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Jubel nach dem 2:2: Die EA Schongau holt gegen Pfaffenhofen einen Rückstand auf. 

Unnötige Strafzeit kostet die Schongauer „Mammuts“ den Sieg

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Erst Rückstand, dann Ausgleich und schließlich sogar Führung: Die Schongauer „Mammuts“ waren kurz vorm ersten Sieg in der Abstiegsrunde. Und gingen dann leer aus.

Schongau – Auf dem besten Weg zum ersten Sieg in der Abstiegsrunde gab die EA Schongau den möglichen Dreier gegen den EC Pfaffenhofen noch aus der Hand. Zwei späte Gegentore besiegelten die bittere 4:5-Heimniederlage, bei der die ersatzgeschwächten „Mammuts“ über weite Strecken kämpferisch zu überzeugen wussten.

„Nach so einem Spiel ist es schwierig was zu sagen“, sagte EAS-Coach Andreas Leschinger niedergeschlagen. „Die Jungs haben alles reingehauen, aber der Eishockey-Gott war nicht auf unserer Seite.“ Pfaffenhofens Trainer Chris Haid gab zu: „Wir waren nicht das bessere Team, wir hatten einfach Glück.“

Dabei legten die Gäste gut los. Mit dem Schwung aus dem erfolgreichen Rundenauftakt mit dem Heimsieg gegen Königsbrunn verwertete der ECP gleich die ersten beiden Chancen durch Robert Gebhardt (5.) und Nick Endress (7.) aus der brandgefährlichen ersten Reihe der „Icehogs“ zum 2:0. „Wir sind aber gut zurückgekommen“, sagte Leschinger, nachdem sein Team die schnelle Antwort mit dem Anschlusstreffer durch Fritz Weinfurtner (9.) lieferte. Zimmert (11.) und Sebastian Schattmaier (15.) verpassten im Anschluss den Ausgleich.

Ausgleich in der 25. Minute

Zu Beginn des Mittelabschnitts hatte EAS-Goalie Daniel Blankenburg bei einem Stangentreffer von John Lawrence (23.) das Glück des Tüchtigen. Wenig später durfte der EAS-Anhang jubeln, als Jonas Lautenbacher, der zusammen mit Weinfurtner und Richard Schratt eine enorm engagierte und torgefährliche Reihe bildete, sein Solo mit dem verdienten 2:2 (25.) abschloss. Kurz danach mussten die „Mammuts“ einen Nackenschlag wegstecken, als Tobias Findl mit einer Spieldauerstrafe (26.) vom Eis musste. Nach seinem Check war Simon Hintermeier unglücklich hingefallen und hatte sich leicht im Gesicht verletzt. Während der fünfminütigen Unterzahl kassierten die Hausherren eine weitere Strafzeit. Aber auch in doppelter Überzahl brachten die Gäste nichts Gefährliches zustande. Wieder komplett übernahm die EAS erneut das Kommando.

Zu Beginn des Schlussdurchgangs machte sich dies auch beim Ergebnis bemerkbar. Weinfurtner (42.) schoss die „Mammuts“ erstmals in Front. Kurz nach Ablauf einer Strafzeit glich Lawrence (50.) mit einem Distanzschuss aus, nachdem Tobias Thurner davor noch auf der Linie geklärt hatte. Die Schongauer kämpften dennoch unverdrossen weiter. In eigener Unterzahl gelang Jakub Muzik (56.) auf Zuspiel von Neuzugang Jeff Szwez die neuerliche EAS-Führung. Eine unnötige Strafzeit von Lautenbacher nutzte Jake Fardoe (59.) kurz vor Schluss zum Ausgleich. Als sich alles schon auf eine Verlängerung einstellte, schlugen die Gäste ein weiteres Mal zu. 16 Sekunden vor der Sirene landete ein verdeckter Schuss von Tim Lohrer an Freund und Feind vorbei zum Schongauer K.O. im Netz. 

Statistik

EA Schongau 4
EC Pfaffenhofen 5
(1:2, 1:0, 2:3)
1. Drittel: 1:0 (4:35) Gebhardt (Endress/Fardoe), 2:0 (6:25) Endress (Lawrence/Gebhardt), 1:2 (8:39) Weinfurtner (Lautenbacher/Zimmert). 2. Drittel: 2:2 (24:09) Lautenbacher (Schratt/Weinfurtner). 3. Drittel: 3:2 (41:03) Weinfurtner (Lautenbacher/Maier), 3:3 (49:24) Lawrence (Fardoe/Endress), 4:3 (55:15) Muzik (Szwez/Dressel/4-5), 4:4 (58:38) Fardoe (Endress/Lawrence/5-4), 4:5 (59:42) Lohrer (Endress/Fardoe). Strafminuten: EAS 8 + 5 (Findl) + 20 (Findl) + 20 (Müller) – ECP 8. Zuschauer: 203.

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