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Zum Start gleich mal zwei Absagen für Schongau

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Von: Roland Halmel

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Auseinandersetzung im Bayernliga-Spiel zwischen dem TSV Peißenberg (in schwarzen Trikots) und der EA Schongau am 14. Januar 2022.
Sie geraten vorerst nicht aneinander: Das für den gestrigen Freitag angesetzte Derby zwischen Peißenberg (in schwarzen Trikots) und Schongau wurde wegen Corona abgesagt und für 11. März neu terminiert. © Roland Halmel

Zum Start in die Bayernliga-Aufstiegsrunde hat es die EA Schongau voll erwischt. Beide Partien des Wochenendes sind abgesagt. Trainer Rainer Höfler appelliert an den Verband und hat einen Vorschlag.

Schongau – Schon vor den letzten Spieltagen der Bayernliga-Hauptrunde hatte Rainer Höfler, Trainer der EA Schongau, so ein ungutes Gefühl beschlichen. Er befürchtete angesichts der ansteigenden Corona-Zahlen, die auch vor den Eishockey-Klubs nicht halt machen, große Verwerfungen in der anstehenden Aufstiegsrunde. Spielabsagen oder am Ende gar Wertungen haben dort bei nur 14 Spielen pro Mannschaft wesentlich größere Auswirkungen als in der davor gespielten Runde, in der 28 Partien je Team zu bestreiten waren. „Dann den Quotienten über die Halbfinal-Teilnahme entscheiden zu lassen, geht gar nicht“, machte Höfler deutlich. Sein Vorschlag lautete deshalb, die Achtergruppe zu teilen und in zwei Vierergruppen die vier Play-off-Teilnehmer auszuspielen. „Damit hat man weniger Spiele und kann auch leichter Ausweichtermine finden“, begründete Höfler seine Idee, die aber nicht zum Tragen kommt.

Eishockey: Verband hält am ursprünglichen Modus fest

Stattdessen beginnt an diesem Wochenende die Aufstiegsrunde im ursprünglich geplanten Modus mit den acht Teams, die in Hin- und Rückspiel aufeinandertreffen. Allerdings wirbelt Corona den Terminplan gleich zum Auftakt an diesem Wochenende gehörig durcheinander. Neben der EA Schongau, die es richtig heftig erwischt hat, vermeldeten auch noch der EHC Waldkraiburg und der ERSC Amberg einige Covid-19-Fälle, wodurch schon am Freitag zwei Spiele ausfielen. Bei der EAS, bei der ein Großteil der Mannschaft und auch das Funktionsteam betroffen sind, ist auch fraglich, ob am kommenden Wochenende gespielt werden kann. „Erst wenn es nach dem Medizincheck grünes Licht gibt, gehen die Spieler wieder aufs Eis“, machte EAS-Teammanager Martin Resch deutlich. Am nächsten Mittwoch und Donnerstag kommen die ersten Spieler raus aus der Quarantäne. „Und dann muss erst mal dosiert trainiert werden“, so Höfler. Er sieht große Fragezeichen, was die Spielfähigkeit nur ein paar Tage später angeht.

Unter der Woche können wir nicht nach Amberg oder Waldkraiburg fahren.

Schongaus Trainer Rainer Höfler

Sollten die „Mammuts“ weiter pausieren, müssen sie bereits vier Spiele nachholen, was in dieser relativ kurzen Runde sehr schwer umzusetzen sein wird. „Noch gibt es Möglichkeiten“, betont Resch. Schwierig wird es, wenn es weitere Teams erwischen sollte und die Nachholtermine ausgehen. „Unter der Woche können wir nicht nach Amberg oder Waldkraiburg fahren“, macht Höfler deutlich, da in der Bayernliga immer noch Amateure spielen, die jeden Tag in die Arbeit gehen. Er sieht deshalb den Verband gefordert, auf die aktuelle Entwicklung zu reagieren und eventuell eine Pause einzulegen. Danach könne man dann gleich mit den Play-offs zwischen dem Tabellenersten der Hauptrunde und dem Achten, dem Zweiten und Siebten und so weiter beginnen, lautet der Vorschlag von Höfler, der möglicherweise in der kommenden Woche bei einem angedachten Online-Treffen der Vereine diskutiert wird.

Eishockey: Neue Coronafälle bei den Peißenberg „Miners“

Bei den Peißenberg „Miners“, die zuletzt schon einen massiven Corona-Ausbruch im Team hatten, kamen in der laufenden Woche ebenfalls neue Fälle dazu. „Wir haben aktuell noch vier Spieler, die nicht betroffen sind“, berichtete Trainer Christian Kratzmeir, der sich selbst auch in Quarantäne befindet, nachdem Anfang der Woche ein PCR-Test ein positives Ergebnis angezeigt hatte. „Mich hat es schwerer erwischt. Meine Treppe zuhause wird jeden Tag steiler“, berichtet Kratzmeir, der geboostert ist. Sein Krankheitsverlauf hat ihn zusätzlich sensibilisiert, noch genauer darauf zu achten, in welcher Verfassung die Spieler nach überstandener Corona-Infektion aufs Eis zurückkehren. „Wir müssen da auch entsprechend das Training anpassen“, sagt Kratzmeir, der im Moment von Co-Trainer Sepp Staltmayr vertreten wird.

Eishockey: Peißenberg-Gastspiel in Buchloe auf der Kippe

Die „Miners“ konnten unter der Woche mit Ausnahme der aktuell von Corona betroffenen Spieler trainieren. Am Sonntag soll dann auch das Gastspiel beim ESV Buchloe stattfinden (17 Uhr). „Wenn bis dahin nichts mehr passiert“, will Staltmayr eine kurzfristige Absage aber nicht ausschließen. Stand Freitagnachmittag (17 Uhr) hatte er 13 Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung. „Da sind aber welche dabei, die aus einer langen Pause zurückkehrten und die noch lange nicht bei 100 Prozent sind“, so Staltmayr.

Eishockey: In der Hauptrunde hat Peißenberg in Buchloe gewonnen

Buchloe, das die Hauptrunde als Achter beschloss, ist allerdings auch nicht komplett. „Das wird eine ganz schwere Aufgabe. Wir versuchen aber, das Beste daraus zu machen“, so Staltmayr. Beim 6:3-Auswärtssieg in der Hauptrunde bewiesen die Peißenberger – damals liefen sie aber annähernd in Bestbesetzung auf –, dass sie den ESV besiegen können. Im Rückspiel gab es dann eine 3:5-Niederlage, bei der Martin Lidl nach einem Faustschlag gegen einen Buchloer eine Matchstrafe kassierte. Seitdem sitzt der „Miners“-Verteidiger eine Sperre ab, wodurch er auch beim ESV fehlen wird.

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