen Vilshofen. Hätte sich nun einer hingesetzt und eine Livetabelle erstellt, so hätten die drei Ersten allesamt 30 Punkte auf dem Konto gehabt. Der erste Platz wurde also in den Schlussminuten der Saison vergeben.

Der Ehrgeiz bei den Mammuts war geweckt. Matthias Müller gelang mit seinem dritten Treffer des Tages der Ausgleich, das gesamte Team überstand danach noch ein Unterzahlspiel schadlos. Dann schoss Tobias Turner nach 54 Minuten die EAS ins Glück. Spiel gedreht, Sieg geschafft, Tabellenspitze gesichert. Den Klassenerhalt hatten die Mammuts ohnehin schon in der Tasche. „Das war eine tolle Saison“, schwärmt Teammanager Martin Resch.

EA Schongau erlebt verrückte Bayernligasaison mit gutem Ende

Die Vorrunde in der Bayernliga hatten die Schongauer als Elfter im 14er-Feld abgeschlossen – mit 30 Punkten. „Das war nach Punkten unser beste Saison überhaupt in der Bayernliga“, sagt Resch. „Wir haben einfach den geringsten Etat in der Liga. Bei uns ist immer der Klassenerhalt das Ziel.“

Um den kämpften die Mammuts in der Gruppe C der Verzahnungsrunde. Hier spielten drei Bayernligisten und fünf Landesligisten um drei Plätze in der Bayernliga 2019/20. 14 Spiele standen dabei auf dem Programm – drei davon wurden gewertet. Gegen Amberg durften sich die Mammuts über ein 5:0 freuen, weil der Gegner die Partie aufgrund zu vieler kranker Spieler absagen musste und kein Nachholtermin gefunden wurde. Auch die beiden Partien gegen Haßfurt wurden mit 5:0 gewertet. Schongau hatte eigentlich verloren, bekam die Punkte aber im Nachhinein geschenkt, weil der Gegner zuviele Ausländer einsetzt – ob’s bei der Wertung bleibt, wird womöglich im Sommer erst ein Gericht entscheiden. „Aber das interessiert uns nicht mehr“, sagt Resch. Denn auch ohne die Punkte vom Grünen Tisch haben es die Mammuts geschafft, Bayernligist zu bleiben. Ganz sportlich. Mit Siegeswillen bis zum Schluss.

Die besten Scorer

Jakub Muzik holte in dieser Saison die meisten Scorerpunkt – 74 an der Zahl. Er schoss 31 Tore selbst, genauso wie Milan Kopecky, der insgesamt auf 59 Scorerpunkte kommt. Matthias Müller steuerte als Drittbester Scorer 41 Punkte (20 Tore) bei.

So lief’s für die Bezirksligisten Schongau 1b, Bayersoien und Lechbruck

ERC Lechbruck 

Große Freude herrschte beim ERC Lechbruck, als der Einzug in die Play-offs geschafft war. Die Bezirksliga 4 hatte das Team als Tabellenzweiter hinter der SG Lindenberg abgeschlossen – mit elf Siegen und drei Niederlagen auf dem Konto. Doch der Gegner in den Play-offs war dann eine Nummer zu groß. Gegen die Wanderers Germering, den Tabellenersten der Bezirksliga 3, setzte es eine 3:8- und eine 8:13-Niederlage. Mit den Play-offs war das Saisonziel ohnehin erreicht, großer Frust herrschte in Lechbruck nach dem Ausscheiden nicht. „Am Ende können wir allgemein mit dem Erreichten sehr zufrieden sein“, sagte Manfred Sitter, erster Vorstand des ERC. Mit Germering hatte das Team auch einen schweren Gegner vorgesetzt bekommen. Die Wanderers waren in der Saison 2017/18 von der Bayernliga in die Landesliga abgestiegen. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten ging der Verein schließlich sogar freiwillig in die Bezirksliga runter.

ESV Bad Bayersoien 

Das letzte Saisonspiel war laut Felix Utschneider sinnbildlich für die gesamte Saison: Der Bezirksligist war oft überlegen, aber schoss einfach zu wenig Tore. So ging nicht nur der Saisonausklang mit 0:3 gegen den ESC Holzkirchen verloren, so stand am Ende auch bloß der siebte Tabellenplatz zu Buche. „Ein bisschen mehr hatten wir uns schon erhofft“, sagt der ESV-Abteilungsleiter. Nur fünf der 16 Partien konnte der ESV, der mit dem EC Peiting eine Spielgemeinschaft bildet, für sich entscheiden.

EA Schongau 1b 

Ein bisschen besser als beim Ligakonkurrenten Bayersoien lief es für die 1b der Mammuts. Sie landete in der Bezirksliga 3 auf dem 5. Platz im Neunerfeld. Neun Siege und sieben Niederlagen standen am Ende zu Buche – so landeten 25 Punkte auf dem Konto der Schongauer. Genauso viele hat auch der Sechstplatzierte ESC Holzkirchen. Doch die EAS schoss 13 Tore mehr – da war es egal, dass sie auch zehn Gegentreffer mehr zugelassen hatte.

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