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Jubelnde „Mammuts“, verärgerte „Eishackler“: Die EA Schongau (in Schwarz) freut sich über das 3:0.

Sieg gegen Peißenberg: Schongaus Mammuts laufen, checken – und treffen

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Einfaches Eishockey kann erfolgreich sein. Das bewies die EA Schongau im Derby gegen die Peißenberger Eishackler.

Schongau – „Ich freue mich riesig, dass wir so eine Leistung am Sponsorentag gezeigt haben“, sagte EAS-Coach Andy Leschinger, der in den letzten Wochen wenig Grund zum Strahlen hatte, nach dem 6:3-Derbysieg gegen die Peißenberger „Eishackler“ fröhlich. „Ich hoffe, die Mannschaft hat jetzt den Schalter umgelegt und nimmt den Kampf auch in den nächsten Spielen so an“, wünscht sich Leschinger, dass nach dem fast schon traditionell schwachen November wie in der Vergangenheit der Dezember-Aufschwung kommt.

„Wir haben einfach in Richtung Tor gespielt, viele Zweikämpfe gewonnen und im ersten und zweiten Drittel die Chancen eiskalt verwandelt“, nannte der EAS-Coach die entscheidenden Faktoren für den Heimerfolg am Sonntag. Von all diesen Tugenden war bei den Peißenbergern wenig zu sehen. „Wenn nach einem Derby die halbe Mannschaft mit trockenen Haaren in die Kabine kommt, ist eigentlich alles gesagt“, sagte „Eishackler“-Coach Rainer Höfler über die schwache kämpferische und läuferische Leistung seines Teams, das nahtlos an die bescheidene Heimvorstellung am Freitag gegen Geretsried anknüpfte.

Jakub Muzik bringt EA Schongau in Führung

Die Verunsicherung daraus war den ersatzgeschwächten Peißenbergern in der Anfangsphase anzumerken. Im ersten Powerplay der Gäste klappte nicht viel. Jakub Muzik (8.) lief prompt einen Konter, bei dem er seinen Gegenspieler und auch TSV-Goalie Korbinian Sertl ausspielte und zum 1:0 einnetzte. In der Folge fuhren die „Mammuts“ jeden Check zu Ende und suchten schnell den Abschluss. Das zahlte sich aus. Nach einer schönen Kombination ließ Jonas Lautenbacher (14.) das 2:0 folgen. Nur 27 Sekunden später erhöhte Milan Kopecky (14.) nach einem Gewühl vor dem Gästetor auf 3:0. Die Hausherren hatten dabei Glück, dass der Unparteiische zuvor ein Foulspiel an „Eishackler“-Kapitän Martin Andrä übersah. Erst danach wachten die Peißenberger auf. Direkt im Gegenzug brachte Valentin Hörndl (15.) die Gäste mit einem verdeckten Schuss wieder heran. Kurz vor Drittelende krachte Simon Maucher nach einem Zweikampf gegen das Tor. Die folgende Rudelbildung führte zu zahlreichen Strafen. Tore fielen aber keine mehr.

Peißenberg macht‘s nochmal spannend

Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts machte Florian Höfler (22.) mit einem Break in Unterzahl die Partie wieder spannend. Aber nur für kurze Zeit, da die Mammuts sofort die Antwort gaben. Ein energischer Antritt von Daniel Holzmann (23.) brachte das 4:2. Kurz danach durften die Hausherren einen Konter durch Simon Fend (28.) zum 5:2 abschließen. Nach zwei ausgelassenen EAS-Großchancen (32.,34.) machte Steven Wagner (36.) nach einem erneut sehenswerten Angriff das halbe Dutzend für die Schongauer voll.

Zu Beginn des Schlussdurchgang flackerte bei den Peißenbergern nach dem 3:6 durch Youngster Sinan Ondörtoglu (43.) nochmal Hoffnung auf eine Wende auf. Das anschließende Unterzahlspiel überstanden die Hausherren aber unbeschadet und damit war der Weg für die „Mammuts“ zum verdienten Derbyerfolg frei.

Statistik

EA Schongau 6
TSV Peißenberg 3

(3:1, 3:1, 0:1)

1. Drittel: 1:0 (7:35) Muzik (Kopecky/4-5), 2:0 (13:13) Lautenbacher (Fend, Maucher), 3:0 (13:40) Kopecky (Muzik, Wagner), 3:1 (14:09) Hörndl (Höfler). 2. Drittel: 3:2 (21:00) Höfler (Ebentheuer/3-4), 4:2 (22:44) Holzmann (3-3), 5:2 (27:15) Fend (Holzmann, Lautenbacher), 6:2 (35:35) Wagner (Muzik, Kopecky). 3. Drittel: 6:3 (42:39) Ondörtoglu (Markus Andrä). Strafminuten: Schongau 16, Peißenberg 14.Zuschauer: 366.

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