Das war´s: Milan Kopecky verlässt die EAS. 
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Das war´s: Milan Kopecky verlässt die EAS. 

Eishockey

Topscorer Milan Kopecky beendet Karriere bei der EAS - Verein plant Verabschiedung

  • Phillip Plesch
    vonPhillip Plesch
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Nun ist Schluss. Nach sieben Jahren verlässt Milan Kopecky als Topscorer die EA Schongau. Der Verein möchte ihn gebührend verabschieden.

Schongau – Nach sieben Jahren ist Schluss. Milan Kopecky beendet seine Karriere bei der EA Schongau. Seit 2013 lief der 39-jährige Tscheche für die EAS auf. Dabei schwang er sich nicht nur zum All-Time-Topscorer des Eishockey-Bayernligisten auf, sondern gab sein Wissen auch an die Nachwuchsspieler der EAS weiter.

„Der Verein verliert einen großartigen Spieler und Menschen und es wird schwer, diese Lücke zu schließen“, sagt Teammanager Martin Resch. Von seinem Zusammenbruch auf dem Eis beim Spiel gegen Schweinfurt Ende Januar hat sich Kopecky wieder erholt. „In den nächsten Monaten wird er weiterhin in den Krankenhäusern in Schongau und Murnau ärztlich betreut“, berichtet Teamsprecher Gerhard Siegl. Mittelfristig werde der Stürmer dann mit seiner Familie in seine tschechische Heimatstadt Kolin zurückkehren.

Vergangenes Jahrzehnt geprägt wie kein anderer

In Schongau hat Kopecky aber seine zweite Heimat gefunden. Seine beiden Söhne Jakub und Tomas wurden in der Lechstadt geboren. Nach Friedrich Weinfurtner war er der dienstälteste Spieler und brachte es in den 203 Spielen für die „Mammuts“ auf 316 Punkte (147 Toren und 169 Vorlagen). „So kann man getrost sagen, dass Milan das vergangene Jahrzehnt der EAS auf dem Eis geprägt hat wie kein anderer“, so Siegl.

Kopecky kam 2012 zu den Peißenberger „Eishacklern“. Von dort ging es nach eineinhalb Spielzeiten weiter nach Schongau, als bei der EAS kurzfristig ein Wechsel auf der Kontingentstelle anstand. „Milan kam, sah und die EAS siegte wieder und der ,Feuerwehreinsatz‘ bei der EAS wurde zu einer dauerhaften Erfolgsgeschichte“, sagt Gerhard Siegl.

„Werden gebührenden Abschied organisieren“

Die sportlichen Höhepunkte seiner Karriere hatte der Tscheche vorher schon erlebt. 2000 wurde er mit nicht einmal 19 Jahren von den Philadelphia Flyers in der NHL gedraftet. Er blieb aber in Europa und wurde in der Saison 2002/2003 mit dem HC Slavia Prag tschechischer Meister. 243 Spiele absolvierte er in der Extraliga. Dazu kommen Einsätze in der 1. und 2. Liga Tschechiens sowie kurze Ausflüge nach Korea und Finnland. Die längste Zeit am Stück verbrachte er jedoch in Schongau.

„Wir werden für Milan einen gebührenden Abschied organisieren, und der Kontakt zu ihm wird sicherlich bestehen bleiben“, sagt Martin Resch. Ob und mit wem die EA Schongau die vakante Position als Nachwuchstrainer und Kontingentspieler im Team neu besetzt, ist laut Siegl noch unklar. „Wir sondieren den Markt“, so Resch. „Müssen aber auch die weitere Situation im Umgang mit Covid-19 beachten. Ein möglicher Kandidat muss neben der Erfahrung im Umgang mit Nachwuchsspielern, auch in unser sportliches und finanzielles Profil passen.“

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