Das Lachen ist erst einmal vergangen: Aufgrund der steigenden Corona-Fallzahlen innerhalb der Oberliga Süd ist der weitere Saisonverlauf für den EC Peiting ungewiss.
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Das Lachen ist erst einmal vergangen: Aufgrund der steigenden Corona-Fallzahlen innerhalb der Oberliga Süd ist der weitere Saisonverlauf für den EC Peiting ungewiss.

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Coronavirus wirbelt Spielplan durcheinander – Beide Partien des EC Peiting abgesagt

  • Phillip Plesch
    vonPhillip Plesch
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Drei Spieltage ging es gut, nun bringt die Corona-Pandemie Chaos in die Oberliga Süd. Davon ist auch der EC Peiting betroffen. Das Spiel in Landsberg ist abgesagt.

Update, 14. November, 17:25 Uhr: Wie der EC Peiting nun bekannt gab, ist auch das Heimspiel gegen die Selber Wölfe abgesagt. Die Oberliga-Partie war für Sonntag, 15. November, 18 Uhr angesetzt. Die Peitinger reagierten damit auf positive Testergebnisse bei Gegnern aus der vergangenen Woche. In den Reihen des ECP wurde bisher aber noch kein Coronafall gemeldet. Die Selber Wölfe, die am Freitag den SC Riessersee mit 5:0 besiegt hatten, treten am Sonntag stattdessen gegen die Blue Devils Weiden an. Deren eigentlicher Gegner Lindau hatte unter der Woche 14 Coronafälle vermeldet.

Coronavirus wirbelt Spielplan durcheinander - Mehrere Partien müssen abgesagt werden – Auch ECP betroffen

Erstmeldung, 13. November, 15:53 Uhr: Peiting – Jetzt ist eingetreten, was zwar viele befürchtet hatten, aber keiner gehofft hatte. Das Coronavirus stellt den Spielbetrieb in der Oberliga Süd auf den Kopf. Im Laufe der Woche vermeldeten mehrere Teams positive Fälle in ihren Reihen. Zahlreiche Partien wurden aus diesem Grund abgesagt. Dazu gehört auch das für Freitagabend angesetzte Auswärtsspiel des EC Peiting beim HC Landsberg. Wie es bei den Peitingern nun weitergeht, ist derweil noch unklar. Auch das Heimspiel diesen Sonntag gegen die Selber Wölfe steht auf der Kippe.

„Es besteht Handlungsbedarf“, sagt Thomas Zeck, Vorsitzender des EC Peiting. „In der geplanten Form kann die Saison wohl kaum fortgesetzt werden.“ Erst diese Woche war – nach dem Abbruch der Bayernliga – der Modus auf eine Eineinhalbfach-Runde bis Anfang März ausgeweitet worden. Der Verband müsse sich in den kommenden Tagen mit den Vereinsvertretern beraten. Einen genauen Plan für diese Situation gibt es noch nicht, „aber Überlegungen. Wir sind nicht unvorbereitet“, sagt der ECP-Vorsitzende. Nervös mache ihn das Ganze jedoch nicht mehr.

Positive Testergebnisse in vier Vereinen

Allein der EV Lindau, der am Donnerstag 14 positive Coronafälle vermeldete, hat für November bereits alle Spiele abgesagt – immerhin sechs an der Zahl. Der HC Landsberg war Gegner der „Islanders“ am vergangenen Sonntag. Als ein Landsberger Spieler unter der Woche Symptome zeigte, ließ sich das Team testen. Der Schnelltest ergab ein positives Ergebnis. Die Bestätigung steht noch aus, aber für dieses Wochenende sind beide Partien des HCL abgesagt. „So sind die Vorgaben“, erklärt Zeck. Der Austausch zwischen den Vereinen und dem Verband hat seinen Worten nach gut funktioniert. Bei allen Entscheidungen stehe die Gesundheit der Beteiligten im Vordergrund.

Drei weitere positive Fälle ergab die turnusmäßige PCR-Testung bei den Starbulls Rosenheim diese Woche. Die komplette erste Mannschaft begab sich daraufhin umgehend in häusliche Quarantäne. Die nächsten vier Spiele wurden bereits abgesagt. Gegner der Rosenheimer am vergangenen Sonntag? Der Höchstadter EC. Schnelltests ergaben auch bei den „Alligators“ zwei positive Ergebnisse. Und der HEC war ja am Dienstag in Peiting zu Gast.

Der ECP wollte seinerseits in Absprache mit dem Gesundheitsamt das weitere Vorgehen beschließen. Indirekt betroffen von den vielen Corona-Fällen innerhalb der Oberliga Süd sind auch der Deggendorfer SC (vergangenen Dienstag Gegner des EV Lindau) und der EHF Passau (vergangenen Dienstag Gegner der Starbulls Rosenheim). Die Folge: Für den Freitag standen nur noch die Duelle Weiden – Füssen sowie Selb – Riessersee auf dem Programm. Wer am Sonntag spielt, ist noch nicht abzusehen.

Im Laufe des Freitags nahm auch DEB-Vizepräsident Marc Hindelang, Stellung zur Lage in der Oberliga Süd: „Wir werden Spieltag für Spieltag neu bewerten und durchführen, was durchführbar ist.“ Er erinnerte daran, dass bei allen Beteiligten größtmögliche Flexibilität erforderlich sein wird und alle Beteiligten immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt werden können. „Die Maxime bleibt weiterhin, das Machbare darzustellen.“

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