1. Startseite
  2. Sport
  3. Eishockey
  4. EA Schongau

Schongaus Trainer Rainer Höfler kennt die Ursachen für den Absturz seiner Mannschaft

Erstellt:

Von: Roland Halmel

Kommentare

Rainer Höfler, Trainer der EA Schongau
Rainer Höfler ist Trainer der EA Schongau. © Roland Halmel

Zwischenzeitlich belegte die EA Schongau in der Bayernliga Rang zwei. Das ist noch gar nicht so lange her - und gefühlt dennoch schon eine Ewigkeit weg.

Schongau – Aus den ersten sieben Spielen in der Bayernliga holte die EA Schongau fünf Siege. Diese Erfolgsbilanz zum Auftakt hievte die „Mammuts“ zwischenzeitlich bis auf Platz zwei. Seit Ende Oktober läuft es jedoch nicht mehr rund. In den folgenden sieben Partien vor dem spielfreien Wochenende kamen nur noch magere vier Punkte dazu, was die EAS auf Platz neun abstürzen ließ.

Eishockey: Schongau muss den Ausfall vieler Stammkräfte hinnehmen

Die Gründe für den Abwärtstrend sind vielfältig. Coach Rainer Höfler musste einige Ausfälle verkraften, darunter auch Leistungsträger wie Roman Tomanek. Die dadurch nötig gewordenen Umstellungen führten zu Abstimmungsproblemen, die von den Gegnern, die sich zudem immer besser auf den vermeintlichen Außenseiter einstellten, ausgenutzt wurden. „Wir machen auch zu viele Fehler“, monierte Höfler viele Nachlässigkeiten vor dem eigenen Tor, die oftmals unerfreuliche Folgen hatten. Selbst der stark haltende Torhüter Daniel Blankenburg konnte nicht alle Patzer seiner Vorderleute ausbügeln.

Eishockey: Erschreckende Werte der Schongauer im Unterzahlspiel

Hinzu kommen Schwächen im Penaltykilling. Nur Aufsteiger Ulm/Neu-Ulm weist einen schlechteren Wert im Unterzahlspiel aus als die EAS. Die daraus resultierenden 36 Gegentreffer in den vergangenen sieben Spielen, im Schnitt also über fünf, sind durch eine starke Offensive nur schwer zu kompensieren. Wobei der EAS-Angriff ebenfalls unter Ausfällen leidet. Auch die Effektivität, die zu Saisonbeginn noch sehr gut war, ließ merklich nach. „Schauen wir mal, ob uns die Pause gut getan hat“, sagt Höfler.

Eishockey: Umgeimpfte Spieler der EA Schongau müssen weiter pausieren

Er ist sich nicht sicher, wie sein Team vor dem Heimspiel diesen Freitag gegen die Erding „Gladiators“ (20 Uhr) dasteht. Personell schaut’s weiterhin mau aus, da vier ungeimpfte Spieler weiter pausieren müssen. Tobias Findl zwickt’s im Oberschenkel, auch er muss gegen den Tabellensechsten, der nur einen Punkt mehr als die Schongauer auf dem Konto hat, aussetzen. Die „Gladiators“ werden derzeit auch von einer wahren Ausfallwelle heimgesucht. Beim Nachholspiel am vergangenen Mittwoch zuhause gegen Miesbach, das mit 3:6 verloren ging, fehlten den Erdingern coronabedingt einige Stammkräfte. Das war auch schon beim Hinspiel der „Mammuts“ der Fall, das die EAS in der Höhe völlig überraschend mit 8:2 für sich entschied. Bei den Erdingern, deren beste Scorer Daniel Krzizok und Sebastian Busch (jeweils 22 Punkte) sind, ging es danach bergauf – und bei den Schongauern kurze Zeit später bergab. „Wir schauen von Tag zu Tag und nehmen es, wie es kommt“, will sich Höfler auf keine Prognosen einlassen – was angesichts der schwierigen Umstände in der aktuellen Corona-Situation auch gar nicht einfach ist.

Eishockey: Möglicherweise kurzfristige Spielansetzung für Sonntag

Nicht auszuschließen ist, dass für die am Sonntag spielfreien Schongauer nicht doch noch ein Spiel stattfindet. Der EHC Waldkraiburg kann aktuell seine Eishalle aufgrund der Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung nicht mehr nutzen, da der Landkreis Mühldorf eine Inzidenz jenseits der 1000 aufweist, was eine Schließung aller Sportstätten zur Folge hat. Auswärtsspiele kann der EHC aber machen, deshalb wäre ein Vorziehen der ursprünglich für Freitag, 17. Dezember, angesetzten Partie in Schongau eine Option.

Auch interessant

Kommentare