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Möchte mit dem EC Peiting vorne mitspielen: Dennis Neal (hier im Trikot des HC Landsberg) wechselt innerhalb der Oberliga von Memmingen nach Peiting.

Eishockey

„Das war schon herzzerreißend“: Dennis Neal wechselt für seine Kinder zum EC Peiting

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Dennis Neal wechselt vom ECDC Memmingen nach Peiting. Im Interview spricht er über seine Entscheidung, die Familie und unangenehme Erinnerungen an den ECP.

Peiting – Dennis Neal heißt der bisher einzige Neuzugang des EC Peiting in dieser Transferperiode. Er wechselt vom ECDC Memmingen nach Peiting, wo er in der Saison 2009/10 schon einmal für kurze Zeit spielte. Außerdem lief der gebürtige Peißenberger für die Tölzer Löwen, die „Eishackler“ Peißenberg, die nun erneut von seinem Vater Randy Neal trainiert werden, und den HC Landsberg auf. Der 28-jährige Verteidiger wohnt in Epfach und ist in der Region kein Unbekannter. Im Interview spricht er über seinen Wechsel und hitzige Duelle.

Herr Neal, wie kam es zu Ihrem Wechsel von Memmingen nach Peiting?

Der Sprung aus der Bayernliga von Landsberg in die Oberliga nach Memmingen war super. Sportlich war das genau, was ich gebraucht habe. Ich habe wirklich gerne in Memmingen gespielt. Aber die Pendelei mit einer einfachen Strecke von rund 50 Minuten Fahrzeit war mit der Familie auf Dauer nur schwer vereinbar. Um Weihnachten rum fragten meine drei Kinder: „Papa wann kommst du wieder aus dem Training?“ Das war schon herzzerreißend. Ich habe dann schon während der Saison meine Fühler in Richtung Peiting ausgestreckt, weil dort das Eishockey für mich einfach besser mit der Familie und meinem Job in Schongau vereinbar ist.

Wie war Ihr sportlicher Werdegang und was haben Sie bei Ihren Stationen mitgenommen?

Ich war vier Jahre in der Oberliga in Bad Tölz, danach vier in der Bayernliga mit Peißenberg und Landsberg und zuletzt wieder in der Oberliga mit Memmingen. Mir hat es bei allen Vereinen gut gefallen und ich hatte viel Spaß an jeder meiner Stationen. Jede davon hat mich weitergebracht und war wichtig für meine sportliche Entwicklung.

Sie haben oft gegen Peiting gespielt. Wie sind Ihre Erinnerungen an diese Derbys?

Gegen Peiting war es immer schwer zu spielen, egal ob auswärts oder zu Hause. Es waren meistens hitzige Spiele. Auf beiden Seiten gab es immer top-solide Torhüterleistungen. Gegen Peiting zu spielen hat mir immer großen Spaß gemacht.

Gab es da auch spezielle Duelle mit Peitinger Stürmern?

In Tölzer Zeiten waren Manni Eichberger und Florian Stauder meine absoluten „Hass-Gegner“. Die waren nicht nur stocktechnisch stark, sie waren auch körperlich präsent. Da war man als Verteidiger voll gefordert. Da konnte ein Zweikampf schon weh tun.

Haben Sie mit ECP-Spielern schon zusammengespielt und kennen Sie Trainer Sebastian Buchwieser?

Ich habe nach meiner DNL-Zeit in Tölz vor elf Jahren den Sprung beim ECP in die Oberliga versucht. Ich bin dann aber schnell wieder zurück nach Tölz. Aus der Zeit kenne ich Tim Rohrbach, Fabian Weyrich und Florian Stauder (ist nach Füssen gewechselt, Anm. d. Red.). Mit Trainer Sebastian Buchwieser habe ich Inline-Hockey gespielt.

Zur neuen ECP-Mannschaft kann man noch nicht so viel sagen. Wie ist Ihre Einschätzung, was ist möglich und was denken Sie über die Oberliga?

Mit dem ECP möchte ich schon vorne mitspielen. Ich kann aber nicht sagen, wie stark die Oberliga in der kommenden Saison sein wird. Mit der Corona-Pandemie weiß man nicht so genau, was die anderen Vereine machen. Es kann also eine ganz schöne Wundertüte werden.

Wie halten Sie sich in der Corona-Krise fit?

Ich mache viel Freeletics, also Training mit dem eigenen Körpergewicht. Dazu Ausdauertraining mit Bergläufen, Laufen oder Radeln. Ich habe auch einige Hanteln zu Hause.

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