Der Aufsteiger ist zu schwach für den EC Peiting

Peiting - Die Eishockey-Cracks des EC Peiting und ihre Fans feierten in der Oberliga Süd wieder einmal ein Sechs-Punkte-Wochenende. Dem 3:0-Erfolg bei den Deggendorf Fire (wir berichteten) folgte zwei Tage später ein haushoher Sieg gegen den TSV Erding. Mit 8:0 (5:0, 1:0, 2:0) fegte der ECP die Gladiators vom Eis.

Der Aufsteiger war zu keiner Zeit die Mannschaft, die eine Truppe wie den ECP fordern konnte. „Die Peitinger waren uns in allen Belangen überlegen und haben auch in der Höhe verdient gewonnen“, gestand Erdings Trainer Markus Knallinger die Unterschiede einer Spitzenmannschaft und eines Teams aus der hinteren Region ein. Während ECP-Trainer Leos Sulak auf die Änderung im Team einging, das künftig ohne Patrik Beck auskommen muss. Geschäftsführer Peter Gast verkündete die nicht mehr so aktuelle Neuigkeit: Der Tscheche wechselt nach Bremerhaven in die 2. Liga (wir berichteten).

„Da müssen wir jetzt etwas ändern“, meinte Sulak ungesichts Umstellungen und hofft, dass der Neue im Team ebenso gut mit der Mannschaft harmoniert wie es Beck getan hat. Premysl Sedlak heißt der neue Stürmer aus Tschechien, der am Mittwoch in der Marktgemeinde eintreffe soll, verheiratet ist und ein eineinhalbjähriges Kind hat. Mit Dibelka und Vavrusa, auf dessen Anraten der 31-jährige Stürmer verpflichtet wurde, hat Sedlak einst in Tschechien gespielt und war damals noch der bessere Scorer als Dibelka. Er hat auch schon in der Extralga gespielt.

Gegen Erding verabschiedete sich Patrik Beck mit einem Treffer und zwei Assists. Doch den Aufsteiger hätten die Peitinger sicherlich auch ohne den Kontingentspieler geschafft. In jeder Hinsicht war die ECP-Truppe dem Gegner überlegen, nach vorne lief bei den Gladiators überhaupt nichts zusammen.

Auf 25:10 bezifferte sich die Schussbilanz im ersten Drittel, in dem die Gastgeber durch Josef Kottmair, der den Torreigen in der zweiten Minute eröffnete, Manfred Eichberger (9.), Alexander Simon (16.), Milos Vavrusa (17.) und Beck (19.) die Tore schossen. Es ist angesichts der Führung nur zu verständlich, dass sich die Gastgeber angesichts des Vorsprungs zurückhieltem und gelegentlich auch den Aufsteiger etwas mitspielen ließen.

Nach dem 4:0 war es Erdings Tainer zu viel. Knallinger nahm eine Auszeit und seinen Keeper Timon Ewert aus dem Tor und stellte fortan Viona Harrer zwischen die Pfosten. Die 25-Jährige ist nicht nur äußerlich, ohne Helm, Maske und Schutzausrüstung, eine äußerst ansehnliche Erscheinung, sondern steht auch im Tor ihren Mann. Wieselflink machte Viona Harrer so manche Chance der Gastgeber zunichte.

Gut eine Minute nach ihrer Einwechslung musste Erdings Torsteherin zwar hinter sich greifen, doch insgesamt machte sie einen guten Job. Wobei die vielen Gegentreffer der Schwäche ihrer Vorderleute zu zuschreiben waren. Mit der Leistung haben sie sicherlich in der Oberliga Probleme.

Auch Peiting Trainer wechselte seinen Keeper. Allerdings nicht, weil Florian Hechenrieder schlecht gespielt hätte, sondern das war die Gelegenheit, ab der 22. Minute Backup Niklas Marschall Eiszeit zu geben. Er feierte ein Shut Out, wenngleich die Gäste später öfter einmal vor seinem Tor auftauchten.

Gefährdet war der Sieg zu keiner Zeit mehr. Florian Thomas gelang im Nachschuss in Unterzahl das 6:0 (28.), nachdem zuvor Josef Kottmair an Viona Harrer gescheitert war und die Torsteherin den Puck abprallen ließ. Im Schlussdrittel schlugen noch Robin Slanina (53.) und Christian Mayr (54.) zu. df

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

EC Peiting verlängert mit zwei „Dauerbrennern“
Zusammen kommen sie auf fast 900 Pflichtspiele für den EC Peiting. Und es werden mehr. Denn die beiden Verteidiger haben ihre Verträge verlängert.
EC Peiting verlängert mit zwei „Dauerbrennern“

Kommentare